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    Bendorf/Region

    Verbrannte Briefe: Was können Kunden tun?

    Vergeblich auf eine Briefsendung gewartet haben Ende August vermutlich einige Bendorfer Bürger. Nun gibt es immerhin eine Erklärung dafür, warum der erwartete Brief nicht angekommen sein könnte: Wie die Polizei mitteilte, wurden im Brexbachtal circa 1500 verbrannte Briefe und Schriftstücke gefunden, die für Empfänger in der Ring- und Breslauer Straße und deren Nebenstraßen gedacht waren (die RZ berichtete).

    Verbrannte Briefe wurden im Brexbachtal gefunden. Wie es dazu gekommen ist, ist noch nicht geklärt. Unser Foto ist gestellt.
    Verbrannte Briefe wurden im Brexbachtal gefunden. Wie es dazu gekommen ist, ist noch nicht geklärt. Unser Foto ist gestellt.
    Foto: Damian Morcinek

    Unter Verdacht steht der Briefzusteller. Doch welche Briefe wurden vernichtet? Gibt es eine Möglichkeit, dies herauszufinden? Und können die Postkunden in einem solchen Fall entschädigt werden? Die RZ fragte bei der Post nach.

    Die Post selbst hatte den Fall bei der Bendorfer Polizei angezeigt. Der Zusteller wurde inzwischen entlassen – allerdings nicht, weil man ihm nachgewiesen hätte, dass er die Briefe verbrannt hat. In dieser Hinsicht laufen die Ermittlungen noch. Nein, wie Post-Pressesprecher Heinz-Jürgen Thomeczek auf Anfrage bestätigte, hatte der Mann die Tat bestritten und stattdessen behauptet, dass ihm die Briefe am 24. August vom Fahrrad gestohlen worden seien.

    In diesem Falle hätte er den Diebstahl aber auch am selben Tag anzeigen müssen, erklärt Thomeczek. Das tat der Mann allerdings nicht. Und so wurde er entlassen. Gegen ihn läuft nun ein Verfahren wegen Postunterschlagung und Sachbeschädigung.

    Den betroffenen Postkunden bringt das ihre Briefe natürlich nicht zurück. Bei gewöhnlichen Briefen ist es für die Post nachträglich nicht möglich, nachzuvollziehen, welche Briefe verbrannt wurden. Die Briefe sind somit verloren. „Für gewöhnliche Briefsendungen haften wir nicht“, betont Thomeczek. besonders ärgerlich natürlich für Leute, die wertvolle Inhalte, zum Beispiel Eintrittskarten, per Standardbrief verschickt haben.

    Auch wer einen Brief per Einschreiben verschickt hat, ist nicht auf der sicheren Seite. Zwar kann die Post in diesem Fall prüfen, ob ein solcher Brief dabei war, sie haftet aber nur bis zu einem Betrag von 25 Euro. Thomeczek empfiehlt daher, Dinge mit Wert per Express zu verschicken. Doch während der Postsprecher nicht ausschließen kann, dass unter den im Brexbachtal verbrannten Briefen auch Einschreibebriefe gewesen sein könnten, so würden Expressbriefe grundsätzlich auf andere Weise ausgeliefert.

    Fest steht wohl, dass unter den verbrannten Briefen einige Wahlbenachrichtigungen waren. Diese seien nachgedruckt und noch mal ausgeliefert worden – auch auf die Gefahr hin, dass einige Bürger eine zweite Benachrichtigung erhalten. „Aber lieber doppelt als gar nicht“, sagt Thomeczek.

    Für Fragen nach vermissten Sendungen empfiehlt Thomeczek die Hotline der Post, die unter der Telefonnummer 0228/433 31 12 zum Normaltarif zu erreichen ist. Just damit hat Peter Kaster aus Bendorf aber am Dienstagmorgen keine besonders guten Erfahrungen gemacht, wie er der RZ mitteilte.

    Kaster wohnt in einer Nebenstraße der Ringstraße und erwartet Unterlagen vom Grundbuchamt. Da er sich nicht sicher war, ob er betroffen sein könnte, meldete er sich zuerst bei einer Servicenummer, die er im Internet fand, wurde dann an eine andere Servicenummer verwiesen, dann an die Poststelle, dann an die oben erwähnte Nummer, um auch über diese keine Auskunft zu bekommen. Inzwischen hat sich über Umwege geklärt, dass seine Straße nicht betroffen ist. „Aber es muss doch möglich sein, dass man irgendwo eine Auskunft bekommt“, beschwert er sich.

    Von unserem Redakteur Volker Schmidt

    Kurios: Briefe brennen und keinen interessiert es (?)Postbote soll 1500 Sendungen verbrannt haben: Wurden ihm die Briefe zuvor geklaut?
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