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Limburg

Für Zivilcourage, gegen menschenverachtende Tendenzen: Limburger wollen Demokratie leben

Im Alltag Zivilcourage zeigen, sich gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit sowie undemokratische und menschenverachtende Gedankenströme zu engagieren. „Das ist ein wichtiges Ziel, und deshalb sind wir auch mit dabei“, sagt Limburgs Erster Stadtrat Michael Stanke; mit dabei beim bundesweiten Förderprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, an dem insgesamt mehr als 260 Kommunen mitwirken.

Mit diesem Plakat wirbt die Initiative „Demokratie leben!“ für ihre Anliegen.  Foto: privat
Mit diesem Plakat wirbt die Initiative „Demokratie leben!“ für ihre Anliegen.
Foto: privat

Seit Sommer dieses Jahres beteiligt sich Limburg an dem bundesweiten Förderprogramm, nun steht am Donnerstag, 16. November, die Auftaktveranstaltung der Partnerschaft für Demokratie Limburg an. Das Kolpinghaus dient dabei von 18 Uhr an als Versammlungsort. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Initiativen und Kirchen sind herzlich dazu eingeladen, sich zu informieren, gemeinsam zu diskutieren und Ideen zu entwickeln.

Was im Rahmen des Programms an Aktivitäten gefördert wird, darüber befindet ein Begleitausschuss, der sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Limburger Bürgerschaft sowie aus Politik und Verwaltung zusammensetzt. Der Ausschuss hat im September erstmals getagt und kommt im Februar kommenden Jahres das nächste Mal zusammen.

Voranfragen für mögliche Projekte können ab sofort bei der Koordinierungs- und Fachstelle eingereicht werden. Antragsberechtigt sind gemeinnützige, nicht staatliche Institutionen, Vereine und Initiativen, die ein Projekt in Limburg durchführen möchten. Eine Vorabberatung kann bei der Koordinierungs- und Fachstelle, die als Ansprechpartner die Antragsteller von der Ideenfindung und Planung bis zum Projektabschluss berät, vereinbart werden. Die Beispiele für Projekte aus anderen Kommunen reichen von Sportveranstaltungen gegen Ausgrenzung über Gewaltpräventionsprogramme für Jugendliche bis hin zur spielerischen Demokratieschulung in Kindergärten oder Grundschulen.

Zur Stärkung der Beteiligung von jungen Menschen an den „Partnerschaften für Demokratie“ werden in allen beteiligten Kommunen Jugendforen eingerichtet, die von Jugendlichen selbst organisiert und geleitet werden. Das Jugendforum schickt zudem eine Abordnung in den Begleitausschuss. In Limburg startete das Forum im August mit fast 30 Teilnehmern. Jederzeit ist es für Jugendliche möglich, einzusteigen und an den zukünftigen Treffen teilzunehmen. Auch für sie ist das Auftakttreffen am 16. November gedacht.

Als erstes Projekt ist Mitte November eine Bildungsfahrt mit einem Workshop in der Bildungsstätte Anne Frank und einem Besuch der Ausstellung „Glanz & Elend in der Weimarer Republik“ in Frankfurt/Main terminiert. Anfang Dezember findet ein zweitägiges Seminar mit den Themen Projektentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit und Organisation des Jugendforums statt. Beide Veranstaltungen werden öffentlich ausgeschrieben und können von allen Jugendlichen aus Limburg wahrgenommen werden.

Das Jugendforum wird durch einen Mitarbeiter der Stadtjugendpflege und der Koordinierungs- und Fachstelle begleitet. Im kommenden Jahr soll mit den gemachten Erfahrungen und den erarbeiteten Inhalten eine kontinuierliche Arbeit entwickelt werden und sich das Jugendforum als feste Jugendinstitution etablieren.

Mit „Vielfalt verbindet“ gibt es in der Stadt bereits Aktivitäten, um für mehr Toleranz untereinander zu werben. Toleranz ist in einer Stadt, deren Bevölkerung sich aus mehr als 100 Nationalitäten zusammensetzt wichtig. Natürlich gibt es auch in Limburg immer wieder Zeichen der Intoleranz. Rechtsextreme Aufkleber im Stadtbild werden dabei möglichst schnell entfernt, aber es gibt natürlich auch rechte Kräfte in Limburg und der Region, was sich jüngst bei einer Vortragsveranstaltung im Rahmen der „Hadamar-Gespräche“ durch einen Besuch von Mitgliedern des Dritten Wegs zeigte.

Auftaktveranstaltung Partnerschaft für Demokratie Limburg

Termin: Donnerstag, 16. November, um 18 Uhr; Ort: Gemeindezentrum Kolpinghaus, Kolpingstraße 9, Limburg. Zur besseren Planung und aufgrund der begrenzten Platzmöglichkeiten wird um eine Anmeldung bis Dienstag, 14. November, per E-Mail an info@pfd-lm.de oder Telefon 06431/944 15 65 gebeten. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Limburg statt und wird aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.

Weitere Informationen bei der externen Koordinierungs- und Fachstelle Partnerschaft für Demokratie Limburg, Kulturenwerkstatt, Tobias Kurth, Bahnhofsplatz 2a, Limburg, oder www.demokratie-leben.de

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