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    St. Goar

    Aussichtsturm Spitzer Stein: Zukunft ist weiter ungewiss

    Wird der Aussichtsturm auf dem spitzen Stein auf den Rheinhöhen zwischen Urbar und Niederburg abgebaut oder kann er doch noch saniert werden? Diese Frage beschäftigte erneut den Verbandsgemeinderat St. Goar-Oberwesel in seiner jüngsten Sitzung. Das Gremium kam zu dem Schluss, dass es abwarten möchte, wie ein Gutachter die Lage einschätzt.

    Wird der Aussichtsturm auf dem Spitzen Stein abgerissen? Eine Sanierung wird jedenfalls teuer. Der Schwammpilz hat dem 21 Meter hohen Koloss derart zugesetzt, dass er seit zwei Jahren bereits aus Sicherheitsgründen gesperrt ist.
    Wird der Aussichtsturm auf dem Spitzen Stein abgerissen? Eine Sanierung wird jedenfalls teuer. Der Schwammpilz hat dem 21 Meter hohen Koloss derart zugesetzt, dass er seit zwei Jahren bereits aus Sicherheitsgründen gesperrt ist.
    Foto: Ingo Lips

    Abreißen oder doch sanieren?

    Der vom Schwammpilz befallene Turm könnte saniert werden, indem marode Balken ausgetauscht und mindestens 15 Zentimeter lange Stützen aus Metall oberhalb der Betonfundamente eingesetzt würden. Zudem müsste der Turm mit einem Witterungsschutz versehen werden, etwa einer Holzfassade. Doch das würde die Verbandsgemeinde teuer zu stehen kommen. Der Verwaltung liegen zwei Angebote vor in Höhe von 56.052 und 48.735 Euro. Aber auch ein Abriss würde vierstellige Kosten verursachen. Die Angebote belaufen sich auf 22.601 und 19.040 Euro.

    Sollte letztendliche eine Entscheidung für einen Abriss fallen, so hat VG-Bürgermeister Thomas Bungert bereits angekündigt, dass ein neuer touristischer Anlauf- und Aussichtspunkt geschaffen werden soll. Ein Architekt ist bereits auf der Suche nach Alternativen. Welches Vorgehen letztendlich wirtschaftlicher ist, darauf gilt es nun, eine Antwort zu finden. Deshalb wird es am 15. November eine Sondersitzung des Haupt- und Finanz- und des Bauausschusses geben, zu der auch der Gutachter seine Einschätzung präsentieren wird.

    Der VG-Rat hatte sich in seiner Sitzung im Juni bereits einstimmig für einen Abriss ausgesprochen. „Der Grundsatzbeschluss, nicht zu sanieren, war eine traurige Nachricht“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Bruno Schön. Zeitgleich sei in der Presse aber über die Sanierung des Erbeskopfturms berichtet worden. „Dieser Turm steht wieder und wird besucht“, betonte er. Seine Fraktion will nun den Gutachter abwarten. „Damit wir alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben“, sagte Schön. „Die Wirtschaftlichkeit wird ganz oben stehen bei der Entscheidung“, betonte auch SPD-Fraktionsmitglied Hans Werner Stein. Die FWVG-Fraktionsvorsitzende Pia Trimpe-Müller hingegen hält am Beschluss fest: „Wir wollen nicht gutes Geld Schlechtem hinterherwerfen.“

    Turm ist seit zwei Jahren gesperrt

    Der 21 Meter hohe Turm ist seit zwei Jahren gesperrt. Im Nachhinein hatte sich herausgestellt, dass die Holzart Douglasie ohne chemischen Holzschutz gar nicht hätte verbaut werden dürfen.

    Von unserer Redakteurin
    Denise Bergfeld

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