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Koblenz

Grünes Licht für die Nordtangente: Im Frühjahr soll der Bau beginnen

Reinhard Kallenbach

Eigentlich hätte der Bau der sogenannten Nordtangente schon längst beginnen sollen. Doch mit Ausnahme des umgebauten Ikea-Kreisels in Bubenheim, wo die lange ersehnte Straße ihren Anfang nehmen wird, ist noch nichts zu sehen. Im Frühjahr soll der Bau der Nordentlastung, die die B 9 bei Bubenheim und Metternich verbinden wird, nun endlich losgehen.

So sieht es zu den Hauptverkehrszeiten in der Rübenacher Straße im Stadtteil Metternich aus. Um ein Verkehrschaos zu verhindern, muss die geplante Anbindung der Nordentlastung in diesem Bereich leistungsfähig ausgebaut sein.
So sieht es zu den Hauptverkehrszeiten in der Rübenacher Straße im Stadtteil Metternich aus. Um ein Verkehrschaos zu verhindern, muss die geplante Anbindung der Nordentlastung in diesem Bereich leistungsfähig ausgebaut sein.
Foto: Reinhard Kallenbach

Einer der Gründe für die Verzögerung ist die Anbindung an die Rübenacher Straße. Jetzt hat der Stadtrat endgültig grünes Licht für eine neue Variante gegeben. Schon im Frühsommer war der geplante Abschnitt zwischen dem Weinackerweg und der Rübenacher Straße Thema in den städtischen Gremien. Seit Juli steht fest: Es muss umgeplant werden, um die Anbindung leistungsfähiger zu machen. Ergebnis: Die bisher geplante Anbindungsrampe aus Richtung B 9 muss entgegen früherer Planungen ein Stück nach Osten verlegt werden. Sie rückt näher an den Knoten Rübenacher/Winninger Straße. An der neuen Stelle kann der Einmündungsbereich in die Rübenacher Straße übersichtlicher gestaltet werden.

Eigentlich ist die Nordentlastung ein Projekt des Landes, das über den Landesbetrieb Mobilität gesteuert wird. Es gibt aber eine Ausnahme – den Bauabschnitt zwischen Weinackerweg und Rübenacher Straße. Dieser Teil wird künftig eine städtische Straße sein, die Stadt Koblenz muss sich mit einem sechsstelligen Betrag beteiligen, obwohl 60 Prozent der Kosten zuschussfähig sind. Teuer wird es trotzdem, weil mit dem Bau der Anbindung eine Verlegung der Ampelanlagen in der Rübenacher Straße verbunden ist.

Der Stadtrat hat das neue Konzept mehrheitlich bei zwei Neinstimmen und zwei Enthaltungen angenommen. Bedenken kamen aus den Reihen der Grünen, nicht etwa, weil sie das Projekt ablehnen, sondern weil sie grundsätzlich an der Verkehrspolitik der Stadt zweifeln. Vor diesem Hintergrund ist auch der Zusatzantrag der Grünen zu sehen. Für sie ist die Nordentlastung nicht ausreichend.

„Wir müssen zeitnah Maßnahmen ergreifen, die zur Erhöhung des Fuß- und Radverkehrs sowie zu einer Mehrnutzung des ÖPNVs führen“, so der verkehrspolitische Patrick Zwiernik in einer Pressemitteilung. Im Falle der Nordentlastung fordern die Grünen den Ausbau von Rad- und Fußwegen entlang der neuen Trasse. In der Ratssitzung befürchtete Andrea Mehlbreuer, dass diese zu einer Verkehrsverlagerung in Metternich führt. Die Grünen-Politikerin forderte deshalb verkehrsberuhigende Maßnahmen für die Trierer Straße und die Aachener Straße. „Sonst handeln wir uns einfach nur mehr Autoverkehr ein. Denn wer Straßen sät, wird Verkehr ernten“, betonte die Ratsfrau.

Bert Flöck wies den Vorwurf an die Stadt, man konzentriere sich nur auf Einzelmaßnahmen, zurück. Außerdem stellte sich heraus, dass wieder veränderte Planungen den Baubeginn und die Finanzierung weiter verzögern würden. Über ergänzende Maßnahmen wird nun im zuständigen Ausschuss gesprochen. Das heißt: Den geforderten Radweg wird es vorläufig nicht geben. Die Planung sieht vor, die Trasse ab dem Knotenpunkt Weinackerweg mit jeweils zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung in Richtung B 416 geführt. Die beiden äußeren Spuren werden etwa in Höhe der Bahngleise in eine Aus- und Einfädelspur über, die als Rampenkonstruktionen ausgeführt werden. Die mittleren Fahrspuren werden direkt zur B 416 durchgeführt. Da diese tiefer als die Rampen liegen, müssen Stützwände gebaut werden.

Die westliche Rampe (Ausfahrt) soll zweispurig ausgebaut werden. Das Ziel ist, den Verkehr schon vor der Ampelanlage in der Rübenacher Straße über eine Geradeaus- und Linksspur sowie über eine Rechtsspur zu separieren. So sollen Rückstaus verhindert werden.

Von unserem Mitarbeiter Reinhard Kallenbach

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