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Kelberg/Ulmen

Thomas Brost will Bürgermeister werden: Ulmener bewirbt sich für VG Kelberg


Dieter Junker

Ein Ulmener Jung will neuer Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kelberg werden: Thomas Brost, der mittlerweile in Berenbach mit seiner Familie lebt, hat seinen Hut in den Ring geworfen. Am 14. Januar wird der Nachfolger des langjährigen VG-Chefs Karl Häfner (CDU) gewählt.

Das Rathaus in Kelberg. Hier will Thomas Brost aus Berenbach im nächsten Jahr neuer Chef werden.
Das Rathaus in Kelberg. Hier will Thomas Brost aus Berenbach im nächsten Jahr neuer Chef werden.
Foto: privat

Der Name Brost ist in der Ulmener Kommunalpolitik bestens vertraut. Lange Jahre war Josef Brost, der Vater des Kandidaten, Ortsbürgermeister der Eifelgemeinde. „Die Politik wurde mir quasi in die Wiege gelegt“, sagt sein Sohn schmunzelnd. Und wie sein Vater Josef ist auch er eng mit Ulmen und der Region verbunden. In Ulmen besuchte er die Grund- und die Hauptschule, 1983 begann er in der Verbandsgemeindeverwaltung Ulmen seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten. Thomas Brost war im Verkehrsamt der Verbandsgemeinde tätig, bevor er beruflich in die Staatskanzlei nach Mainz wechselte. Bereits 1994 kehrte er in den Kreis Cochem-Zell zurück und arbeitete bei der Kreisverwaltung in Cochem. Immerhin bis 2016. „Hier lernte ich drei Landräte kennen, aber auch den heutigen Bürgermeister der Verbandsgemeinde Ulmen, der damals Sozialdezernent in der Kreisverwaltung war“, meint er. Für seine möglicherweise künftige Tätigkeit auf den Chefsessel in Kelberg vielleicht eine gute Voraussetzung, steht doch die Verbandsgemeinde Kelberg auf der Liste derjenigen Kommunen im Land, die im Rahmen der Gebietsreform Veränderungsbedarf haben und der von einem Gutachter eine Fusion mit der Verbandsgemeinde Ulmen angeraten wird. „Das ist vielleicht von Vorteil, das mag sein. Aber ich gehe derzeit nicht davon aus, dass das Thema Gebietsreform in absehbarer Zeit eine Rolle spielt“, entgegnet Thomas Brost und verweist darauf, dass das Land ja einer vollen Amtszeit des künftigen Kelberger VG-Bürgermeisters zugestimmt hat. „Und das sind acht Jahre. Dies wäre sicher nicht der Fall gewesen, wenn in Kürze eine Fusion anstehen würde“, ist sich der 52-jährige Bürgermeisterkandidat sicher.

Thomas Brost tritt in Kelberg an.
Thomas Brost tritt in Kelberg an.
Foto: privat

Auch wenn Thomas Brost aus Ulmen stammt und auch heute noch eng mit der Region verbunden ist – er ist nach wie vor in der Freiwilligen Feuerwehr Ulmen aktiv und war bis 2015 Stellvertretender Wehrführer –, so ist doch die VG Kelberg für ihn neue Heimat geworden.

In seinem Wohnort Berenbach war er 20 Jahre lang Ortsbürgermeister (bis 2014), viele Jahre Mitglied und Fraktionsvorsitzender im VG-Rat Kelberg, und er engagiert sich in der Arbeitsgruppe zum Erhalt der VG Kelberg. „Hier ist meine Heimat, hier wohne ich, hier lebe ich, hier verbringe ich meine Freizeit“, betont der Vater zweier Söhne.

Seit Frühjahr 2016 ist er Fachbereichsleiter in der Verbandsgemeindeverwaltung Obere Kyll in Jünkerath. „Ich denke, aufgrund meiner beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeiten und auch meiner Verbundenheit mit der Verbandsgemeinde Kelberg bin ich für das Bürgermeisteramt geeignet, und ich traue es mir auch zu, in den kommenden acht Jahren die Verbandsgemeinde sowohl als Verwaltungsleiter wie auch in den kommenden politischen Aufgabenstellungen als Bürgermeister zu führen und zu vertreten“, macht er deutlich.

Brost ist seit 1983 CDU-Mitglied, er führte zwar auch Gespräche mit der Union, doch dann entschied er sich, als Einzelbewerber anzutreten. Die Kelberger CDU, traditionell die Mehrheitspartei in der Verbandsgemeinde, hat dagegen beschlossen, keinen eigenen Kandidaten zu benennen. Derzeit haben sich fünf Bewerber für das Bürgermeisteramt gemeldet, bis zum 30. November dürfen noch Bewerbungen abgegeben werden. Bereits bekannt ist, dass der langjährige VG-Büroleiter Johannes Saxler antreten wird. Wahrscheinlich wird daher wohl erst in einer Stichwahl Ende Januar die Entscheidung fallen. Für Thomas Brost steht nun erst mal der Wahlkampf an. Und er muss ausreichend Unterstützungsunterschriften beibringen. Damit er dann auch als Kandidat auf dem Wahlzettel stehen darf.

Von unserem Mitarbeiter Dieter Junker

Ehrenamtlich auf einigen Ebenen engagiert

Thomas Brost wurde 1965 in Daun geboren, er besuchte in Ulmen die Grund- und die Hauptschule. 1983 begann er in Ulmen mit der Verwaltungsausbildung. Seit 2016 ist er Fachbereichsleiter „Bürgerdienste“ in der VG Obere Kyll.

In Ulmen ist er in der Freiwilligen Feuerwehr tätig, er war bis 2015 stellvertretender Wehrführer. Bis 2015 hat er auch eine Fußballmannschaft trainiert, er arbeitet ehrenamtlich als Helfer in der Notfallseelsorge am Nürburgring und startet demnächst eine Ausbildung zum First Responder für die Gemeinden Berenbach und Hörschhausen. In der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Mayen ist Brost zudem als ehrenamtlicher Prüfer tätig. dj

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