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Niederwörresbach

Großsporthalle nach Ferien wieder nutzbar

Andreas Nitsch

Die vom Hochwasser Ende Mai stark in Mitleidenschaft gezogene Großsporthalle in Niederwörresbach, in der zum Teil auch der Sportunterricht für Schüler der IGS Herrstein-Rhaunen stattfindet, soll nach den Herbstferien wieder genutzt werden können. Das berichtete Volker Schwinn von der Herrsteiner VG-Verwaltung den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses. Eine Spezialfirma hat am Dienstag damit begonnen, den neuen Hallenboden zu verlegen, und versprochen, bis nach den Ferien fertig zu sein, fügte Bürgermeister Uwe Weber hinzu.

Auf etwa 400.000 Euro sind die Schäden geschätzt worden. Türen und Fenster haben während der Katastrophe zwar standgehalten, dennoch gelangte das Wasser durch die Ritzen in das Gebäude. Letztlich erreichte der Pegel 15 Zentimeter. Der Schwingboden – so bezeichnet man Bodenbeläge für Sporthallen, die unter Belastung nachgeben – wurde komplett überflutet und konnte nicht mehr gerettet werden. Rund 80 Leute – Mitglieder verschiedener Vereine – hatten sich kurz nach dem Unglück spontan für einen Arbeitseinsatz an einem Samstag zur Verfügung gestellt. Sechs Container wurden mit Müll gefüllt, der Inhalt konnte kostenfrei entsorgt worden. Mit der Verlegung des neuen Bodens musste allerdings noch gewartet werden, da die massive Feuchte in dem Gebäude zunächst noch die Oberhand behielt. Zahlreiche Trocknungsgeräte waren deshalb wochenlang im Einsatz.

Ein Problem stellte die Tribüne an der Seite dar. Niemand wusste, wie das Gestell etwa abgebaut oder sonst bewegt werden konnte. Ein Zufall brachte ans Tageslicht, dass die Tribüne auf Rollen gestellt und so zu einem neuen Standort transportiert werden kann. So geschah es dann auch, und der Boden darunter konnte ebenfalls entfernt werden.

Erhöhte Schimmelgefahr

Ähnlich war die Situation in der benachbarten Kunstturnhalle, die mit Matten ausgelegt war. Der Schaumstoff sog sich voll mit Wasser. Ein Trocknen war unmöglich, vielmehr bestand erhöhte Schimmelgefahr. Von der zwei Meter tiefen Schnitzelgrube, die eventuelle Stürze der Turner vom Gerät abfedern soll, ganz zu schweigen. Die Grube wurde komplett geflutet, sämtliches Material quoll auf. All dies belegte Volker Schwinn in der Ausschusssitzung mit aussagekräftigen Fotos, die er per PowerPoint auf eine Leinwand projizierte.

Darauf zu erkennen war auch, welche Schwierigkeiten sich beim Boden im Foyer ergeben hatten. Dort ist einst ein sogenannter schwimmender Estrich verlegt worden. Das heißt, dass sich darunter Styropor befindet. Und auch dieses Styropor war an vielen Stellen mit Wasser vollgesogen. Um zu vermeiden, dass auch im Foyer der komplette Boden herausgerissen werden muss, wurden zahlreiche kleine Löcher gebohrt, durch die heiße Luft geblasen wird, um das Styropor zu trocknen. Das ist eine aufwendige Arbeit, funktioniert aber – auch wenn sich die Arbeiter in diesem Teil des Multigebäudes wie in einer Sauna vorkommen.

Brenner wurde ausgetauscht

Die Arbeiten im Heizungskeller kommen ebenfalls gut voran. Die Kessel haben dem Wasser erfolgreich Widerstand geleistet, sodass sie nicht ausgetauscht werden mussten. Allerdings wurde ein neuer Brenner benötigt. Ein weiterer Knackpunkt war noch der Elektronikkasten, der für die Belüftung notwendig ist. Doch auch dieses Problem bekamen die Verantwortlichen in den Griff.

Ganz wichtig ist, dass mittlerweile auch geklärt ist, wer die Kosten für die Beseitigung der Schäden übernimmt. Nach einem Gespräch einer Delegation aus Herrstein im Mainzer Innenministerium hat das Land Rheinland-Pfalz zugesagt, die Beseitigung der Schäden des im Eigentum der Verbandsgemeinde Herrstein befindlichen Sportzentrums in Niederwörresbach höchstmöglich zu bezuschussen.

Von unserem Redakteur
Andreas Nitsch
Idar-Oberstein Birkenfeld
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