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Mayen

[Mit Video] Mayen benennt Burgweg nach Mario Adorf

„Mario-Adorf-Burgweg“, so heißt ab sofort der Weg, der vom Oberen Marktplatz zur Genovevaburg in Mayen hinaufführt. Damit ehrt die Stadt ihren wohl berühmtesten Sohn. Mario Adorf, der sich selbst als Mayener Jung bezeichnet, ist in den 1930er- und 1940er-Jahren in der Eifelstadt aufgewachsen.

Mario Adorf (rechts) schlendert in Richtung Genovevaburg. Mayens Oberbürgermeister Wolfgang Treis begleitet den Schauspieler, dessen Name der Burgweg nun trägt.
Mario Adorf (rechts) schlendert in Richtung Genovevaburg. Mayens Oberbürgermeister Wolfgang Treis begleitet den Schauspieler, dessen Name der Burgweg nun trägt.
Foto: Hilko Röttgers

Von unserem Redakteur Hilko Röttgers

Bis heute kommt er etwa einmal im Jahr zurück in seine alte Heimat – so auch jetzt zur offiziellen Enthüllung des Straßenschildes, das seinen Namen trägt.

"Schmeichelhaft" sei diese Auszeichnung für ihn, sagte Adorf, der bereits seit 2001 Ehrenbürger der Stadt Mayen ist. Anfangs habe er allerdings Bedenken gehabt, die Ehrung anzunehmen. "Normalerweise macht man so was ja bei Toten", sagte der 83-Jährige. Doch dann habe er über die Sache nachgedacht. "Und es gibt keinen Grund, das abzulehnen. Ich bin aber froh, dass es nur ein Weg ist, und nicht eine Straße oder ein Boulevard." Das wäre ihm sonst zu unbescheiden gewesen. Wie Adorf erzählte, ist der Burgweg die erste Straße, die nach ihm benannt wurde. "Und ich nehme an, da kommt auch keine mehr nach", sagte der Schauspieler, der bereits seit dem Wochenende in der Eifel weilte.

Einstimmige Entscheidung

Die Entscheidung, den Burgweg nach Mario Adorf zu benennen, hatte der Mayener Stadtrat im vergangenen Jahr einstimmig getroffen. Mayens Oberbürgermeister Wolfgang Treis erläuterte: "Wir wollten etwas finden, das im Mittelpunkt unserer Stadt ist." Da habe sich die Genovevaburg angeboten, nicht zuletzt auch wegen der Mayener Burgfestspiele, deren Pate Adorf ist. Auch diese Verbindung hat Adorf am Wochenende gepflegt. Am Samstag war er Gast bei der Premiere von "Wer hat Angst vor Virginia Woolf".

Dass der Weltstar wieder einmal in der Stadt war, freute auch die Mayener. Etliche Fans warteten gestern Vormittag auf dem Oberen Marktplatz auf Adorfs Ankunft. Nach der offiziellen Enthüllung des Straßenschilds schlenderten viele noch zusammen mit Adorf den Burgweg hinauf zum Eifelmuseum, wo die Stadt einen Empfang vorbereitet hatte. Einige suchten auch das Gespräch mit dem Schauspieler. Eine Mayenerin hatte sogar eine alte Schwarz-Weiß-Aufnahme dabei, auf der der dreijährige Adorf zu sehen ist. "Das hat mich gerade sehr gefreut", sagte Adorf, "dass es noch solche Fotos gibt." Überhaupt spüre er wieder eine stärkere Verbundenheit zu Mayen. Als junge Mann wollte er raus aus Mayen und in die weite Welt. "Aber wenn man älter wird", sagte Adorf, "dann fragt man sich: Wo kommt man her? Die Erinnerungen werden wieder stärker."

Dasselbe lässt sich für die Stadt Mayen sagen. Dort erinnert nun der Mario-Adorf-Burgweg an den berühmten Sohn der Stadt.

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RZ-Videoreporterin Jennifer de Luca hatte die Gelegenheit mit ihm zu sprechen:

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