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Cochem-Zell

"Schwarze Amigos" im "rechtsfreien Raum": Oster und Pullich geben sich angriffslustig

Nach dem Kreisparteitag kommt von den Kreisverbänden von SPD und Grünen scharfe Kritik am Umgang der Christdemokraten mit der Spendenaffäre.

Joscha Pullich (links, Bündnis 90/Die Grünen) und Benedikt Oster (SPD) kritisieren die Kreis-CDU nach deren Parteitag mit scharfen Worten.
Joscha Pullich (links, Bündnis 90/Die Grünen) und Benedikt Oster (SPD) kritisieren die Kreis-CDU nach deren Parteitag mit scharfen Worten.
Foto: Fotos: Rühle

„Die Tränen, die Anke Beilstein während ihrer Rede vergossen hat, sind allenfalls Krokodilstränen“, sagte SPD-Kreisvorsitzender Benedikt Oster bissig. Wer nicht in der Lage sei, den „größten politischen Skandal seit Bestehen des Kreises Cochem-Zell“ mit professionellem Krisenmanagement und einer transparenten und ehrlichen Kommunikation sowie der Übernahme persönlicher Verantwortung zu bewältigen, solle die Finger von politischen Spitzenämtern lassen, so Oster.

Und sein Pendant von den Grünen, Joscha Pullich, reibt sich ungläubig die Augen und sagt: „Wir können nicht einfach glauben, dass von einem illegalen Finanzierungssystem, das über Jahrzehnte lief und in dem offenbar alle Funktionsträger der Partei eine Rolle spielten, niemand etwas gewusst hat.“ Es könne nicht sein, schimpft Pullich, dass „sich schwarze Amigos einen rechtsfreien Raum“ schaffen würden. Sobald der Grünen-Kreisverband als auch die Landtagsfraktion fordern die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses zur Spendenaffäre.

Die Tränen, die Anke Beilstein während ihrer Rede vergossen hat, sind allenfalls Krokodilstränen.

MdL Benedikt Oster, SPD-Kreisvorsitzender

Zum Weinen sei die Spendenaffäre eher für die Menschen im Kreis, sagt Benedikt Oster lakonisch. Die müssten ertragen, dass wegen des Fehlverhaltens von „verantwortungslosen CDU-Politikern“ der Ruf einer gesamten Region in den Schmutz gezogen werde, urteilt der SPD-Kreischef. Und eine Watsche zielt auf die CDU-Mitglieder. Dass sie Beilstein mit großer Mehrheit in ihrem Amt bestätigten, erzeuge bei ihm nur Kopfschütteln. „Die CDU-Mitglieder haben erneut die Chance verpasst, ihr Führungspersonal auszutauschen.“

Seine Landtagskollegin Beilstein schlüpfe in die Rolle der Unschuldigen, die vermeintlich alles ausbaden muss, was ihr Vorgänger Bleser ihr angeblich eingebrockt hat. Dabei sei sie bereits 1989 als Mitarbeiterin der Kreisverwaltung an der Bearbeitung des Schreibens des CDU-Politikers Werner Langen an Landrat Rudolf Schwan in Sachen Gestütbau Mauss beteiligt gewesen. Beilstein sei nicht das Opfer der Mauss-Affäre. Oster: „Sie ist mittendrin statt nur dabei und Teil dieses schmutzigen Skandals.“

Die SPD fühle sich durch das Verhalten der CDU-Mitglieder darin bestätigt, dass es wichtig sei, als größte Oppositionskraft im Kreis „zur vollständigen Aufarbeitung und Aufklärung der Mauss-Affäre“ beizutragen. Oster: „Wir werden nicht locker lassen, bis die gesamte Spendenaffäre Mauss mit allen Beteiligten und allen Tatbeständen vollumfänglich aufgeklärt ist.“ red

Cochem Zell
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