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    Umgehung in Kruft soll keine Kraftfahrstraße werden

    Die Ortsumgehung ist nun seit knapp zwei Monaten (30. Juli) eröffnet, da ist sie erneut Thema in Kruft. Der Grund: Die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz hat die B 256 Ende August als Kraftfahrstraße ausgewiesen.

    Die alte Bundesstraße (Foto) soll durch die Ortsumgehung entlastet werden. Allerdings befürchtet die Gemeinde, dass der landwirtschaftliche Verkehr im Ort zunimmt, wenn die Umgehung als Kraftfahrstraße ausgezeichnet bleibt.
    Die alte Bundesstraße (Foto) soll durch die Ortsumgehung entlastet werden. Allerdings befürchtet die Gemeinde, dass der landwirtschaftliche Verkehr im Ort zunimmt, wenn die Umgehung als Kraftfahrstraße ausgezeichnet bleibt.
    Foto: Katrin Franzen

    Von unserer Redakteurin Katrin Franzen

    Damit folgte sie einer verkehrsrechtlichen Anordnung. Eine entsprechende Beschilderung wurde angeordnet. Als Ortschef Rudolf Schneichel davon erfuhr, gingen bei ihm sofort die Alarmglocken an, und er setzte das Thema direkt auf die Tagesordnung der folgenden Ratssitzung: "Wir wollen das zurücknehmen", betonte er.

    Konkret ist die Bundesstraße auf den 3,2 Kilometern zwischen Kruft-West und -Ost jetzt nur noch für Fahrzeuge nutzbar, die schneller als 60 km/h fahren können. Schneichel erklärt: "Dann fahren die langsameren Maschinen alle wieder durch den Ort." Vor allem befürchtet die Ortsgemeinde, dass insbesondere der landwirtschaftliche Verkehr das Dorf verstärkt belasten wird. In der Beschlussvorlage des Rates teilt die Ortsgemeinde mit: "Die strikte Ausweisung der neuen Ortsumgehung Kruft als Kraftfahrstraße wirkt daher für die gewünschte Entlastung des Innerortsverkehrs eher kontraproduktiv." Schneichel berichtete, dass der Landesbetrieb Mobilität ihm erklärt habe, dass die Rechtssituation nur verändert werden kann, wenn der Planfeststellungsbeschluss geändert wird. Denn darin wurde 2004 festgelegt, dass die Ortsumgehung als Kraftfahrstraße ausgewiesen werden soll. Jetzt hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, dass die Ausweisung der neuen Ortsumgehung als Kraftfahrstraße im Planfeststellungsbeschluss vom 19. April 2004 aufgehoben wird. Schneichel betonte: "Es ist ein Verwaltungsakt. Wir stoßen das mit dem heutigen Beschluss an." Ob es so kommt, wie die Gemeinde es sich wünscht, sei nicht klar. "Aber wir sollten es versuchen", meinte Schneichel. Es würde noch einige Zeit dauern, bis die landwirtschaftlichen Maschinen so aufgerüstet sind, dass sie schneller als 60 km/h fahren dürften. Und so lange müssten sie andernfalls über die alte Bundesstraße durch den Ort fahren.

    Umbenennung der ehemaligen B 256: Bürger sollen Vorschläge machen

    Wie soll die ehemalige Bundesstraße 256 in Kruft heißen, die mittlerweile zur Dorfstraße abgestuft wurde? Die CDU-Bürgerblockfraktion im Krufter Ortsgemeinderat hat vorgeschlagen, die Straße in "Alte Chaussee" umzubenennen. Der Name sei eh im Ort geläufig. Ein anderes Ratsmitglied berichtete, man höre oft: "Der wohnt auf der Chaussee."

    Jürgen Zinken erklärte, dass seine Fraktion zudem vorschlägt, den Bürgern die Gelegenheit zu geben, bis zum 15. Oktober selbst Vorschläge einzureichen. Er sagte: "Wir wollen das Vorschlagswesen anstupsen." Dann könne der Rat in der nächsten Sitzung einen Straßennamen beschließen. Zugleich schlug Zinken vor, dass die neuen Straßenschilder in Blau mit weißer historischer Schrift gestaltet werden sollen, falls man sich auf den Namen "Alte Chaussee" einige.

    Ottmar Luxem reagierte erbost auf den Antrag seiner Fraktion: "Ich kann dem Vorschlag nicht folgen. Man hätte die Bürger vorher fragen sollen, in Form einer Bürgerversammlung. Mir geht es ums Prozedere." Ortschef Rudolf Schneichel klärte auf, dass ja noch gar kein Name beschlossen sei. Und er informierte, dass für die Bürger an der alten Bundesstraße keine Kosten entstünden - außer für gefertigte Visitenkarten oder Briefpapier. "Die Hausnummern können meinetwegen bleiben", meinte er. So können die Bürger bis zum 15. Oktober ihre Vorschläge für eine Namensgebung an die Ortsgemeinde schicken. kaf

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