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    Kandidatenporträt Wahlkreis 11: CDU tritt mit Hedi Thelen an

    Karneval ist vorbei, jetzt beginnt die heiße Phase des Landtagswahlkampfs. Die RZ Mayen-Koblenz stellt nach und nach die Kandidaten vor, die in den Wahlkreisen antreten. Zum Auftakt: Hedi Thelen von der CDU im Wahlkreis 11.

    Vor der IGS Pellenz in Plaidt lässt sich Hedi Thelen fotografieren, denn in der Bildungspolitik muss sich aus ihrer Sicht etwas tun.  Foto: Stock
    Vor der IGS Pellenz in Plaidt lässt sich Hedi Thelen fotografieren, denn in der Bildungspolitik muss sich aus ihrer Sicht etwas tun.
    Foto: Stock

    Von unserer Redakteurin Yvonne Stock

    Plaidt. Vielleicht ist Hedi Thelen nach 20 Jahren im Landtag vor dieser Wahl einem Ministeramt näher als jemals zuvor. Die Prognosen sehen die CDU vorn, die anerkannte Sozialexpertin ist Mitglied in Julia Klöckners Kompetenzteam. "Das wäre toll", sagt Plaidterin auf die Frage, was das denn für sie bedeuten würde. "Ich hätte schon ein Arbeitsprogramm im Kopf." Aber sie sei Realistin und wisse, dass sie bis dahin viele Hürden nehmen müsse.

    Thelen, die nach gekämpfter Redeschlacht im Landtag mit ihren politischen Kontrahenten problemlos einen Kaffee trinken geht, lockt nach so langer Oppositionszeit die Möglichkeit, gestalten zu können. Es ist jedoch nicht ihre Art, auf den Gegner einzudreschen. Ganz die Realistin meint sie: "Wir werden das Rad nicht neu erfinden."

    Einiges anders machen will Thelen, deren Vater schon in der CDU aktiv war und die mit Politik aufgewachsen ist, durchaus. Der demografische Wandel zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Themen. Dazu vermisst sie ein Gesamtkonzept bei der Landesregierung. "Wir müssen uns gut wappnen, damit man in Würde alt werden kann", meint die 59-Jährige. Dazu gehören bei ihr gute Arbeits- und Lebensbedingungen, Pflege, Bildung, Gesundheit und Infrastruktur. Bei Letzterer sagt sie in Richtung Grüne: "Mit einer Asphaltphobie kommt man da nicht weiter." Die Pendler dürften nicht vergrault und es müssten mehr Arbeitgeber ins Land gelockt werden.

    RZ-Wahlfragebogen: Hedi Thelen antwortet

    Thelen ist die Wahlfreiheit für Eltern zwischen Selbst- und Fremdbetreuung des Kindes wichtig. Die Plaidterin war vor ihrer politischen Karriere beim Kreis May-en-Koblenz beschäftigt und dort unter anderem Frauenbeauftragte. Das Thema Chancengleichheit zieht sich durch ihre Vita, auch durch die persönliche: Ihr Mann hielt ihr den Rücken frei, indem er Erziehungsurlaub für die Tochter genommen hat. Heute beschäftigt Thelen das Thema als Mitglied des Bundesvorstands der Frauen-Union, und sie trommelt weiter bei den Arbeitgebern für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

    Auch die Kitaqualität müsse verbessert werden: "Das Ziel ist eine bessere Erzieher-Kind-Quote, aber man muss gucken, wie es finanzierbar ist", sagt Thelen. Auch der Ausbau müsse weiter vorangehen, dazu kennt das Verbandsgemeinderatsmitglied jedoch auch die andere Seite: "Es geht um die finanzielle Belastung der Kommunen. Die Zuschüsse aus Mainz sind nicht berauschend." Um die Randzeiten abzudecken, will Thelen ermöglichen, dass Tagespfleger Kitaräume etwa morgens vor der offiziellen Öffnung nutzen können.

    Bei sinkenden Geburtenzahlen müsse man "jedes Kind mitnehmen". Fast klingt die Politikerin nach SPD, wenn sie fordert, den Zusammenhang zwischen Herkunft und Bildungschancen zu entkoppeln. Thelen gibt zu, dass auch sie dafür noch kein Rezept hat.

    Schüler könnten derzeit kaum individuell gefördert werden, weil zu viel Unterricht ausfiele und in weiterführenden Schulen die Klassen zu groß seien, kritisiert sie. Um das notwendig Mehr an Lehrern zu finanzieren, wolle die CDU andere Prioritäten setzen, etwa "keine Energieagentur finanzieren und den Naturpark reduzieren". Auch die Sozialausgaben müssten auf ihre Effektivität hin geprüft werden.

    "Den drohenden Ärztemangel hat die Landesregierung zu lange vernachlässigt", kritisiert Thelen. 70 Prozent der Hausärzte in Andernach gingen bis 2020 in Rente. Bei einer zehnjährigen Ausbildungszeit hätte man früher mehr Studienplätze schaffen müssen.

    Wenn Thelen solche Probleme sieht, dann will sie diese unbedingt lösen: "Mir macht Politik immer noch Spaß." Die Abgeordnete erwartet ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem SPD-Kandidaten Clemens Hoch um das Direktmandat. "Das hält die Sache spannend." Mit einem 19. Listenplatz kann Thelen das so entspannt sehen. Nur die Wahlbeteiligung macht ihr Sorgen: "Man sollte sich nicht zu sicher sein, dass es wie immer läuft", sagt sie in Richtung der Wähler.

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