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Münstermaifeld

Heimat- und Erlebnismuseum Münstermaifeld präsentiert seine Sammlung neu

Jetzt bezeichnet es sich als das größte Ladenmuseum Deutschlands: Das Heimat- und Erlebnismuseum Münstermaifeld präsentiert sich nach seiner Erweiterung noch größer. Unter dem Motto "Anno dazumal" können die Gäste jetzt insgesamt 30 Geschäfte, Betriebe, Büros der 1920er- bis 1950er-Jahre besuchen.

Noch größer präsentiert sich das Heimat- und Erlebnismuseum Münstermaifeld nach seiner Erweiterung.
Noch größer präsentiert sich das Heimat- und Erlebnismuseum Münstermaifeld nach seiner Erweiterung.

Darunter auch eine Schulklasse und eine alte Kneipe. Am Sonntag, 27. September, 11 bis 18 Uhr, feiert die Stadt die Eröffnung des erweiterten Museums. Im Dachgeschoss der alten Propstei I im Münstermaifelder Rosengarten wurden der Milchladen, die Poststelle, ein Reisebüro und eine Arztpraxis neu eingerichtet. Nach oben umgezogen sind Forstamt, Malerwerkstatt, Bierniederlage und Strickerei.

"Damit dürfen wir uns jetzt größtes Ladenmuseum Deutschlands nennen", freut sich Museumschef und Initiator Willi Kirchesch. In den vergangenen Monaten hat er sich um die Ausstattung der neuen Räume gekümmert, aber auch die vorhandenen noch aufpoliert.

So erwarb er einige Paar alte Schuhe für das Schuhgeschäft mit Schusterei. Für das neue Reisebüro fand er noch original Reiseprospekte aus den 50er-Jahren, die Einblick geben in die damaligen Urlaubsgewohnheiten und -ziele von heutigen Großeltern.

Seit vier Jahrzehnten schon ist der pensionierte Postbeamte der Sammelwut verfallen. Als andere den "alten Kram" noch achtlos wegwarfen, sicherte er sich schon die Relikte aus vergangenen Zeiten. Zwei Museen richtete er ein: Das Heimat- und Erlebnismuseum der Stadt Münstermaifeld und das "Nostalgikum" in Uersfeld.

Und immer noch ist Kirchesch Stammgast auf allen Antik- und Trödelmärkten im weiten Umkreis und behält auch das Angebot im Internet genau im Blick.

Oft mangelt es aber einfach am Platz. "Ich könnte noch viel mehr Räume bestücken", sagt der 63-Jährige. Auch deshalb überließ ihm Stadtbürgermeisterin Claudia Schneider jetzt den Speicher der alten Propstei I für weitere Ausstellungen.

Das Museum hat einen Ruf, der weit über die Region hinausreicht, heißt es weiter in einer Pressemitteilung. Immer wieder erfreuen sich die Besucher an den Erinnerungsstücken aus alten Zeiten. Gäste aus Australien, Neuseeland und Japan beispielsweise haben sich im Goldenen Buch des Museums eingetragen. Begeistert tauchen sie ein in "anno dazumal", in die Zeit der Groß- und Urgroßeltern. Manche erleben dabei auch noch einmal ein Stück Kindheit.

"Die Nostalgiewelle hat noch lange nicht ihren Höhepunkt erreicht", meint Kirchesch und verweist auf 4000 Antik- und Flohmärkte sowie zahlreiche Auktionen in Deutschland, wo Sammlerstücke wie alte Emailleschilder und Werbefiguren für viel Geld zu erwerben sind. Sein großes Ziel: Er will das Museum noch um Bekleidungsgeschäft, Fahrradgeschäft, Eisenwarenladen und Haushaltswarengeschäft sowie ein Café erweitern. "Dann wären hier alle Arten der 50 Geschäfte vertreten, die es in den 40er- und 50er-Jahren in Münstermaifeld gab."

Die Öffnungszeiten

Das Heimat- und Erlebnismuseum Münstermaifeld ist in der Saison vom 1. April bis 31. Oktober mittwochs bis sonntags sowie feiertags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt Erwachsene 5 Euro, Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren 3,50 Euro. Beim Fest am Sonntag, 27. September, ist im Rosengarten zusätzlich noch eine Ausstellung alter Landmaschinen zu sehen. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt.

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