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    VdK-mobil im Kreis Birkenfeld schnell ausgebremst

    Das im Oktober 2010 in Cochem und Idar-Oberstein mit viel Euphorie gestartete Pilotprojekt „VdK-mobil“ (die NZ berichtete) gehört vermutlich schon bald der Vergangenheit an. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es offenbar beschlossene Sache, dass der komfortable Unterstützungs- und Beförderungsservice, den der rheinland-pfälzische Sozialverband VdK, ins Leben gerufen hatte, zum 1. Juli eingestellt wird. Die konkreten Hintergründe sind nebulös: Gibt es VdK-intern vor dem Hintergrund der Landesverbandswahlen am 20. Mai Querelen? Haben Mitbewerber bei der Landesregierung mit Blick auf Subventionen interveniert? Da kann zurzeit nur spekuliert werden...

    Kreis Birkenfeld - Das im Oktober 2010 in Cochem und Idar-Oberstein mit viel Euphorie gestartete Pilotprojekt „VdK-mobil“ (die NZ berichtete) gehört vermutlich schon bald der Vergangenheit an. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es offenbar beschlossene Sache, dass der komfortable Unterstützungs- und Beförderungsservice, den der rheinland-pfälzische Sozialverband VdK, ins Leben gerufen hatte, zum 1. Juli eingestellt wird. Die konkreten Hintergründe sind nebulös: Gibt es VdK-intern vor dem Hintergrund der Landesverbandswahlen am 20. Mai Querelen? Haben Mitbewerber bei der Landesregierung mit Blick auf Subventionen interveniert? Da kann zurzeit nur spekuliert werden...


    Jeder Mensch brauche die Möglichkeit, seine Wünsche zu leben, seine Pläne zu verwirklichen und seine Ziele zu erreichen. Dafür stehe das Projekt, an dem der VdK nichts verdienen wolle, hatte Manfred Naumann, Vorsitzender des Kreisverbandes Birkenfeld, beim Projektstart betont. Dass der Service nun eingestellt werden soll, sei bedauerlich. Zunehmend sei das Angebot mehr und mehr auf Interesse gestoßen: Monat für Monat habe es eine konstante Fahrten-Steigerung um 15 bis 20 Prozent gegeben, sodass man vermutlich bereits in einem halben Jahr kostendeckend gefahren wäre.
    Die Zahlen sprechen für sich: Allein im März habe man 260 Touren registriert. Die Fahrer seien durchaus beschäftigt gewesen. Über Hintergründe wolle und dürfe er nichts sagen; das habe der Landesverband bestimmt. Dessen Vorsitzender Andreas Peifer betont im Gespräch mit unserer Zeitung: „Es sind viele Komponenten zusammengekommen, sei es das Verhalten der Mitbewerber oder die mangelnde Flexibilität der Genehmigungsbehörden, die uns zum Aus einer wirklich guten Idee zwingen.“ Erst nach dem Start von „VdK-mobil“ wurde der Landesbetrieb Mobilität (LBM) als Aufsichtsbehörde über die Stadt- und Kreisverwaltungen für den Bereich Personenbeförderung eingeschaltet. Und diese Behörde stellt jetzt fest, dass der gewerbliche Fahrdienst nur mit einer GmbH genehmigungsfähig ist. Peifer: „Unsere Gremien haben das sehr genau geprüft, und wir müssen zugeben, dass die Gründung einer GmbH finanzielle und juristische Risiken birgt, die wir nicht tragen können.“ Peifer vermutet, dass sich der LBM erst im Nachhinein einschaltete, weil immer mehr Kreisverbände von dem Projekt überzeugt waren und ihrerseits Genehmigungsanträge stellten.
    Der VdK-Landesvorsitzende macht der Landesregierung den Vorwurf, dass ihm diese Praxis nicht vor der Genehmigung für Cochem und Idar-Oberstein mitgeteilt wurde. Stattdessen gab das Sozialministerium grünes Licht für den Start und bewilligte Zuschüsse für das Projekt. In den Genuss des Angebotes kamen als die Ersten im Land die 6050 Mitglieder des VdK-Kreisverbandes Birkenfeld. Nach einer Test-Phase, die ein bis fünf Jahre dauert, sollte das Projekt auf ganz Rheinland-Pfalz ausgeweitet werden. Sieben Fahrzeuge und vier Fahrer standen den Mitgliedern im Kreisgebiet zur Verfügung. Die Fahrer, allesamt Menschen mit Behinderungen, erhielten durch dieses Projekt, das vom Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (Integrationsamt Rheinland-Pfalz) gefördert wurde, jeweils eine Vollzeitstelle und müssen sich nun einen neuen Job suchen. Die Kleinbusse beförderten bis zu acht Fahrgäste.
    Außerdem sollte das Projekt gezielt Kunden ansprechen, die regelmäßig zur Dialyse, Chemotherapie, Bestrahlungsbehandlung, Rehabilitation, zum Arzt oder zu stationären Krankenhausaufenthalten fahren müssen. Darüber hinaus umfasste das neue Angebot Hol- und Bringdienste sowie Haus- und Wohnungsbetreuung.

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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