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    Rückeroth

    Delegation besucht Züchter: Piemontesern gefällt es auch im Westerwald

    Es herrscht großes Sprachenwirrwirr am Gatter zu Axel und Nils Dümlers Weide vor den Toren Rückeroths. Auf Deutsch, Englisch, Holländisch, mit Händen und mit Füßen wird gefachsimpelt, über Aussehen, Gewicht, beste Züchteradressen und bevorzugtes Futter der weiß-grauen Tiere.

    Stolz präsentierte der Rückerother Nils Dümler der Delegation internationaler Piemonteser Rinderzüchter die Tiere seiner Herde. Der Besuch war Teil des Rahmenprogrammes anlässlich des deutschen Verbandsjubiläums, das in Niederneisen gefeiert wurde. Foto: Martin Boldt
    Stolz präsentierte der Rückerother Nils Dümler der Delegation internationaler Piemonteser Rinderzüchter die Tiere seiner Herde. Der Besuch war Teil des Rahmenprogrammes anlässlich des deutschen Verbandsjubiläums, das in Niederneisen gefeiert wurde.
    Foto: Martin Boldt

    Rind ist eben nicht Rind. Schon gar nicht, wenn seine Wurzeln in der norditalienischen Region rund um Turin liegen. Piemonteser Rinder gelten unter Kennern wegen ihres mageren, feinfaserigen und cholesterinarmen Fleisches als besonders schmackhaft und gesund.

    Auch Axel Dümler, im Hauptberuf eigentlich Baggerfahrer im Straßenbau, hat Gefallen an der edlen Rasse gefunden. 1999 erwirbt er das erste Muttertier und beginnt mit dem Aufbau einer eigenen Herde. Erfahrung bei der Haltung gab es in der Familie zuvor nur mit klassischen deutschen Milchkühen. Doch auch die Italiener fühlen sich im oberen Westerwald wohl: Heute zählt der Hof bereits 29 Exemplare, die Einzigen im Westerwald.

    Stolz präsentiert Sohn Nils die vielen Kälber, die im Frühjahr das Licht der Welt erblickt haben, der internationalen Delegation, die auf Einladung des Deutschen Piemonteser Züchterverbandes ein Wochenende in der Region weilt. Gefeiert wird der 25. Geburtstag des Zusammenschlusses. „Neben der eigentlichen Feier und einer Viehschau am Folgetag wollten wir unseren Gästen dann aber auch ein paar richtige Betriebe vor Ort zeigen“, sagt Geschäftsführer Alexander Wilms. Auch er ist voller Lob für die Rückerother Herde: „Wir sehen hier ausgesprochen gute Tiere, alle sehr ruhig, gepflegt und mit Familienanschluss.“ Er erklärt auch, warum die Tiere trotz ihres schmackhaften Fleisches weiterhin ein Nischendasein in Deutschland fristen: „Die Leute sind schlicht nicht bereit, die Qualität auch entsprechend zu honorieren“. Was Wilms eigentlich meint: Der Kunde will vor allem günstig einkaufen.

    50 Mitglieder hat der Deutsche Verband der Piemonteser Rinderzüchter bislang. Gegründet wurde er mit dem Ziel, den Informationsaustausch unter den Haltern zu verbessern. „So muss nicht jeder im Umgang mit den Piemontesern das Rad neu erfinden“, erklärt der Vorsitzende Andreas Borgolte, der wie fast alle Mitglieder die Zucht im Nebenerwerb betreibt. Nils Dümler für sein Teil möchte die Arbeit mit den Tieren aber auf gar keinen Fall missen: Selbst wenn es bedeutet, dass er nach der Frühschicht, die für ihn kurz nach 14 Uhr endet, noch einmal ein paar Stunden im Stall mit anpacken muss. „Wenn ich ehrlich sein soll, ich mache das sehr gerne.“ Bei den Dümlers erhält jedes Tier noch einen eigenen Namen, den es als Marke im Ohr mit sich herumträgt. Das Wissen um die Bioqualität und die Nähe zum Erzeuger stößt bei den Käufern der VG Selters auf Gegenliebe: „Wenn wir im Winter schlachten lassen, müssen wir keine Werbung machen, die Leute, fragen schon von ganz alleine nach, wann es wieder so weit ist“, verrät er.

    Von unserem Reporter Martin Boldt

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