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Neuwied

25 Jahre "Gruppe 93": Förderung der Kunst im Kollektiv

Regine Siedlaczek

Es begann mit einer Idee, dem Wunsch, die Kultur in der Deichstadt zu fördern und Künstler zusammenzuführen, die sich ergänzen und gegenseitig unterstützen: Vor 25 Jahren gründete der zeitgenössische Künstler Otto Buhr die Gruppe 93 und legte damit den Grundstein für ein Künstlerkollektiv, das bis heute ein fester Bestandteil der Neuwieder Kunstszene ist.

Vorsitzenden Sybille Lenz und Schriftführerin Uta Weiler sind bestens für die Jubiläumsausstellung der Gruppe 93 gerüstet und blicken gemeinsam auf 25 Jahre Kunst zurück.
Vorsitzenden Sybille Lenz und Schriftführerin Uta Weiler sind bestens für die Jubiläumsausstellung der Gruppe 93 gerüstet und blicken gemeinsam auf 25 Jahre Kunst zurück.
Foto: rsz

Neben der heutigen Vorsitzenden Sybille Lenz kann sich auch Schriftführerin Uta Weiler, die seit 1995 als Bildhauerin in der Gruppe 93 aktiv ist, noch gut an die Anfänge erinnern: „Damals wie heute ging es um die Förderung der Kunst“, so Weiler, und dieses Ziel verfolge jedes Mitglied auf seine ganz persönliche Weise. Denn so facettenreich wie die Kunst an sich seien auch die Mitglieder der Gruppe 93. „Manche beschäftigen sich mit Fotografie, Grafik oder Siebdruck, andere malen in Öl oder Acryl oder sind als Bildhauer oder Keramiker aktiv“, erklärt Lenz, und diese Mischung mache die Gruppe 93 seit ihrer Gründung zu etwas Besonderem. „Wir arbeiten alle auf hohem Niveau“, erklären Lenz und Weiler. Daher wähle man auch die Mitglieder mit Bedacht aus: „Wer bei uns mitmachen möchte, muss sich und seine Arbeiten vorstellen“, sagt Lenz. Auch eine künstlerische Ausbildung sei wichtig, schließlich lege man viel Wert auf Professionalität. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, entscheidet die Gruppe gemeinsam, ob das neue Mitglied in die Gemeinschaft passt.

„Wir besprechen alles im Kollektiv“, betont Lenz. So entscheide man auch jedes Jahr gemeinsam über das Thema der traditionellen Kunstausstellung, die im jährlich wechselnden Turnus mal im Roentgen-Museum, mal in der Stadtgalerie durchgeführt werde. „Wir erarbeiten gemeinsam ein Thema, dem sich jeder auf seine Weise nähert“, erklärt Lenz. Und das Ergebnis sei stets ein abwechslungsreicher und ausgewogener Mix der Stile. So wurden in den vergangenen 25 Jahre schon Ausstellungen unter den Titeln „Rot“, „Sonne“, „Bewegung“ oder „Spannungsbogen“ durchgeführt.

Ein Höhepunkt sei allerdings das Thema „Neuwied“ gewesen, womit die Gruppe 93 vor fünf Jahren ihr 20-jähriges Bestehen feierte. Auch die 1997 noch in der Rommersdorfer Abtei präsentierte Ausstellung „Tod und Licht“ blieb in Erinnerung: „Die Atmosphäre war einfach toll“, erinnert sich Sybille Weiler.

Aktuell verfügt die Gruppe 93 über 15 Mitglieder und einen Altersdurchschnitt von 65 Jahren. Das tue der Kreativität aber keinen Abbruch, ganz im Gegenteil, schließlich gehe es um Können und Erfahrung. Und damit in Zukunft noch mehr Menschen an den Kunstwerken der Gruppe 93 Freude haben, verfolgt der Vorstand des Vereins ein ehrgeiziges Ziel: „Wir präsentieren unsere Werke derzeit einmal im Jahr und würden dies gern ausbauen“, verrät Lenz. So soll künftig eine weitere Ausstellung hinzukommen.

Bei der diesjährigen Ausstellung im Roentgen-Museum wird jeder Künstler drei bis fünf Werke zeigen. Hinzu kommen mit Christel Hermann und Frieda Wionzek zwei Gastaussteller. „Wir freuen uns auf das Ergebnis“, sagt Sybille Lenz, die sich ebenso wie Weiler auch in Zukunft für die Neuwieder Kunst- und Kulturszene einsetzen wird.

Von unserer Mitarbeiterin Regine Siedlaczek

Ausstellung "Vielfalt" im Roentgen-Museum

Pünktlich zum 25-jährigen Bestehen des Roentgen-Museums wird am Sonntag, 22. April, um 11.30 Uhr die Jahresausstellung der Gruppe 93 unter dem Titel „Vielfalt“ eröffnet. Die Einführungsrede übernimmt die Kunstkennerin Charlotte Fichtl-Hilgers. Die Veranstaltung wird von András Orbán am Klavier und von Viktória Nyulász mit Querflöte musikalisch umrahmt.

Begleitend zur Ausstellung findet am Sonntag, 6. Mai, um 15 Uhr eine Führung durch die Ausstellung mit Dr. Michaela Jordan statt. Am Sonntag, 13. Mai, können Interessierte ab 14 Uhr die Künstler bei der Arbeit beobachten, bevor um 15.30 Uhr eine Lesung mit Franz K. von Stockert beginnt. Die Finissage zur Ausstellung findet am Sonntag, 3. Juni, um 15 Uhr statt und wird musikalisch vom Gitarrenduo Klaus und Frank Krumscheid begleitet.

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