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    Netzbach

    Kulturscheune: "Offene Bühne" hat große Vielfalt auf Lager

    Eine große Stehlampe, ein schief hängendes Bild mit Hirschmotiv und eine gestreifte, beige Couch: Klingt nach einem gemütlichen Wohnzimmer, ist aber in Wirklichkeit die traditionelle Dekoration der „Offenen Bühne“, die in Netzbach bereits Kultstatus erreicht hat.

    Die Landfriedenspfeifer begeisterten das Publikum der letzten „Offenen Bühne“ 2017 unter anderem mit selbst verfassten Liedern und in Musik verpackter Poesie.  Foto: Anna Manz
    Die Landfriedenspfeifer begeisterten das Publikum der letzten „Offenen Bühne“ 2017 unter anderem mit selbst verfassten Liedern und in Musik verpackter Poesie.
    Foto: Anna Manz

    Hinter der mehrmals im Jahr stattfindenden Veranstaltung steht Patricia Janning, Leiterin der über die Landesgrenzen hinaus bekannten Kulturscheune Kukunat. Diese erlangt ihren hohen Bekanntheitsgrad maßgeblich durch das alle zwei Jahre stattfindende Farbenfest, das das gesamte Dorf in eine riesige Leinwand verwandelt und Leute von nah und fern zum Staunen und Mitfeiern einlädt. „Wir wollten diese besondere Stimmung von Offenheit und Toleranz gerne öfter hertransportieren“, erklärte Initiatorin Patricia Janning, wie es schließlich zur Idee der „Offenen Bühne“ kam. Bei dieser Veranstaltung ist der Name Programm. Egal ob Profi oder Amateur, ob Musiker, Schriftsteller, Akrobat oder Kabarettist: Auf der Bühne und in den Herzen der Zuschauer ist Platz für jeden, der es wagt, sein Talent mit anderen zu teilen. Bereits seit 2015 verwandelt sich die Kulturscheune in der Netzbacher Unterdorfstraße dreimal jährlich zu einem solchen Schauplatz von Kreativität und Spontanität auf der Bühne sowie Begeisterung davor. In der Besucheranzahl von im Schnitt 70 bis 180 Gästen spiegelt sich noch deutlicher wider, wie gut das von Patricia Janning geschaffene Angebot aufgenommen wird.

    „Eine weitere Besonderheit ist unser großartiges Büfett in der gemütlichen großen Küche im ehemaligen Kuhstall des Bauernhofes, das jeder Besucher mit seinen eigenen mitgebrachten Speisen füllt“, erklärte die studierte Kunstpädagogin. Die so entstehenden kulinarischen Kompositionen sind mindestens genauso vielfältig wie das Programm der „Offenen Bühne“, dem die Zuschauer nun zum letzten Mal für dieses Jahr beiwohnen konnten.

    Den Anfang machten die Liedermacher Aurelia und Max, die in ihren Stücken die oft überraschenden Wendungen des Lebens besingen und für eine heitere Stimmung im Publikum sorgten. Ein zweites Gesangsduo um Conny und Frank brachte danach ein breit gefächertes Repertoire von Pop- und Rocksongs der 90er-Jahre bis zur heutigen Musik auf die Bühne. Ihr Duettgesang mit Gitarren- und Klavierbegleitung hielt so unter anderem Lieder von den 4 Non Blondes oder Katzenjammer bereit.

    Im Fokus des Duos Die Landfriedenspfeifer um Erwin L (Saxofon, Flöte und Gesang) sowie Norei (Gitarre und Gesang) standen selbst verfasste, übernommene oder auch modifizierte Texte in deutscher Sprache und in Musik verpackte Poesie. Die Band Blue Current, bestehend aus Jacqueline Schneider (Gesang und Gitarre), Karl-Heinz Schmal (Flute und Percussion), Carlo Rieger (Drums) und Detlef Rieger (Bass und Percussion), verlieh dem kreativen Abend einen anderen Rhythmus mit Tendenz zu leichtem Latin-Jazz-Flair. Neben Songs aus eigener Feder gehörten auch handverlesene Stücke von Joni Mitchell, Suzanne Vega, Sting oder Lyambico zur musikalischen Bandbreite der Gruppe.

    Neben der dominanten Rolle der Musik kamen aber auch andere Kunstformen nicht zu kurz. So bildete die sechsköpfige Theatergruppe „Eigentlich Grenzwertig“ das Finale des Abends, indem sie mit einer bunten Mischung aus Tucholsky, Romeo und Julia sowie der Pein des Robin Hood unter der Regie von Leonidas ein Programm auf die „Offene Bühne“ zauberte, das für das Publikum so einige Überraschungen bereithielt. „Alles in allem also ein bunter Bühnenstrauß“, so der Kommentar von Patricia Janning zum Programm der letzten „Offenen Bühne“ 2017. Ein weiteres Merkmal der Kulturscheune, das auf die Besucher immer wieder eine besondere Anziehung ausübt, ist die gemütliche Hof- und Scheunenatmosphäre des ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebes. Sie ist wohl einer von vielen Gründen, weshalb dieses Mal derart viele Anmeldungen eingingen, dass einige der Akteure sogar aufs nächste Jahr vertröstet werden mussten.

    Von unserer Mitarbeiterin Anna Manz

    Die nächsten Termine

    Die nächsten „Offene Bühnen“ sind für Mai sowie September des nächsten Jahres angesetzt. Motivierte Mitmacher, die sich selbst gerne einmal in der Kulturscheune ausprobieren möchten, können sich bereits für die weiteren Termine anmelden. Mit dem 11. August 2018 steht außerdem auch schon der Termin für das nächste Farbenfest, dieses Mal unter dem Motto „Schwarz auf Weiß“. Gesucht werden so früh wie möglich Helfer, Aussteller, Künstler und auch schwarz-weiße Requisiten.

    Anmeldungen und weitere Informationen sind per E-Mail möglich an kontakt@kukunat.de

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