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Westerburg

Neues Konzept gesucht: Pfefferkuchenmarkt soll keine Glühweinkirmes sein

Der Westerburger Pfefferkuchenmarkt ist eine der beliebtesten Veranstaltungen in der Stadt – und hat an Image verloren. Die Veranstaltung 2017 ist nicht so gut besucht gewesen wie in den Jahren zuvor. Peter Stoth, Vorsitzender des Westerburger Gewerbevereins, sagt: Einigen Vorstandmitgliedern hat zudem nicht gefallen, wie der Pfefferkuchenmarkt im vergangenen Jahr abgelaufen ist: Ihm fehlte das Herz.

Der Pfefferkuchenmarkt ist eine der beliebtesten Veranstaltungen in Westerburg, hat aber an Image verloren und sich zu einer Glühweinkirmes entwickelt. Jetzt soll das Konzept völlig überdacht werden. Festgehalten wird lediglich an dem Veranstaltungstermin.
Der Pfefferkuchenmarkt ist eine der beliebtesten Veranstaltungen in Westerburg, hat aber an Image verloren und sich zu einer Glühweinkirmes entwickelt. Jetzt soll das Konzept völlig überdacht werden. Festgehalten wird lediglich an dem Veranstaltungstermin.
Foto: Archiv: Röder-Moldenhauer

„Der Pfefferkuchenmarkt machte einen verlorenen, leeren Eindruck“, stellt Peter Stoth bedauernd fest. Der Platz habe dreckig ausgesehen, auch die Anordnung der Hütten sei nicht schön gewesen. Abends kamen weniger Leute als erwartet, am Tag – vor allem am Sonntag – spielte leider das Wetter nicht mit. Fazit des Vorstandes: „Wir wollen diese Veranstaltung so nicht mehr.“ Die Folge: Das Konzept soll völlig überdacht werden. Dazu treffen sich am morgigen Dienstag Vertreter des Gewerbevereins mit Vertretern der Stadt und der Verbandsgemeinde sowie interessierten Bürgern. Die Ergebnisse dieses Arbeitstreffens sollen allen Mitgliedern des Gewerbevereins bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag, 22. Februar, präsentiert werden.

Peter Stoth blickt dabei auch auf die Anfänge des Pfefferkuchenmarktes in seiner jetzigen Form zurück, als das erfolgreiche Konzept „von und für Bürger“ entwickelt wurde. Die Veranstaltung war bunt gemischt. „Damals wollte man ganz bewusst keine Glühweinkirmes ausrichten. Doch dahin hat sich der Pfefferkuchenmarkt im Laufe der Jahre entwickelt“, stellt er fest. Jeder Weihnachtsmarkt habe sein eigenes Gesicht. „Und wir sind die, wo man hinkommt und feiert.“ Das sei an sich nicht schlecht, aber tagsüber müsse es besinnlich sein. Eben diese Besinnlichkeit des Marktes sei verloren gegangen. „Was ich nicht will, ist, dass in den Bandpausen deutsche Schlager gespielt werden. Es muss weihnachtlicher sein“, führt Stoth als Beispiel an. Der Gewerbeverein sei ja eigentlich kein Veranstaltungsverein, spricht der Vorsitzende ein weiteres Thema an. Doch genau das sei es, was der Verein in den vergangenen Jahren hauptsächlich getan habe: Veranstaltungen planen. Bei der kommenden Jahreshauptversammlung will er sich daher anders aufstellen. „Wir müssen uns auch zu anderen Dingen äußern, wieder politisch werden, beispielsweise Stellung zu aktuellen Themen wie Schwinn oder Straßensperrungen beziehen“, wünscht sich der Vorsitzende. Als Werbegemeinschaft gehe es auch darum, Geld in gemeinschaftliche Werbung zu stecken, gemeinsame Werbeaktionen durchzuführen. Rund Dreiviertel seines Budgets hat der Gewerbeverein jedoch in den vergangenen Jahren in den Pfefferkuchenmarkt investiert, im vergangenen Jahr waren es rund 7500 Euro.

„Das ist der Punkt, wo wir sagen: Das können wir uns nicht mehr leisten“, verdeutlicht Stoth. Hinzu kommen neue Auflagen, beispielsweise muss für jeden einzelnen Stand, an dem Alkohol verkauft wird, eine separate Konzession erworben werden.

Klipp und klar erklärt Stoth zugleich: Den Pfefferkuchenmarkt soll es weiterhin geben. „Wir wollen ihn nicht kaputtmachen, aber müssen alles überdenken!“ Der Arbeitskreis soll neu besetzt werden mit Personen, die „unbelastet“ an die Sache gehen. Dabei will der Gewerbeverein auch interessierte Bürger mit ins Boot nehmen – unter dem Motto: „Mitplanen, statt meckern“. Ein Schritt, um gemeinsam in die Richtung „von Bürger für Bürger“ zurückzukehren. Überdacht werden soll auch der Veranstaltungsort. Ein Grund dafür sei, dass die Gewerbetreibenden am Alten Markt hohe Einbußen in den zehn Tagen haben, in denen eine Zufahrt zum Stadtinneren nicht möglich ist. „Das ist ein wichtiger Punkt in den Zeiten, wo man am liebsten ins Geschäft reinfährt“, verdeutlicht Peter Stoth.

Neue Überlegungen wird es auch geben müssen, wie die Veranstaltung künftig finanziert werden soll. Fest steht, dass sie nicht in die Hände eines externen Marktbeschickers gegeben werden soll. Festgehalten werden soll an dem Zeitpunkt der Veranstaltung.

Die Jahreshauptversammlung des Gewerbevereins (Unternehmer Westerburger Land – Verein für Handel, Handwerk, Industrie und Gewerbe) findet am Donnerstag, 22. Februar, um 19.30 Uhr im Tagungsraum der Stadthalle Westerburg statt.

Von unserer Reporterin Angela Baumeier

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