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Andernach

Gelungener Höhepunkt der Session: Andernacher Jecken feiern im Konfettiregen

Martina Koch

Sechs intensive Wochen liegen hinter den Andernacher Karnevalisten – doch von Müdigkeit oder gar Erschöpfung keine Spur. Ganz im Gegenteil: Die Aktiven feiern den Höhepunkt der Session an Rosenmontag ausgelassen mit ihrem 99 Nummern zählenden Umzug durch die Stadt. „Wir könnten gerade so weitermachen“, betont Prinz Thomas I. (Manstein), der nach langen Tagen voller närrischer Termine keinerlei Ermüdungserscheinungen zeigt.

Bunte Ballons, bunte Kostüme, buntes Konfetti: Tausende jubeln den Aktiven der 99 Zugnummern zu.
Bunte Ballons, bunte Kostüme, buntes Konfetti: Tausende jubeln den Aktiven der 99 Zugnummern zu.
Foto: Katrin Steinert

Während der närrische Hofstaat voller Vorfreude vollständig angetreten ist, um Tausenden Zuschauern zuzujubeln, die die Straßen der Bäckerjungenstadt säumen, muss die Zugleitung einen krankheitsbedingten Ausfall hinnehmen: „Normalerweise teilen wir uns die Zugleitung zu dritt, heute sind wir zu zweit im Einsatz“, erzählt Zugleiter Jürgen Senft. Raschen Schritts läuft er den Aufstellungsbereich im Schillerring ab, damit der Zug sich pünktlich um 14.11 Uhr in Bewegung setzen kann.

Die Veranstalter vom Festausschuss Andernacher Karneval und die anderen Aktiven haben nichts dem Zufall überlassen, um diesen Rosenmontag zu einem besonderen zu machen: Mit zwölf Paletten Wurfmaterial ist allein der Prunkwagen des Prinzenpaares beladen, der traditionell den Abschluss des Umzugs bildet. Unter anderem werfen Prinzenpaar und Hofstaat dem närrischen Volk 3800 Rollen Oreo-Kekse zu.

Andere Wagenbauer überhäufen die Zuschauer nicht nur mit süßen Leckereien: Die Wagenbauer von De Dötzje haben ihre „Arche Noah“ gleich mit mehreren Konfettikanonen bestückt, die im Sekundentakt ihre bunte Pracht auf die Jecken herabregnen lassen. Die Freie Karnevalsgruppe (FKG) Andernach hat ihren Prunkwagen in diesem Jahr in einen riesigen Blumenkorb verwandelt, der bei der strahlenden Wintersonne, die die Jecken beim Umzug über weite Strecken verwöhnt, Lust auf Frühling macht.

Auch die Musik- und Fußgruppen sorgen mit fantasievollen Verkleidungen für Stimmung: So haben die Musiker der Gasseputzer aus Andernach sich in Kostüme im Stile des Steampunks gehüllt, die futuristische und viktorianische Elemente miteinander verbinden. Die Fußgruppe des Bertha-von-Suttner-Gymasiums hat sich hingegen den 90er-Jahren verschrieben: Neonfarben und Jogginganzüge aus Ballonseide feiern bei ihrem farbenfrohen Auftritt eine Renaissance.

Bewusst haben die Veranstalter in diesem Jahr erstmals die beiden Fußgruppen der städtischen Gymnasien an den Anfang des Zuges gestellt – damit die Jugendlichen möglichst früh die Rheinanlagen passieren, wo es in den Vorjahren am späten Nachmittag öfters zu Zwischenfällen mit alkoholisierten Besuchern kam. Die Strategie geht auf, ist der kommissarische stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Andernach, Jürgen Marx, überzeugt: „Bis jetzt wurde uns keine einzige Körperverletzung gemeldet.“

Von unserer Redakteurin Martina Koch

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