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Koblenz

Koblenz: Zweckverband gibt Startschuss für das Projekt Bundesgartenschau 2031

Der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal hat den offiziellen Startschuss für das Projekt Bundesgartenschau 2031 gegeben. In einer außerordentlichen Sitzung hat sich das Gremium in Koblenz dafür ausgesprochen, das Land Rheinland-Pfalz mit einer Vorstudie zur Buga zu beauftragen.

Von unserem Chefreporter Volker Boch

Im Rathaussaal der Stadt Koblenz hat es in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder historische Sitzungen gegeben. Insofern betonte der Koblenzer Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig als Hausherr die besondere Bedeutung dieses Treffens für die Region. "Ich halte die Idee einer Buga für so visionär wie ansteckend", sagt Hofmann-Göttig, der wie der Vorsitzende des Freundeskreises der Buga, Ernst H. Lutz, an die nachhaltigen Errungenschaften der Koblenzer Bundesgartenschau 2011 erinnerte.

Knapp 3,6 Millionen Gäste in einem nahezu historischen Sommer sind nur das eine Resultat. Das andere sind Quartier- und Regionalentwicklungen, nachhaltige touristische und wirtschaftliche Anstöße und wichtige Infrastrukturmaßnahmen. Rainer Zeimentz von der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz skizzierte den Mitgliedern des Zweckverbands nicht nur die Vorzüge einer Gartenschau wie jener in Koblenz, die er als Beauftragter des Landes intensiv erlebt hat, sondern legte auch einen Zehn-Punkte-Plan in Richtung 2031 vor. Dieser soll den Weg zur Buga und darüber hinaus ebnen. Deutlich wurde dabei, dass der Zeitraum von 16 Jahren bis 2031 intensiv sein wird. Rund 50 Welterbekommunen sowie Wirtschaft, Vereine, Verbände und Politik wollen mitgenommen werden – und nicht nur für den Zweckverband unter dem Vorsitzenden Frank Puchtler gehört die Mittelrheinbrücke dazu.

Der erste große Schritt des Zehn-Punkte-Plans war binnen Sekunden bewältigt. Die Mitglieder des Zweckverbands stimmten bei einer Enthaltung für die Buga und dafür, das Innenministerium mit einer Vorstudie zu beauftragen. Der Zweckverband möchte die Ergebnisse der Studie in seiner nächsten Sitzung im März erörtern. Im Anschluss daran soll in Form einer Machbarkeitsstudie konkret die Bewerbung erstellt werden. Diese soll bis Ende 2016 bei der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft vorliegen, bis dahin hat die Region eine Art Vorkaufsrecht auf das Austragungsjahr 2031.

"Wir wollen die Buga", sagte Puchtler, "es ist eine Vision, aber solche Visionen brauchen wir." Für den Landrat des Rhein-Lahn-Kreises markierte die Koblenzer Entscheidung den Startschuss für eine Entwicklung, in der "wir ein aktiver Motor, Ideengeber und Antreiber sein wollen".

Ein starker Unterstützer will neben den Kreisen und den Ländern Hessen und Rheinland-Pfalz die Stadt Koblenz sein. Hofmann-Göttig machte deutlich, dass er mit der Buga die Hoffnung verbindet, "dass wir die Seilbahn auch über 2026 hinaus erhalten können". Dass sich das Projekt lohnt, machte auch Romy Zahren von der Koblenz-Touristik deutlich. Auch im vierten Jahr nach der Buga liegen die Gästezahlen in Koblenz 25 Prozent über jenen im Vorjahr der Buga.

Am Donnerstag, 10. September, um 18.30 Uhr diskutieren Experten in der Stadthalle Boppard über das Thema "Buga 2031 – Schnapsidee oder Befreiungsschlag für das Mittelrheintal?". Sie können die Debatte per Liveticker auf rhein-zeitung.de verfolgen und über unsere Twitter- und Facebook-Kanäle Fragen ans Podium stellen. Links finden Sie unter der Adresse www.ku-rz.de/buga31

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