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Sien

Umzug: Siener Narren in bester Feierlaune

Jörg Staiber

„Vom viele Steuergeld krien ma nix ab – trotzdem feiere ma unner de Narrekapp“, wurde am Anfang des Zuges das Motto ausgegeben, das von einem Hublader am ausgestreckten Ladearm vorangeführt wurde.

Und bei gutem Wetter und noch besserer Laune standen zahlreiche Menschen an der Straße und hatten ihre Freude an dem kleinen, aber feinen Umzug am Rande des Landkreises mit seinen insgesamt 13 Positionen. Aus dieser Not machen die Siener schon lange eine Tugend, gestalten die Rundstrecke ebenfalls relativ kurz, sodass sobald der letzte Wagen des Zuges vorbeigefahren ist, auch schon der erste wieder auftaucht, um den üblichen zweiten Umlauf einzuleiten.

Üblich ist auch, dass hinterher in der Halle weitergefeiert wird, und so machten deren Küchenteam als „Siener Fritten“ schon einmal darauf aufmerksam, dass es in diesem Jahr dort wieder Pommes gibt. Auch andere Motive waren ganz eng beim lokalen Geschehen. „Zehn Jahre vergingen wie im Flug“ erinnerte die Theatergruppe Hollesteencher aus Mittelreidenbach an ihr Jubiläum und illustrierten dies mit einer liebevoll gestalteten Fesselballonfußgruppe.

Die große Welt und lokales Geschehen vermischten die Siener Windmusikanten: Mir hätte Air Berlin sofort übernomm – nur unser Flughafe is noch nit in Angriff genomm. Ganz konkrete Kritik leistete die Jugendfeuerwehr. „Das neue Feuerwehrauto wurde mit modernster Technik gemacht, doch an genug Platz für die Jugend wurde nicht gedacht“, wiesen sie auf einen Mangel hin, der sich auch negativ auf ihre Feuerwehrausbildung auswirken kann.

Die gescheiterte Jamaikakoalition verknüpften die ehemaligen Jugendraumer mit einem Polizeieinsatz in der Nähe. „In Niederhosebach hatte man Jamaika schon länger im Sinn, bis die Wiedbadener Kripo kam dorthin.“ Meist waren die Themen aber losgelöst von lokalen Geschehen, oft sicher auch der plakativeren Darstellbarkeit wegen. So kamen die ehemaligen Turnerfrauen als vor Trump nach Sien geflüchtete Freiheitsstatuen daher, eine freie Gruppe erinnerte mit fantasie- und kunstvollen Eigenbauten an 60 Jahre Lego, und die Fußballer der SPVGG Oberreidenbach/Sien reimten kurz und knackig: „Wat ein Scheiß – weg mit dem Video-Beweis.“ Leckeres Selbstgebackenes verteilte eine Gruppe von Aliens, und ein „Siener Zoo“ war mit Stinktier, Pinguin und Wildschwein dabei. Wie meist marschierte auch eine Abordnung aus Hohenöllen mit, und den Abschluss bildeten die Rimmelbach-Piraten im schmucken Segelschiff.

Von unserem Reporter Jörg Staiber

Idar-Oberstein Birkenfeld
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