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Baumholder

Übungsplatz ist für viele reizvoll

Das wird eine wahre Völkerwanderung: Für die Tour über den sonst unzugänglichen Truppenübungsplatz Baumholder, die im Rahmen des "Nahe Hit"-Wandertags am Sonntag, 30. September, stattfindet, liegen der Verbandsgemeindeverwaltung bereits mehr als 170 Anmeldungen vor. Die seltene Möglichkeit, das militärisch genutzte Areal zu Fuß zu durchqueren, übt offenbar einen großen Reiz aus. Das hatten die Veranstalter schon beim Raderlebnistag im Juni feststellen können, als die Plätze für eine geführte E-Bike-Tour innerhalb kürzester Zeit vergeben waren.

Fast wie im Militärkunde-Museum: Bei einer Wanderung über den Truppenübungsplatz Baumholder stößt man immer wieder auf ausgediente Panzer und andere Fahrzeuge, die als Ziele und Sichtmarken im Gelände dienen.
Fast wie im Militärkunde-Museum: Bei einer Wanderung über den Truppenübungsplatz Baumholder stößt man immer wieder auf ausgediente Panzer und andere Fahrzeuge, die als Ziele und Sichtmarken im Gelände dienen.
Foto: Stefan Conradt

Eine solche Beschränkung soll es beim Wandertag nicht geben, erläutert Jessica Jung von der Verbandsgemeindeverwaltung. Allerdings könnte man – hält der Zuspruch unvermindert an – an organisatorische Grenzen stoßen. Schließlich muss Verpflegung für unterwegs organisiert werden und es müssen angesichts der großen Distanz (25 Kilometer) Shuttlebusse eingesetzt werden, in die müde Wanderer umsteigen können.

Schon wurde mit Ernst Schmitz ein weiterer Gästeführer engagiert, der die Wanderer gemeinsam mit Pfarrer Burkhard Zill über den Platz führen wird. Die Standortverwaltung wird ebenfalls Personal abstellen – auch um sicherzustellen, dass niemand verloren geht in dem wilden, unzugänglichen Terrain. Es ist streng verboten, die Wege zu verlassen, wegen des hohen Wildvorkommens dürfen auch keine Hunde mitgeführt werden.

Die Strecke führt von Frauenberg (Treffpunkt: 10 Uhr am Wanderparkplatz am Fuß der Frauenburg) bis ins Steinalbtal am entgegengesetzten südöstlichen Ende des Übungsplatzes. Es geht vorbei an geräumten Dörfern wie Breungenborn und Frohnhausen, an einer römischen Villa Rustica, an keltischen Gräbern und hinauf zum Aussichtspunkt Plättchen. Auch der Wilsenberg hoch über Kirchenbollenbach bietet – bei schönem Wetter – einen überwältigenden 360-Grad-Blick. Bei Kilometer 12 und 19 besteht die Möglichkeit, in den Shuttlebus umzusteigen

Gerade jetzt im Herbst ist die Natur auf dem "Platz" atemberaubend schön, erinnert an die Lüneburger Heide. Da stören auch Hinterlassenschaften der Militärs kaum: Verrostete und von Schüssen durchsiebte Panzer dienen als Wegmarken und Angriffsziele. Für die Fauna und Flora war die weitgehende Verbannung des Menschen ein Segen: Der Truppenübungsplatz ist trotz seiner militärischen Nutzung heute ein riesiges Naturschutzgebiet, in dem sich unter anderem der Luchs und der Schwarzstorch wohl fühlen.

Von unserem Redakteur

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