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Bad Marienberg

Außergewöhnliches Konzert erlebt: Trio Glissando überzeugte in Bad Marienberg

Larissa Schütz

„Die Kombination aus Horn, Posaune und Harfe ist nicht alltäglich, aber vielleicht gefällt es Ihnen ja trotzdem“, begrüßte Matthias Nassauer vom Trio Glissando aus Stuttgart die zahlreichen Zuhörer im KulturFoyer der Verbandsgemeindeverwaltung Bad Marienberg mit einem Augenzwinkern. Gefallen hat es auf jeden Fall, denn das Publikum zeigte sich begeistert von einem außergewöhnlichen Konzert, bei dem die drei Ausnahmemusiker virtuos Blech mit Saiten verschmelzen ließen und in ganz besondere Klangwelten entführten.

Harfenistin Emilie Jaulmes, Michael Nassauer am Horn und Matthias Nassauer an der Posaune bilden das Trio.  Foto: Röder-Moldenhauer
Harfenistin Emilie Jaulmes, Michael Nassauer am Horn und Matthias Nassauer an der Posaune bilden das Trio.
Foto: Röder-Moldenhauer

Das Trio Glissando besteht aus der Harfenistin Emilie Jaulmes, Michael Nassauer am Horn und Matthias Nassauer an der Posaune. Für die beiden Herren war das Konzert in Bad Marienberg fast schon ein Heimspiel, denn sie stammen gebürtig aus dem Westerwald. Seit 2012 tritt das Trio auf und begeistert mit Werken aus der Klassik bis hin zum Jazz. Mit einer Sonate in F-Moll aus der Feder des Barockkomponisten Georg Philipp Telemann begann die musikalische Reise mit dem ungewöhnlichen Trio. Matthias Nassauer moderierte das Konzert auf sehr informative Art und Weise und mit einer gehörigen Portion Humor. So kamen die Zuhörer nicht nur in den Genuss der musikalischen Werke verschiedener Komponisten, sondern erfuhren auch noch interessante Geschichten aus deren Leben und aus der Zeit, in der sie lebten – so kurzweilig und amüsant kann Geschichtsunterricht sein.

„Passende Musik für unsere Instrumentenkombination zu finden, ist eine echte Herausforderung“, erklärte Matthias Nassauer. So sei es nicht verwunderlich, dass man bei der Suche auch immer wieder auf eher unbekannte Komponisten stoßen würde, so Nassauer. Mit dem Konzertstück des englischen Harfenisten und Komponisten Elias Parish Alvars hat das Trio Glissando ein Stück gefunden, das wie gemacht für sie schien. Hier konnte Emilie Jaulmes die ganze Vielseitigkeit ihrer goldenen Harfe erklingen lassen. Mal perlten die Töne sanft durch den Raum, mal erklangen sie temperamentvoll und fordernd wie bei spanischer Gitarrenmusik. In dem Stück traten die beiden Blechbläser in Dialog mit der Harfe, gaben kraftvoll den Ton an, bis das Harfenspiel sich die Führung zurückeroberte, einem musikalischen Schlagabtausch gleich.

Nach einer kurzen Pause, in der die Zuhörer sich mit einem kühlen Getränk und einem kleinen Snack stärken konnten, ging es mit dem zweiten Teil des Konzertes weiter. Aber nicht, bevor Matthias Nassauer das tolle Ambiente im KulturFoyer und die Arbeit von Marco Stalp von der VG-Kultur, die das Konzert veranstaltet hat, gelobt hatte. Die Reise ging nach Frankreich, in das Heimatland von Harfenistin Emilie Jaulmes. Von ihrem Großvater stammte das nächste Stück, das dieser eigentlich für Edith Piaf komponiert hatte, die aber gestorben ist, bevor sie es singen konnte. Anschließend gehörte die Bühne ganz der zierlichen Harfenistin. Virtuos präsentierte Emilie Jaulmes zwei Stücke von Felix Mendelssohn Bartholdy, bevor sie Verstärkung durch Michael Nassauer am Horn erhielt und die beiden gemeinsam eine Sonate von Louis-François Dauprat zum Besten gaben. Mit einer Suite, die das Trio aus Kompositionen von George Gershwin zusammengestellt hat, ging das Konzert zu Ende. Ohne Zugabe ließ das begeisterte Marmer Publikum die drei Musiker aber nicht gehen, und mit einem italienischen Abendlied verabschiedete sich das Trio Glissando dann endgültig.

Von unserer Reporterin Larissa Schütz

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