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Vallendar

Hangsicherung in Vallendar: Schon 40 Tonnen Beton verarbeitet (April 2014)

Die seit Anfang April laufenden Arbeiten zur Hangsicherung in der Vallendarer Humboldtstraße können wahrscheinlich planmäßig abgeschlossen werden. Und dies, obwohl zusätzliche, zunächst nicht vorgesehene Maßnahmen notwendig werden.

Arbeiten in anspruchsvollem Terrain: Die Hangrutscharbeiten in Vallendar bergen wegen des aufgeweichten Bodens besondere Risiken.
Arbeiten in anspruchsvollem Terrain: Die Hangrutscharbeiten in Vallendar bergen wegen des aufgeweichten Bodens besondere Risiken.
Foto: Annette Hoppen

Von unserer Mitarbeiterin Annette Hoppen

So müssen die Sicherungsvorrichtungen am Fuße des Hangs gegenüber dem ursprünglichen Plan noch einmal verstärkt werden, weil das Erdreich hier extrem feucht ist. Außerdem muss an der Oberkante der Hangsicherung eine Absturzsicherung angebracht werden.

Mittlerweile bedecken gut 40 Tonnen Spritzbeton den Steilhang, wie der bauleitende Architekt Frank Lehnhausen erläutert. Doch auch wenn die Arbeiten im Zeitplan verlaufen: Ungefährlich sind sie nicht, wie Lehnhausen betont. "Der Boden ist doch sehr, sehr aufgeweicht durch den Regen der letzten Tage und der Hang dadurch natürlich weiter instabil, was ein gewisses Risiko birgt. Die Baustelle ist auf jeden Fall eine Herausforderung", erklärt der Architekt.

Schwieriges Terrain ist für das ausführende Bauunternehmen aus Straubing (Niederbayern) indes grundsätzlich kein besonderes Problem. Die Firma hat sich auf Spezialtiefbau spezialisiert – und ist mit entsprechendem Gerät in Vallendar angerückt. Dazu zählt beispielsweise ein gut neun Tonnen schwerer sogenannter Schreitbagger, der mit seinen Auslegerfüßen den Hang regelrecht hinunterkrabbeln kann.

Obacht ist dennoch geboten: Rund 40 Grad beträgt das Gefälle im oberen Bereich des Hangs, der sich von der Humboldtstraße bis hinauf zur Sackgasse "Auf der Dreispitz" erstreckt. Von dort aus wird die Baustelle auch angedient. "Im unteren Bereich, also dort, wo die Betonspritzwand schon größtenteils erstellt ist, beträgt das Gefälle rund 80 Prozent. Da geht es quasi senkrecht bergab", erläuterte Architekt Lehnhausen.

Hier wurden in den vergangenen Wochen etwa 25 Stahlanker in die Erde gebohrt, an denen wiederum ein Stahlnetz angebracht worden ist. Auf dieses Stahlnetz wurden daraufhin die ersten Schichten des Spritzbetons bereits aufgetragen.

100 Kubikmeter Erde und Schlamm rutschten 2011 ab

Zum Hangrutsch über dem Grundstück in der Humboldtstraße 1c war es bereits 2011 gekommen. Damals gingen unkontrolliert mehr als 100 Kubikmeter Erde und Schlamm ab. Die Hangsicherung erfolgte nun auf Anordnung der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord. Für die Kosten (veranschlagt sind 94 000 Euro) muss indes die ehemalige Grundstückseigentümerin aufkommen. Denn die war in einem Prozess vor dem Verwaltungsgericht Koblenz unterlegen. Zum einen fühlt sich die ehemalige Grundstückseigenerin für den Hangrutsch nicht verantwortlich, zum anderen hat sie die Eigentumsrechte für das Grundstück aufgegeben. Nun will die Vallendarerin vor das Oberverwaltungsgericht ziehen, wie sie nach dem Urteil in erster Instanz angekündigt hat. hoa

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