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Diez

Vereinsgründung: Junge Union geht in Diez eigene Wege

Die Junge Union (JU) hat in Diez wieder einen eigenständigen Gemeindeverband gegründet. Der Gemeindeverband Diez-Aar-Einrich, dem die Diezer bisher angeschlossen waren, wird künftig nicht nur auf den entsprechenden Namensbestandteil, sondern auch auf Mitglieder aus der Verbandsgemeinde Diez verzichten.

Der Vorstand des neuen JU-Gemeindeverbandes Diez mit Maximilian Müller (4. von links) an der Spitze möchte sich in das politische Geschehen vor Ort einbringen. JU-Kreisvorsitzende Flavia Schardt sowie Matthias Lammert als Vorsitzender der CDU Rhein-Lahn (rechts) sicherten dem jungen Team ihre volle Unterstützung zu.
Der Vorstand des neuen JU-Gemeindeverbandes Diez mit Maximilian Müller (4. von links) an der Spitze möchte sich in das politische Geschehen vor Ort einbringen. JU-Kreisvorsitzende Flavia Schardt sowie Matthias Lammert als Vorsitzender der CDU Rhein-Lahn (rechts) sicherten dem jungen Team ihre volle Unterstützung zu.
Foto: Lore Spies

Nachdem Flavia Schardt vom JU-Kreisverband sowie Marcel Willig, Vorsitzender des bisherigen Gemeindeverbands Diez-Aar-Einrich, die an der Gründung interessierte zehnköpfige Runde mit dem Anliegen bekannt gemacht hatten, fungierte der Landtagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Matthias Lammert als Versammlungsleiter. Er begrüßte die Entscheidung, in Diez einen eigenständigen JU-Gemeindeverband zu gründen und damit direkt vor Ort präsent zu sein: „Wir brauchen junge Köpfe.“ Eine starke JU sei die Plattform für all die, die nicht gleich in die CDU selbst eintreten, sondern sich erst einmal umschauen wollten. Anders als bei der SPD etwa, wo man gleich der Mutterpartei beitreten müsse, könne man sich das bei den Christdemokraten überlegen.

Die Gratulation zur Gründung des neuen JU-Gemeindeverbandes verband Lammert mit dem Wunsch, „konstruktive Arbeit zu leisten“ und sich damit von den Julis hier zu unterscheiden, die sich nur gelegentlich und dann mit „irgendwelchen Unverschämtheiten“ per Leserbrief zu Wort meldeten. Er selbst habe die besten Erinnerungen an seine Zeit in der JU Diez. „Damals waren auch die Jusos in Diez sehr präsent, und wir haben uns einen richtigen politischen Wettkampf geliefert.“

Derzeit sind in der Verbandsgemeinde Diez 16 Mitglieder der JU wohnhaft, fünf von ihnen waren auf der Neugründungsversammlung anwesend und berechtigt, das Führungsgremium der JU Diez zu bestimmen. Maximilian Müller, bisher Stellvertreter von Willig im Vorstand des Verbands Diez-Aar-Einrich, ist nun Vorsitzender des frisch gegründeten Gemeindeverbandes. Dem fast 20-jährigen Diezer Studenten der Wirtschaftspädagogik stehen als untereinander gleichberechtigte Stellvertreter Finn Schmidt (22) aus Horhausen und Jan May (20) aus Holzheim zur Seite. Zu Beisitzern wurden der 18-jährige Carl Prégardien (Gückingen) sowie der 16-jährige Jonas Holzhäuser (Diez) gewählt. Auf die Wahl eines Schatzmeisters verzichtete die JU Diez, sie delegiert die Kasse auf die Kreisebene.

Was sich das Team der JU Diez für die nächste Zeit vorgenommen hat, ließ der frischgebackene Vorsitzende wissen, nachdem er einige grundsätzliche Gedanken geäußert hatte, die in Richtung einer lebendigen, ansprechbaren politischen Organisation vor Ort zielten, „die nichts mehr mit der Politikverdrossenheit vergangener Tage zu tun habe“. Die Mischung der Generationen sei wichtig, schloss er sich Lammert an.

Deshalb sei von der JU Diez zum Beispiel geplant, mit der Senioren-Union zusammen einen Ausflug zum neuen Gesundheitszentrum in Diez zu unternehmen. Auf der Agenda stehen weiter ein Besuch der örtlichen Tafel sowie möglichst ein Zusammentreffen mit Anwärtern der Bundespolizeischule, um sich zum Thema „Innere Sicherheit“ auszutauschen. Damit auch der Faktor Spaß nicht zu kurz kommt, ist für den Sommer ein politischer Stammtisch mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Andreas Nick vorgesehen, der mit einem Minigolfspiel verknüpft sein soll.

Der verbleibende Gemeindeverband Aar-Einrich wird sich – wenn die erforderlichen Nachwahlen dies bestätigen – unter seinem Vorsitzenden Marcel Willig (Niederneisen) neu aufstellen. „Die talentierten Mitglieder, die an Aar und Einrich Flagge zeigen wollen, sind da“, betonte Willig, der die Neuordnung des Verbandes als notwendige Folge der Fusion der Verbandsgemeinden Hahnstätten und Katzenelnbogen sieht.

Lore Spies

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