40.000
Aus unserem Archiv
Kreis Birkenfeld

Stoff für Satire: AfD-Abgeordnete macht mit Frauentag-Rede Furore im Netz

Für die einen war Nicole Höchsts Rede im Deutschen Bundestag wirr und absurd, löste Empörung ebenso wie Gelächter aus. Sogar eine Satire-Version des Videomitschnitts existiert mittlerweile, aber auch eine Welle von Zustimmung. Denn in den sozialen Netzen überschlugen sich andere mit lobenden Kommentaren für die Abgeordnete aus dem Wahlkreis 201 Kreuznach-Birkenfeld: „Eine der besten Reden, die je im Bundestag gehalten wurde“, twitterte ein Sympathisant.

Höchst-Rede vor dem Deutschen Bundestag <a href="https://youtu.be/SQZRJV2xfQs?t=95" target="_blank">HIER</a>
Höchst-Rede vor dem Deutschen Bundestag HIER

Nun steht die AfD-Abgeordnete Höchst bekanntermaßen für eine sehr ungewöhnliche Auslegung feministischen Gedankenguts. Das wurde nun bei ihrer Rede im Bundestag zum Internationalen Frauentag am 8. März überdeutlich. „Wir gehen als Pseudobefreier in die Geschichte ein", meinte sie in ihrem Beitrag zur Gleichstellung von Frauen in Deutschland. Und: „Die strukturelle Benachteiligung von Frauen gleicht einem Yeti", erklärte sie, „jeder spricht darüber, aber noch nie hat ihn jemand ernsthaft gesehen." Es gebe zudem keine Frauen-, sondern eine systematische Männerbenachteiligung. Die 48-jährige Alleinerziehende sieht ihre Geschlechtsgenossinnen durch die heutige Politik zur Erwerbstätigkeit gezwungen. Das alles bringe "intellektuellen Stillstand und die gesellschaftliche Lähmung durch Gleichstellungstotalitarismus."

Am Ende, so die AfD-Politikerinhinterließen „linksgrüne" Politiker den Töchtern einen "islamisierten Bundesstaat". Deshalb müsse „echter Feminismus“ wertkonservativ sein: „Um Frauenrechte zu bewahren.“

Immer wieder gab es zwischendurch reichlich Beifall der eigenen Parteikollegen, während die anderen Fraktionen ihren Emotionen eher durch ungläubiges Kopfschütteln, Lachen und starre Mimik Ausdruck verliehen.

Die Resonanz in den sozialen Netzwerken war hinterher immens: Die Rede von Nicole Höchst wurde mehrmals auf der Plattform YouTube hochgeladen – mit unterschiedlichen Titeln, die Zustimmung, aber auch harsche Kritik ausdrückten.

„Ich musste nach der Rede einen Ordner anlegen, analog wie virtuell: für Fanpost. Besonders interessant: Es gibt daraufhin sehr viele Kontakte, die mich zu Hintergrundgesprächen treffen möchten. Journalisten, Schriftsteller, Universitätsprofessoren, Manager...“, betont Nicole Höchst gegenüber unserer Zeitung. Am Donnerstag hält die vierfache Mutter übrigens ihre nächste Rede im Bundestag, und zwar bei der Debatte über das familienrechtliche Wechselmodell für Trennungskinder.

Von unserer Redakteurin Vera Müller

Idar-Oberstein Birkenfeld
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Ihre Ansprechpartner in der Redaktion
Stefan Conradt (sc)
Redaktionsleiter
Tel. 06781/605-43
E-Mail
Vera Müller (vm)
Redakteurin
Tel. 06781/605-52
E-Mail
Bettina Schäfer (bet)
Redakteurin
Tel. 06781/605-56
E-Mail
Andreas Nitsch (ni)
Redakteur
Tel. 06781/605-45
E-Mail
Axel Munsteiner (ax)
Redakteur
Tel. 06781/605-44
E-Mail
Peter Bleyer (pbl)
Redakteur
Tel. 06781/605-58
E-Mail
Silke BauerSilke Bauer (sib)
Redakteurin
0171-2976119
E-Mail
Jörg Staiber (jst)
Reporter
Tel. 06781/605-63
E-Mail
Online regional

Bettina TollkampBettina Tollkamp
Chefin v. Dienst
E-Mail

Regionalwetter
Montag

11°C - 23°C
Dienstag

12°C - 27°C
Mittwoch

13°C - 31°C
Donnerstag

9°C - 28°C
Anzeige
epaper-startseite
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach