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Mülheim-Kärlich

Neue Kita: Hier werden sich 80 Kinder wohlfühlen

Integrative Kindertagesstätte – bei diesen Worten, so weiß Marion Weber zu berichten, runzeln noch immer nicht wenige Eltern die Stirn. Der Leiterin eben dieser neuen Betreuungseinrichtung, die aktuell im Gewerbegebiet Mülheim-Kärlich entsteht, ist es daher wichtig Barrieren abzubauen – „auch in den Köpfen der Eltern.“ Denn in der Kita ist schon längst alles barrierefrei und ebenerdig. Hier sollen schon bald behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam spielen und aufwachsen. Die RZ hat sich den Neubau einmal näher angesehen und das Konzept dahinter erläutern lassen.

Von außen fällt der flache Bau bereits durch sein Farbkonzept auf. Rund um die Fenster wird das viele Weiß durch Grün- und Gelbtöne aufgebrochen. Innen setzt sich dieses Konzept fort. Der Eingangsbereich ist großzügig gestaltet. Unmittelbar daran schließt sich ein großer, rund 100 Quadratmeter Mehrzweckraum an. Hier werden die bis zu 80 Kinder, die die Kita besuchen können, künftig ihr Frühstück und Mittagessen einnehmen können – mit Ausblick ins Atrium. Die dafür notwendige und gut ausgestattete Küche ist direkt nebenan.

Auf den ersten Blick sieht dieser Kitaneubau wie jede andere neue Kindertagesstätte für Kinder von einem bis sechs Jahren aus. Der Unterschied liegt im Detail. Denn um den Bedürfnissen der Kinder mit Behinderung – insgesamt gibt es zehn integrative Plätze – gerecht werden zu können, gibt es zwei spezielle Therapieräume die ausreichend Platz sowie Gerätschaften für Ergo- oder Physiotherapie, aber auch Logopädie bieten. Wie Marion Weber erläutert, wird die Kita diesbezüglich eng mit dem Heilpädagogisch-Therapeutisches Zentrum (HTZ) Neuwied zusammenarbeiten. Dabei steht es den Eltern frei, diese Angebote in der Kita wahrzunehmen.

Betreut werden die Kinder während der Öffnungszeiten von 7 bis 18 Uhr insgesamt von elf Erzieherinnen und Heilerziehungspflegerinnen. Dabei werden die Kinder ein sogenanntes offenes Konzept erleben. Feste Gruppen wird es nicht geben, lediglich eine räumliche Trennung der U3-Kinder von den älteren. Die Kinder sollen sich frei bewegen und beschäftigen können. „Es geht hier um Partizipation und Selbstfindung“, sagt Marion Weber. Und nicht zuletzt um Integration und Inklusion. Denn ob behindert oder nicht, letztlich sind alle Kita-Kinder unterschiedlich. Auf diese Herausforderung freut sich die neue Kitaleiterin schon sehr, die zuvor eine Beratungsstelle in Mayen geleitet hat. „Schließlich geht es hier nicht nur ums Spielen, sondern auf die Vorbereitung fürs Leben“, betont sie.

Einen Großteil der künftigen Kita-Kinder gibt es übrigens schon. Betreut werden sie derzeit noch in sogenannten mobilen Kitas in Mülheim-Kärlich. Sie werden mobil genannt, weil die zwei Gruppen, die derzeit in Räumen der Kita am Schlossgraben untergebracht sind, und eine dritte Gruppe sind, die von der Kita Château-Renault beherbergt wird, so mobil und flexibel sind, dass sie sofort in die neuen Räumlichkeiten im Gewerbepark umziehen könnten. Bis es soweit ist, wird es aber noch gut drei Wochen dauern. Denn die Eröffnung der rund 3,5 Millionen teuren Einrichtung ist für die erste Januarwoche geplant. Bis dahin müssen die großzügig geschnittenen Räume aber noch möbliert werden. Das Außengelände, auf dem bereits die ersten Spielgeräte stehen, soll bis zum 31. Januar fertig werden.

Von unserem Redakteur Damian Morcinek

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