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Kell

Packende Zweikämpfe in Kell: 54 Teams gingen bei Mofarennen an den Start

Es sind die packenden Zweikämpfe in den engen Kurven und Geraden sowie das ohrenbetäubende Geknatter und der Geruch von Öl und Benzin sowie der Staub, der viele Fans süchtig macht. In Kell haben etwa 160 Piloten in 54 Teams um die vorderen Plätze gerungen.

Von unserem Mitarbeiter Silvin Müller

Drei Stunden lang setzten sie sich beim Mofarennen des Mofa Clubs Kell mit Spitzengeschwindigkeiten von rund 80 Kilometern pro Stunde den Strapazen der Strecke aus. Durch den Regen der Vortage hatten sich bereits wenige Runden nach dem Start tiefe Furchen und Buckel gebildet, die es zu umfahren galt.

Trotzdem konnten die Fans beobachten, wie sich die Fahrer dennoch tief in die Kurven legten. Bei der engen Streckenführung blieb im Pulk oft nur wenig Platz zum Manövrieren. So landeten einige Piloten unsanft auf dem Boden, da sie entweder beim Ausweichen ins Straucheln kamen oder der nasse Boden in den Biegungen einfach wegrutschte. Dass der Wechsel von Tempo und abruptem Bremsen den Maschinen zusetzte, war bereits im ersten Renndrittel zu erkennen. Es gab abgebrochene Auspuffe und durchgebrannte Kolben.

Das Rennen war packend von den ersten Minuten an. Das Team Safti 1 kam gut weg und konnte schon kurz nach Beginn in Führung gehen. Viele Augen der Fans waren natürlich auf das Team ZD Racing gerichtet, das nach den Siegen der vergangenen zwei Jahre ein drittes Mal nach oben auf das Siegertreppchen wollte. Doch bei ihnen klappte es nicht so gut: "Wir hatten jede Menge Ausfälle und mussten in der Nacht vor dem Rennen noch den Motor erneuern, da wir beim Training einen Getriebeschaden hatten", erklärte Michael Heuft enttäuscht. Zudem kam ein Sturz hinzu. "Vor dem Regen ging es super, danach war es wie auf Glatteis", meinte der Mendiger.

Im Gegensatz dazu lief es beim Team Safti 1 hervorragend: "Im vergangenen Jahr sind alle drei Mofas von uns kaputtgegangen. Nun haben wir uns intensiv vorher vorbereitet", sagte Jürgen Wolf. Dies sah auch Safti-1-Teamchef Wolfgang Eller so: "Dieses Mal hat endlich alles funktioniert." Ein heißes Kopf-an-Kopf-Duell lieferten sich die Teams MRC Galenberg und Eicher 2 Takt: "Für uns ist es gut gelaufen. Nach einem vermasselten Start lagen wir bis kurz vor Schluss auf dem vierten Platz und konnten dann aufholen", erläuterte Stefan Schumacher aus Galenberg bei Niederzissen. Insgesamt Glück hatten noch die Eicher: "Die letzten Minuten hatten wir einen Platten und kurz nach dem Ziel ist der Kolbenring durchgebrochen", meinte Stefan Marx.

Natürlich fieberten auch die Zuschauer mit, sei es beim Ortskampf der Kells Angels gegen die Büffel Riders oder dem Abschneiden von Bekannten. "Ich bin früher Mofa und Motorrad gefahren", schilderte die Kellerin Rita Schmitz, die schon zum elften Mal an der Kuchentheke verkaufte. Dass ein Großteil des Dorfes beim Rennen hilft oder als Zuschauer jubelt, fand ebenso ihre Kollegin Anna Müller super, deren Sohn und Enkel schon unter den Teilnehmern waren: "Das Mofarennen ist immer ein Highlight für Kell." Sowohl Moderator Michael Münz als auch der Rennleiter waren mit dem Ablauf sehr zufrieden: "Es gab zum Glück keine nennenswerten Verletzungen. Ein großes Lob gilt den 150 Helfern", resümierte Patrick Sattler.

Auf die ersten drei Plätze in der 80-Kubik-Klasse kamen Safti 1 sowie MRC Galenberg und Eicher 2-Takt. In der 50-Kubik-Klasse siegte VH Racing vor den CCM Zwergen und Top Race. Die Keller Heidschnucken, das einzige Frauenteam am Start, belegte in der 80-Kubik-Klasse Platz 24.

Mehr Fotos vom Mofarennen finden Sie unter der Adresse www.rhein-zeitung.de/andernach

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