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    Simmerner Realschule plus wird keine IGS

    Entlastung für die Standorte Kirchberg und Kastellaun erhofften sich die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion durch eine Umwandlung der Simmerner Realschule plus in eine IGS.

    Die Realschule plus in Simmern wird keine Integrierte Gesamtschule
    Die Realschule plus in Simmern wird keine Integrierte Gesamtschule
    Foto: Werner Dupuis

    Simmern - Entlastung für die Standorte Kirchberg und Kastellaun erhofften sich die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion durch eine Umwandlung der Simmerner Realschule plus in eine IGS.

    Der Landrat bemerkte vor der Abstimmung, man sei im Kreis weit von „Wünsch Dir was“ entfernt. Schließlich sei der Rhein-Hunsrück-Kreis erheblich aufgestockt worden, was die Bildungsangebote angeht.

    Der Antrag der Genossen wurde im Kreistag mit großer Mehrheit abgelehnt. Hauptargument der Kreistagsmitglieder, die sich dagegen aussprachen: Die Kreisstadt Simmern ist bereits bestens mit Abitur-Möglichkeiten ausgestattet, angesichts des Herzog-Johann-Gymnasiums und des Wirtschaftsgymnasiums, in deren unmittelbarer Nähe die jetzige Realschule plus liegt. Das Simmerner Gymnasium würde erheblich geschwächt durch eine benachbarte Integrierte Gesamtschule, befürchtete Hans-Josef Bracht für die CDU. Bereits jetzt setze man Personal für die KGS Kirchberg ein. Und: „Eine IGS in Simmern würde zum sofortigen Tod der Realschule plus in Rheinböllen führen“, sagte der Rheinböller.
    Auch Thomas Auler vertrat für die FDP-Fraktion die Meinung, dass die Kreisstadt über ein breites Schulangebot verfüge, wie nirgendwo sonst im Kreis. „Die Realschule Rheinböllen verkäme zur Restschule. Herr Klockner, Sie sind ein äußerst engagierter Schulleiter. Machen Sie so weiter – in der Realschule plus“, empfahl Auler.

    Der Bopparder Walter Bersch warb dennoch für den SPD-Antrag, denn „wenn nichts passiert, haben wir im Sommer 2012 dieselbe Diskussion wie 2011.“ Gemeint waren die verärgerten Eltern in Kastellaun und Kirchberg, deren Kinder wegen Kapazitätsgrenzen nicht in die jeweils gewünschten Schulen aufgenommen werden konnten.

    Auch bei diesem Thema meldete sich der Grüne Hans Dunger zu Wort: „Zunächst: Eine Sache, über die zu viel geredet wird, da stimmt's nicht. Dieser Antrag ist typisch SPD – Gleichmacherei. Die hon nit eher Ruh, bis jeder dat Abi hot“, brachte Dunger seinen Standort auf den Punkt. Er gehöre noch zu einem Jahrgang, der noch stolz sein konnte, die Reifeprüfung abgelegt zu haben. Heutzutage habe sich das gewandelt: „Wenn man etwas hat, was die Mehrheit hat, hat man keinen Grund mehr, darauf stolz zu sein. Wir müssen unbedingt verhindern, dass das Abitur in Zukunft noch mehr an Wert verliert“, sagte Dunger und fügte an, es sei ein Unding, in einem Umkreis von 100 Metern drei Möglichkeiten anzubieten, Abitur zu machen: „Das Resultat wäre, dass man dahin geht, wo das Abi am einfachsten zu erlangen ist.“ tor

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