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Winterdienst: Kritik an LBM-Rechnung

Peter Bleyer

Auch beim Thema Winterdienst gab es in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt reichlich Redebedarf. Während der Großteil der Stadtstraßen von den Bauhofmitarbeitern geräumt wird, ist für den Abschnitt zwischen der Poststraßenkreuzung und der Ruschberger Kreuzung der Landesbetrieb für Mobilität (LBM) zuständig. Was der LBM allerdings für die geleistete Arbeit verlangt, stieß teilweise auf Unverständnis.

Für den größten Teil des Stadtgebiets übernimmt der Bauhof den Winterdienst. Der Abschnitt zwischen der Poststraßenkreuzung und der Ruschberger Kreuzung wird hingegen von Mitarbeitern des LBM geräumt. Die Kosten, die dafür anfallen, stießen in der Sitzung teilweise auf Unverständnis.
Für den größten Teil des Stadtgebiets übernimmt der Bauhof den Winterdienst. Der Abschnitt zwischen der Poststraßenkreuzung und der Ruschberger Kreuzung wird hingegen von Mitarbeitern des LBM geräumt. Die Kosten, die dafür anfallen, stießen in der Sitzung teilweise auf Unverständnis.
Foto: dpa

„Der LBM rechnet 100 Euro pro Einsatz ab“, führte Karlheinz Gisch (FDP) ins Feld. „Wir reden von einem Einsatz, der maximal 15 Minuten dauert. Das ergibt einen Stundenlohn von 400 Euro. Warum wird das nicht von unserem Bauhof gemacht?“

Auf den Hinweis von Bürgermeister Günther Jung, dass das Fahrzeug des LBM einen Stahlschieber habe, am Unimok der Stadt aber ein Gummischieber angebracht sei, entgegnete Karlheinz Gisch, dass es auch Kombinationsschieber gebe. Jung wiederum fügte hinzu, dass dem Bauhof einfach die Manpower fehle, um bei Bedarf weitere Abschnitte freizuräumen.

„Ich bin auch über diesen Kostenpunkt gestolpert“, meinte Andreas Pees (SPD). „Dass der Bauhof das nicht leisten kann, kann ich nicht verstehen.“ Günther Jung betonte, dass er auf das vertrauen müsse, was die Stadtangestellten ihm sagen. „Bei heftigem Schneefall werden die Straßen ja auch mehrmals am Tag geräumt“, gab er zu bedenken. Ansonsten empfahl er jedem Kritiker, einfach mal an einem Räumeinsatz teilzunehmen. „Draufsetzen, mitfahren, dann mitreden. Alles andere ist weit von der Praxis entfernt.“ Es sei auch gar nicht klar, ob es billiger wäre, wenn der Bauhof die Aufgabe übernehmen würde, weil dann ja mehr Streusalz besorgt werden müsste. Jochen Scherne (FWG) rief zum Kompromiss auf: „Wir sollten schauen, ob es Alternativen gibt.“

Neben diesem Punkt stand noch ein anderer im Fokus von Diskussionen. Klaus Dessauer (SPD) brachte im Zuge der Haushaltsberatung das Thema „Ruhehain“ zur Sprache. Dieser Begriff bezieht sich auf eine besondere Bestattungskultur und umschreibt die Möglichkeit, sich in einem eigens dafür vorgesehenen Waldstück beisetzen zu lassen. „Wir haben diesbezüglich bereits 2012 Anträge gestellt“, monierte Dessauer. „Bislang ist das Ganze immer wieder verschoben worden. Langsam müssen wir da mal ran.“

Martin Bongard (LfB) entgegnete, dass man erst einmal die Möglichkeiten abklopfen solle, die der Friedhof biete. „Für junge Menschen mag ein Ruhehain eine schöne Vorstellung sein, aber von Älteren hört man, dass so ein Grab tief im Wald schwer zu erreichen ist.“ Aus den Reihen der SPD-Fraktion wurde allerdings kritisiert, dass auf einem Friedhof der Charakter des Hains verloren gehe. Außerdem solle man den Menschen, die diese Bestattungsart wünschen, auch in unmittelbarer Nähe die Möglichkeit dazu bieten. „Wir sollten uns das auf alle Fälle noch mal überlegen“, forderte Andreas Pees. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass dabei hohe Kosten entstehen.“

Von unserem Redakteur Peter Bleyer

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