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    Kaufrausch: Ware im Internet bestellt und fremde Konten belastet

    Ein junger Mann im Kaufrausch und mit ungewöhnlichen Vorlieben ist vom Diezer Amtsgericht zu einer einjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Angeklagte hatte in elf Fällen Waren im Internet bestellt, die er weder bezahlen wollte noch konnte. Unter anderem orderte er einen „Sitzenden Buddha“ und eine andere Skulptur mit der Bezeichnung „Diener des Pharao“. Der Schaden summierte sich am Ende auf mehr als 1000 Euro.

    Betrüger (29) mit eigenartigem Geschmack: Eine Skulptur - ähnlich wie diese - mit der Bezeichnung Diener des Pharao soll ein junger Mann aus Diez bestellt haben, ohne sie bezahlen zu können. Vom Amtsgericht Diez wurde er wegen Betrugs zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.
    Betrüger (29) mit eigenartigem Geschmack: Eine Skulptur - ähnlich wie diese - mit der Bezeichnung Diener des Pharao soll ein junger Mann aus Diez bestellt haben, ohne sie bezahlen zu können. Vom Amtsgericht Diez wurde er wegen Betrugs zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

    Diez - Ein junger Mann im Kaufrausch und mit ungewöhnlichen Vorlieben ist vom Diezer Amtsgericht zu einer einjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Angeklagte hatte in elf Fällen Waren im Internet bestellt, die er weder bezahlen wollte noch konnte. Unter anderem orderte er einen „Sitzenden Buddha“ und eine andere Skulptur mit der Bezeichnung „Diener des Pharao“. Der Schaden summierte sich am Ende auf mehr als 1000 Euro.

    Der 29-Jährige, der noch bei seinen Eltern lebt und vor Gericht einen leicht konfusen Eindruck hinterließ, zeigte sich zunächst in Teilen geständig, verhedderte sich aber dann zunehmend in Widersprüche und berichtete von Bekannten, denen er Geld für Bestellungen gegeben habe, weil er selbst zu Hause über keinen Internetanschluss verfüge. An die Namen der Leute, denen er zum Teil 350 Euro überlassen haben will, konnte er sich nicht erinnern, obwohl die Taten zum Teil nicht einmal ein Jahr zurückliegen. In vielen der Fälle hatte er als Lastschriftkonto das Firmenkonto eines Architekturbüros angegeben. Die Beträge wurden dort auch abgebucht, nach Intervention der Geschädigten jedoch wieder zurücküberwiesen. Bei den Bestellungen nutzte er meist die Namen der angeblichen Freunde oder auch Fantasienamen.
    Der 29-jährige Arbeitslose selbst gab Kaufsucht als Grund für seine Betrügereien an. „Wenn Bekannte einen neuen Fernseher oder PC kaufen, dann habe ich das Gefühl, ich müsste das auch haben, und dann mache ich so dumme Sachen“, sagte er. Er habe auch schon Hilfe gesucht, aber nicht den richtigen Ansprechpartner gefunden.
    Der Angeklagte ist kein unbeschriebenes Blatt. Bereits im Jahr 2008 wurde er wegen 14-fachen Betrugs zu einer Geldstrafe verurteilt. Und auch danach ist er durch Betrug, Diebstahl und Urkundenfälschung wiederholt auffällig geworden.
    Einen Ansprechpartner, um seine Probleme zu lösen, bekommt der 29-Jährige jetzt. Die einjährige Haftstrafe wurde dem Angeklagten noch einmal für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Für diese Zeit wird ihm, wie dies auch der Staatsanwalt forderte, ein Bewährungshelfer zur Seite gestellt. Außerdem muss der Mann 200 Sozialstunden leisten und den angerichteten Schaden mit mindestens 50 Euro pro Monat wiedergutmachen. Das Urteil ist rechtskräftig. „Das mach ich nie wieder, das war mir eine Lehre“, versprach der junge Mann. jgm

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