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Kreis Neuwied

Neuwieder Kreiswasserwerk erwirtschaftet 2011 einen Gewinn

Im vergangenen Jahr hat der Neuwieder Kreistag die Trinkwassergebühren angepasst. Das zahlt sich nun aus: Der Wirtschaftsplan 2011 für das Kreiswasserwerk kalkuliert nach 2010 (199 000 Euro) wieder mit einen Gewinn. Landrat Rainer Kaul sprach von 84 000 Euro. Heißt: Eine erneute Gebührenanhebung stand diesmal nicht zur Debatte. Die Fraktionen sahen dann auch keinen Gesprächsbedarf und votierten geschlossen für den Plan.

Kreis Neuwied – Im vergangenen Jahr hat der Neuwieder Kreistag die Trinkwassergebühren angepasst. Das zahlt sich nun aus: Der Wirtschaftsplan 2011 für das Kreiswasserwerk kalkuliert nach 2010 (199 000 Euro) wieder mit einen Gewinn. Landrat Rainer Kaul sprach von 84 000 Euro. Heißt: Eine erneute Gebührenanhebung stand diesmal nicht zur Debatte. Die Fraktionen sahen dann auch keinen Gesprächsbedarf und votierten geschlossen für den Plan.

Das deutlich niedrigere Plus unter dem Strich ist einerseits der Zinsbelastung für neue Darlehen geschuldet, andererseits verbucht das Kreiswasserwerk geringere Erträge, weil die Abnehmer weniger Trinkwasser verbrauchen. Warum dann nicht die Gebühren senken, mag der Verbraucher denken. Allerdings muss der Kreis als Versorger Anlagen und Leitungsnetz vorhalten. Zudem steigen die Fixkosten aufgrund wachsender Energiepreise. Bedeutet also: je weniger Wasser verbraucht wird, desto geringer fallen bei steigenden Kosten die Einnahmen aus. So gesehen, ist die Aussicht auf sinkende Wasserpreise schlecht.
Vor diesem Hintergrund kommt das Kreiswasserwerk um Investitionen nicht herum. Im Vermögensplan sind 2,5 Millionen Euro vorgesehen. Als „Wermutstropfen“ bezeichnete Kaul den Umstand, dass der Eigenbetrieb nicht um eine Darlehensaufnahme herumkommt. Um die Vorhaben finanzieren zu können, sind 1,8 Millionen Euro von der Bank unabdingbar.
Der Hauptteil des Geldes soll in das Leitungsnetz fließen. Exemplarisch für in die Jahre gekommene Abschnitte nannte der Landrat die Leitungen von Kretzhaus nach Ohlenberg (500 000 Euro) und von Epgert an der A 3 nach Dasbach (180 000 Euro). Darüber hinaus sind Sanierungen an Leitungen in den Verbandsgemeinden Asbach, Linz und Rengsdorf geplant, die jeweils zwischen 60 000 und 100 000 Euro kosten werden. Weitere 500 000 Euro liegen für Hausanschlüsse bereit, für Druckerhöhungs- und Speicheranlagen noch einmal 350 000 Euro.
Landrat Kaul ließ es sich nicht nehmen, kritisch auf die auf unbestimmte Zeit verschobenen Trinkwasserlieferungen aus der Wahnbachtalsperre einzugehen. Am Ende eines Gesprächs mit Spitzen des Vertragspartner Stadtwerke Bonn, seien diese aufgefordert worden, bis Ende dieses Jahres konkrete aussagen zu treffen, wie es mit dem Projekt weitergeht.

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