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Niederbrombach

Baubeginn erst 2019: Neuer Dorfpark in Niederbrombach muss noch warten

Nur auf den ersten Blick sieht der Niederbrombacher Haushaltsplan inklusive Investitionsprogramm, den der Gemeinderat für die Jahre 2018 und 2019 verabschiedet hat, unspektakulär aus. Denn manchmal kann es auch interessant sei, was in einem solchen Etat fehlt. Im Fall des 480-Einwohner-Dorfs trifft das gleich auf zwei Projekte zu: den Bau einer neuen Brücke in der Lindenstraße und die Umwandlung einer rund 5000 Quadratmeter großen Wiese hinter Feuerwehrgerätehaus und Spielplatz, aus der eine attraktiver Dorfpark als Treffpunkt für alle Altersklassen im Dorf entstehen soll.

Bis zu den im Hintergrund erkennbaren Fahrzeugen des Autohauses Beermann an der B 41 reicht die grüne Wiese, die die Gemeinde Niederbrombach in einen attraktiven Dorfpark umwandeln will. Auch ein Spielplatz ist in die Planungen integriert, sein bisheriger Standort wird aber verlegt.  Foto: Axel Munsteiner
Bis zu den im Hintergrund erkennbaren Fahrzeugen des Autohauses Beermann an der B 41 reicht die grüne Wiese, die die Gemeinde Niederbrombach in einen attraktiven Dorfpark umwandeln will. Auch ein Spielplatz ist in die Planungen integriert, sein bisheriger Standort wird aber verlegt.
Foto: Axel Munsteiner

Allerdings sind die Zukunftsaussichten beider Vorhaben grundverschieden: Beim 1881 errichteten Bauwerk, das sich in der Lindenstraße über den Schwollbach spannt, ist es so, dass es für unbestimmte Zeit weiter seinen Dienst verrichten muss. Zwar hätte die Gemeinde für einen Brückenneubau einen hohen Landeszuschuss erhalten, aber sie verzichtete dann doch lieber darauf, dass Vorhaben anzugehen.

Der Grund: Statt wie anfänglich geschätzt 280.000 Euro ergab die öffentliche Ausschreibung, dass die niedrigstbietende Firma 455.000 Euro für die Ausführung der Arbeiten verlangen würde. Demzufolge wäre auch der von den Niederbrombachern zu schulternde Eigenanteil rapide geklettert. „Wir hätten 140.000 Euro Schulden machen müssen und uns damit alle anderen Aktivitäten bei der Dorfentwicklung blockiert“, blickt Ortsbürgermeister Bernd Brombacher im NZ-Gespräch zurück. Weil der Rat das aber nicht wollte und das bestehende Bauwerk weiterhin verkehrssicher ist, schieben die Niederbrombacher den Bau der neuen Brücke erst einmal auf die lange Bank, und im Haushaltsplan ist demzufolge für dieses Vorhaben kein Geld eingestellt.

Denn Priorität hat für die Kommune der Dorfpark. Angedacht ist, dass auf der grünen Wiese hinter dem Feuerwehrhaus unter anderem Gehwege angelegt und Bewegungsgeräte für Senioren sowie eine Grillstelle installiert werden. Der bisherige Spielplatz wird verlegt. Ein Kleinkindergelände mit Sandkasten, Wasser- und Matschspiel sowie Rutsche und Nestschaukel sind aber ebenfalls gesetzt. In den nächsten Monaten wird laut Brombacher ein Fachbüro die konkrete Planung fertigstellen, damit bis August ein Zuschussantrag ans Land gestellt werden kann. Die Aussicht auf Förderung ist dabei sehr gut, weil Mainz Niederbrombach 2017 offiziell als Schwerpunktgemeinde für Dorfentwicklung anerkannt hat.

Erst dann sei es auch möglich, die Kosten für den Dorfpark näher zu beziffern. „Bisher ist eigentlich nur sicher, dass sie in die Hunderttausenden gehen werden“, sagt Brombacher. Weil die Gemeinde im jetzt verabschiedeten Etat „aber nicht blind Zahlen angeben wollte, die dann später doch nicht mehr stimmen“, findet das Projekt dort vorerst keinen Niederschlag. „Wenn wir wissen, wie viel es kostet, können wir ja immer noch einen Nachtragshaushalt aufstellen“, erläutert Brombacher die vom Rat favorisierte Vorgehensweise. Konkret verwirklicht werden soll das Vorhaben dann 2019.

Insofern stellt in diesem Jahr die Umrüstung der 74 Straßenleuchten im Dorf auf LED-Lampen mit etwa 47.000 Euro die vorerst teuerste Investition dar. Brombacher betont jedoch, dass sich diese Ausgaben durch die zu erwartenden Einsparungen bei den Energiekosten schon nach sieben Jahren amortisieren werden.

Von unserem Redakteur
Axel Munsteiner

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