Koblenz

Die Führungskultur der Bundeswehr vorgestellt

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Foto: Wir von hier

Oberst i.G. Reinhold Janke, M.A. hielt einen aufschlussreichen Vortrag am Staatlichen Koblenz-Kolleg.

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Wie können Streitkräfte erfolgreich in die Gesellschaft integriert werden? Wie sensibilisiert man das Führungspersonal der Bundeswehr für einen angemessenen Umgang mit den ihm unterstellten Soldaten und zivilen Mitarbeitern? Diese und ähnliche Fragen begegnen Oberst i.G. Reinhold Janke, M.A. in seiner Funktion als Abteilungsleiter Weiterentwicklung Innere Führung am Zentrum Innere Führung in Koblenz immer wieder.

Foto: Staatl. Koblenz-Kolleg und -Abendgymnasium

Am 15. März hat er nun seine Erkenntnisse rund 60 interessierten Zuhörern, vor allem derzeitige und ehemalige Kollegiaten und Lehrer des Staatlichen Koblenz-Kollegs, aber auch zahlreiche Bürger aus dem Raum Koblenz, im Rahmen eines Abendvortrags mit dem Titel „Die Führungskultur der Bundeswehr – Angebote und Antworten auf aktuelle Herausforderungen“ im gut gefüllten Seminarraum des Koblenz-Kollegs präsentiert. Sein Hauptaugenmerk lag dabei auf der für alle Angehörigen der Bundeswehr verbindlichen Inneren Führung als Markenzeichen unserer Parlaments- und Einsatzarmee, die auf eine inzwischen über 60-jährige Entwicklungsgeschichte zurückblicken kann.

Dem Publikum erklärte Oberst i.G. Janke unter anderem die Wichtigkeit der Vermittlung der ethischen, rechtlichen, politischen und gesellschaftlichen Grundlagen der Inneren Führung als Führungs- und Organisationskultur der Bundeswehr, durch die die Werte und Normen des Grundgesetzes in den Streitkräften verwirklicht werden. Als dynamische Konzeption zur Gestaltung der Inneren Ordnung und Integration der Bundeswehr in Staat und Gesellschaft stelle sie mit dem Leitbild des verantwortungsbewussten und gebildeten Staatsbürgers in Uniform und einsatzbereiten Soldaten das Individuum in den Mittelpunkt, so der Generalstabsoffizier. Die Innere Führung sei bedeutendste Grundlage des militärischen Dienstes und bestimme das Selbstverständnis wie auch die Führung und Ausbildung in der Bundeswehr. Zusätzlich erläuterte Oberst i.G. Janke auch noch den Hintergrund des Akronyms „LIMO“, hinter dem sich die Schlagworte Legitimation, Integration, Motivation und Innere Ordnung verbergen. So konnte wohl jeder Gast noch etwas lernen.

Im Anschluss an den sehr aufschlussreichen einstündigen Vortrag nutzten einige der anwesenden Zuhörer die Gelegenheit, um persönlich motivierte Fragen an den Oberst zu richten. So kamen auch kontroverse Themen wie das Traditionsverständnis und die Wehrpflicht, das von den Medien gezeichnete Bild der Bundeswehr oder das unbestrittene Primat der Politik vor dem Militär zur Sprache.

Nach der Diskussion erfolgte die Verabschiedung durch den Schulleiter, Oberstudiendirektor Dr. Peter Sabel, der Oberst i.G. Janke abschließend herzlich für seinen auf Einladung von Oberstudienrat Dr. Falko Heinz erfolgten Besuch dankte und dem Gastredner dabei noch eine Flasche Moselwein überreichte. Die Abendveranstaltung endete mit allseits zufriedenen Gesichtern unter dem Beifall des Publikums. Sarah Breuer, Lilly Brinkmann