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Koblenz

Feuerwehrleute aus Metternich nehmen Abschied von ihrem alten Gerätehaus

Seit dem 15. Juni bilden die freiwilligen Feuerwehreinheiten aus den Stadtteilen Kesselheim, Metternich und Neuendorf die Wache Nord. Die Metternicher Feuerwehrkameraden nahmen nun mit einem kleinen Umtrunk Abschied von ihrem Gerätehaus in der Trierer Straße 201.

Beim Abschied der Metternicher Feuerwehr von ihrem Gerätehaus erhielten die Vertreter der Vereine als Dank für jahrelange Zusammenarbeit einen Ehrenschild.
Beim Abschied der Metternicher Feuerwehr von ihrem Gerätehaus erhielten die Vertreter der Vereine als Dank für jahrelange Zusammenarbeit einen Ehrenschild.
Foto: Winfried Scholz

Seit dem 15. Juni bilden die freiwilligen Feuerwehreinheiten aus den Stadtteilen Kesselheim, Metternich und Neuendorf die Wache Nord. Das Gerätehaus befindet sich seitdem in der Rudolf-Diesel-Straße (die RZ berichtete). Die Metternicher Feuerwehrkameraden nahmen nun mit einem kleinen Umtrunk Abschied von ihrem Gerätehaus in der Trierer Straße 201.

Eingeladen waren auch Delegationen der Metternicher Vereine. Vertreten waren die St.-Sebastianus-Schützengesellschaft, die Ehrengarde der Stadt Koblenz, die Karnevalsgesellschaft (KG) Funken Rot-Weiß-Gold, der Fußballverein Germania, der Förderverein "Alte Windmühle" und der Bürgerverein Bombenfeste. Der frühere Metternicher Einheitsführer Wolfgang Lehnertz betonte: "Damit wollen wir uns herzlich bedanken für die jahrelange hervorragende Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Vereinen, die auf Gegenseitigkeit beruhte. Kein Verein kann heute mehr für sich allein bestehen. Wir müssen alle zusammenrücken."

Im Gespräch mit unserer Zeitung machte Lehnertz deutlich: "Der Zusammenschluss der drei freiwilligen Feuerwehren war keine Zwangsfusion. Die Fusion erfolgte nach ausgiebiger Diskussion im Stadtfeuerwehrverband und in Absprache mit der Berufsfeuerwehr. Die ehemals selbstständigen Einheiten sahen für sich allein keine Perspektive mehr. In Neuendorf gab es nie ein Gerätehaus. In unserer Metternicher Einheit, die mit Unterbrechungen seit 1923 bestand, war der Fuhrpark stark erneuerungsbedürftig."

Die neue Einheit zwei, wie die Wache Nord offiziell heißt, verfügt nun über ein neues Gerätehaus und einen moderneren Gerätepark, darunter ein Mehrzwecklöschfahrzeug, ein Tanklöschfahrzeug, einen Schlauchbootwagen, fünf Rettungsboote und ein Wechselladerfahrzeug, das mit Containern bestückt ist, in denen sich Pumpen für den Hochwassereinsatz befinden.

Auf dem Sessionsorden der Karnevalsgesellschaft Funken Rot-Weiß-Gold ist das alte Spritzenhaus in der Trierer Straße 362 abgebildet.
Auf dem Sessionsorden der Karnevalsgesellschaft Funken Rot-Weiß-Gold ist das alte Spritzenhaus in der Trierer Straße 362 abgebildet.
Foto: Winfried Scholz

Der Aufgabenbereich umfasst neben dem Brandschutz den Einsatz bei Hochwasser, die Wasserrettung und, neu hinzugekommen, technische Hilfe auf der A 48 und der B 9. Zurzeit gibt es bei der Wache Nord 45 aktive Feuerwehrleute und 11 in der Jugendfeuerwehr – Tendenz steigend. Lehnertz tritt auch Befürchtungen entgegen, mit der Fusion sei in Metternich der Brandschutz nicht mehr gewährleistet. "Den ersten Abmarsch, wie es in der Fachsprache heißt, hat die Berufsfeuerwehr. Die Ausrückebereiche der freiwilligen Einheiten sind klar geregelt. Der größte Teil Metternichs wird von der Wache Nord versorgt, ein kleinerer Teil ab Trierer Straße/Eulenhorst von der Gülser Einheit." Weiter soll in Metternich die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Vereinen gepflegt werden. Eine besondere Ehrung hat sich die KG ausgedacht. KG-Präsident Erich Thönnes: "Als Dankeschön an unsere Feuerwehr haben wir ihr unseren diesjährigen Orden gewidmet." Auf dem Sessionsorden, mit dem alle Metternicher Feuerwehrleute ausgezeichnet wurden, ist das alte Spritzenhaus abgebildet.

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