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    Nationalpark steht touristisch noch am Anfang: Kreis Birkenfeld prüft Neuausrichtung

    Wie kann der Nationalpark touristisch besser vermarktet werden? Diese Frage treibt etliche Kommunalpolitiker aus dem Kreis Birkenfeld um. Zuständig ist bisher die Naheland-Touristik (NLT). Weil sie dem Thema nach Meinung mancher in ihrer Werbung nicht genügend Aufmerksamkeit schenkt, hat der Kreisausschuss die Kreisverwaltung beauftragt, Chancen und Risiken einer Neuausrichtung zu prüfen. Das heißt: Auch ein Austritt aus der in Kirn ansässigen NLT ist nicht tabu. Die Verbandsgemeinde Birkenfeld hat diesen Schritt auf Betreiben von Bürgermeister Bernhard Alscher bereits vollzogen.

    Am Montag präsentierte Geschäftsführerin Ute Meinhard im Kreistag die Arbeit der NLT. Sie bestätigte auf Nachfrage von Alscher (Freie Liste), dass die 1991 gegründete GmbH weder einen festen Auftrag noch ein Extra-Budget für den Nationalpark hat. Die Geschäftsführerin empfahl, mit einer langfristigen Strategie jetzt das Fundament für zukünftige Erfolge zu legen. Dafür müsse man aber wissen, wo genau man hinwolle: Soll beispielsweise eher um Familien oder eher um Biker, laut Meinhard eine sehr vielversprechende Zielgruppe, geworben werden. „Das erfordert ein gemeinsames, zielgerichtetes Vorgehen“, betonte sie.

    Eine solche Profilierung, die Jahre oder gar Jahrzehnte dauere, sei beim Nahewein inzwischen „gut gelungen“. Mit den vorhandenen personellen und finanziellen Mitteln die Region nach außen bestmöglich präsentieren: So beschrieb Meinhard die Aufgabe der NLT.

    Für den Nationalpark werde inzwischen durch Kooperationen mit benachbarten Einrichtungen auf fünf Kanälen geworben. Das größte Problem aus touristischer Sicht sind fehlende Kapazitäten: „Es gibt noch viel zu wenig Anbieter in Gastronomie und Hotellerie“, bestätigte die Geschäftsführerin auf Nachfrage von Lothar Ackermann (FDP). Die NLT konzentriert sich in ihrem neuen Tourismuskonzept auf drei Felder: Sie sieht im Weingenuss, im Wandern und im Landurlaub/Naturerlebnis, wozu auch der Nationalpark gehört, das größte Potenzial für das Naheland.

    Klaus Beck vermisst dabei die Edelsteine. Darum kümmere sich verstärkt die neue Touristinformation Edelsteinland, erläuterte der Idar-Obersteiner Oberbürgermeister Frank Frühauf. „Produkt und Marke müssen stimmig sein“, beschrieb die Geschäftsführerin den übergeordneten Ansatz. Um mehr Besucher anzulocken, „brauchen wir eine Verlängerung der Saison“, die bisher nur vor April bis Oktober dauere. Dafür aber brauche man wiederum mehr gute Betriebe, die auch außerhalb dieser Zeit etwas bieten.

    Während Alscher eigene touristische Strukturen aufbauen will, um Besucher in den Nationalpark zu holen, spricht sich Uwe Weber, Bürgermeister der VG Herrstein, für eine Fusion von Naheland- und Hunsrücktouristik aus – am besten auch noch mit den Kollegen im benachbarten Saarland. „Kooperationen sind der Schlüssel zum Erfolg“, meinte auch der Erste Kreisbeigeordnete Klaus Beck.

    Friedrich Marx (SPD), Bürgermeister von Idar-Oberstein, wollte mit Blick auf den Nationalpark wissen, „was wir tun können, damit es schneller vorangeht.“ Möglicherweise von einem Fachbüro beraten lassen, so Meinhard. Im Masterplan, der unter Federführung des neuen Regionalvereins entsteht, gehe es allerdings auch um die touristische Entwicklung, warf Landrat Matthias Schneider ein. „Wenn wir mehr Leistung wollen, müssen wir die finanzielle Ausstattung der Naheland-Touristik verbessern“, unterstrich der Kreischef.

    Von Kurt Knaudt

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