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    Missbrauchs-Priester: Rheinböller fühlen sich nicht ausreichend informiert

    In dem Fall des wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauchs an Messdienern beurlaubten Priesters, der seit November im Puricelli-Stift Rheinböllen die heilige Messe zelebrierte, erheben Seelsorgeteam und Gremien der Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen Vorwürfe gegen die Bistumsleitung.

    Rheinböllen - In dem Fall des wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauchs an Messdienern beurlaubten Priesters, der seit November im Puricelli-Stift Rheinböllen die heilige Messe zelebrierte, erheben Seelsorgeteam und Gremien der Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen Vorwürfe gegen die Bistumsleitung. 

    „Wir fühlten und fühlen uns seitens der verantwortlichen Stellen nicht ausreichend informiert und fordern als Vertreter der Pfarreiengemeinschaft, die die Verantwortung vor Ort tragen müssen, zukünftig bei solchen Konflikten im Vorfeld informiert und eingebunden zu werden, um entsprechend reagieren zu können“, sagt der Pfarreienratsvorsitzende Christian Klein gegenüber unserer Zeitung.

    Am Rande ihrer jährlichen Klausurtagung im Kloster Engelport haben die Räte der Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen bekräftigt, dass weder die Hauptamtlichen noch die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Pfarreiengemeinschaft über das Zelebrationsverbot von Pfarrer M. V. informiert worden seien. „Uns traf diese Nachricht völlig unvorbereitet“, so der Pfarrgemeinderatsvorsitzende von Rheinböllen, Jörg Pira. Dabei wiesen die Gemeindevertreter darauf hin, dass unmittelbar nach Bekanntwerden des Verbotes vor zwei Wochen Pfarrer M. V. durch Pastor Günther Vogel untersagt wurde, weitere Messen zu zelebrieren. „Pfarrer V. war ausschließlich Gastzelebrant im Puricelli-Stift und hatte keinerlei Funktionen innerhalb der Seelsorge der Pfarreiengemeinschaft“, so Vogel.

    Nach Informationen unserer Zeitung will das Bistum Trier erst vor wenigen Wochen erfahren haben, dass der beurlaubte Pfarrer im Rheinböller Puricelli-Stift die heilige Messe zelebriert hat. Allerdings hat das Bistum nach Auskunft eines Bistumssprechers den Ordensoberen der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz „unmittelbar“ über die Vergangenheit von V. und die geltenden Restriktionen informiert.

    Wie das Bistum weiter mitteilt liegt das im Rahmen des kirchenrechtlichen Verfahrens in Auftrag gegebene forensische Gutachten über V. mittlerweile vor. Die Ergebnisse seien zusammen mit einer Stellungnahme des Bischofs nach Rom übermittelt worden. Eine Antwort aus Rom stehe noch aus. ww

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