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Koblenz/Lahnstein

Brandstiftung in Immendorf: Grillhütte schon wieder angezündet [Zusammenfassung]

Schon wieder eine Brandstiftung in einer Grillhütte auf der rechten Rheinseite, schon wieder in Immendorf: Nachdem die Hütte in dem Stadtteil bereits am Samstag gegen 8 Uhr in Flammen stand, musste am frühen Montagmorgen wieder die Feuerwehr anrücken.

An der Grillhütte in Immendorf war wieder ein Brandstifter am Werk.
An der Grillhütte in Immendorf war wieder ein Brandstifter am Werk.

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

Ein Spaziergänger, der hier gegen 5.50 Uhr seinen Hund ausführte, stellte fest, dass ein Teil der Grillhütte brannte. Er rief die Feuerwehr, die mit zehn Kräften anrückte und das kleine Feuer schnell unter Kontrolle brachte. Die Ermittler der Kripo gehen wie schon bei dem Vorfall am Samstag von Brandstiftung aus.

Besonders brisant ist der Fall, weil nun mehr denn je die Frage im Raum steht, ob hinter den Brandstiftungen ein Serientäter steht. Denn die beiden Brände in Immendorf sind nur das bislang letzte Kapitel einer ganzen Reihe von Vorkommnissen auf der rechten Rheinseite.

Angefangen hatte alles im Sommer, als mehr als zehnmal Feuer im Wald rund um den Lichterkopf bei Lahnstein gelegt worden war. Danach wurde eine Hütte im Lahnsteiner Wald angezündet, die komplett abbrannte, später stand zweimal innerhalb kurzer Zeit die Hütte in der Ruppertsklamm bei Lahnstein in Flammen. Ende Oktober brannte schließlich die Eifelblickhütte oberhalb vom Asterstein lichterloh, 34 Einsatzkräfte konnten sie nicht retten. Und nun die Fälle in Immendorf.

"Meine Sorge ist, dass da jemand keine Ruhe lässt und die Hütte immer wieder anzündet", sagt Hans Finkener, Vorsitzender des Verschönerungsvereins Arenberg-Immendorf, der die Grillhütte betreibt. Er selbst hat am Tatort den Eindruck gewonnen, dass jemand einen Brandbeschleuniger benutzt haben muss, um das Feuer zu legen. Dass ein bloßer Randalierer so gezielt vorgeht, kann er sich nicht vorstellen.

Die Stadt ist Eigentümerin von insgesamt vier Grillhütten, die Brandanschläge verurteilt Baudezernent Bert Flöck als sinnlosen Akt der Zerstörung: "Diese Orte der Geselligkeit stehen nun geraume Zeit nicht mehr zur Verfügung. Ich hoffe, dass die Vereine, die die Hütten betrieben haben, sich nicht entmutigen lassen."

Unterdessen wurde die Lahnsteiner Feuerwehr am Montagmorgen erneut zur Grillhütte an der Ruppertsklamm gerufen. "Rauchentwicklung im Wald" lautete die Alarmierung für die Einsatzkräfte. Mit zwei Fahrzeugen rückten sie aus, aufs Schlimmste gefasst. Glücklicherweise handelte es sich um einen Fehlalarm – dieses Mal.

Die Ermittler bitten im Zusammenhang mit den beiden Taten in Immendorf um Zeugenhinweise, vor allem zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen, die in der Nähe der Grillhütte gesehen wurden: Telefon 0261/1031. Während der Löscharbeiten am Samstag soll sich hier ein mutmaßlicher Zeuge aufgehalten haben, der Mann ist laut Polizei etwa 25 bis 30 Jahre alt, 1,80 Meter groß, hat blonde, kurze Haare und trug eine braune Lederjacke. Er wird gebeten, sich unter der genannten Telefonnummer zu melden.

Koblenz
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