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Bad Neuenahr

Hier geht's rund: Kirmes in Bad Neuenahr wirkt wie ein Magnet

Gabi Geller

Das Riesenrad ist eine der Attraktionen der Kirmes in Bad Neuenahr. Wettermäßig gleicht die größte Kirmes des Ahrtals eher einer Achterbahnfahrt.

Das Riesenrad gehört zu den Attraktionen der Kirmes in Bad Neuenahr.  Foto: Vollrath
Das Riesenrad gehört zu den Attraktionen der Kirmes in Bad Neuenahr.
Foto: Vollrath

Das Kirmeswochenende in der Kurstadt bot diesmal eine Palette von Extremen. Da war die rundum gelungene Eröffnung am Freitag. Sonnenschein lockte die Besucher aufs Gelände, und eine laue Spätsommernacht ließ sie dort bis in die Nacht verweilen. Der Samstag brachte dann Dauerregen statt Umsatz. Aber die Betreiber von Fahrgeschäften leben mit den witterungsbedingten Unwägbarkeiten. Sie bleiben gelassen. „Die Tage sind mal so und mal so“, sagte der Herr, der am Samstagnachmittag tapfer und einsam in seiner Ticketbude am Karussell saß. Auch nebenan am Schießstand herrschte Ruhe. Niemand wollte an diesem nassen Nachmittag seine Treffsicherheit mit dem Luftgewehr beweisen. Aber der junge Mann hinterm Tresen hielt die Stellung und unterstrich: „wir bleiben bis 24 Uhr geöffnet. Ohne Wenn und Aber.“

Am Sonntag dann ein ganz anderes Bild. Schon um die Mittagszeit strömten die Menschen in Richtung Kirmesplatz. Kinder hüpften und zerrten an den Händen von Eltern oder Großeltern: „Jetzt beeilt euch doch mal!“

Auf dem Platz wurde es immer voller. „Heute sieht es ganz anders aus als gestern“, freute sich Amy Landwehrmann. Die Tochter von Ludwig Landwehrmann verkauft Fahrkarten für das familieneigene Fahrgeschäft „Ceasars Wheel“. Heute wollen viele Menschen in eine der Riesenradgondeln steigen und den Blick über die Kreisstadt aus 38 Meter Höhe erleben. „Alles steht und fällt mit dem Wetter. Keiner geht bei Dauerregen auf den Kirmesplatz“, weiß Amy.

Bereits am frühen Nachmittag wagen die ersten Besucher eine der waghalsigen Fahrten. Drei Jungs warten bereits darauf, dass es bei „Jump Street“ endlich losgeht und sie zuerst hin- und hergeschüttelt und dann kopfüber gedreht werden. Später am Nachmittag sind hier immer mal wieder alle 16 Sitze des Fahrgeschäftes besetzt. Viele Kirmesbesucher begnügen sich allerdings mit dem Zuschauen. Wer es aufregend mag und einen widerstandsfähigen Magen hat, der kann sich auf vielerlei Art und Weise drehen und wenden, sich hoch- und runterwerfen lassen oder gleich alles gleichzeitig erleben.

Aber die Kirmes ist nicht ohne Grund die Größte in der Region. Sie bietet etwas für jeden Geschmack. Gleich mehrere Karussells gibt es für die kleinen Besucher. Sie können ganz langsam im Kreis herumfahren, in einem Feuerwehrauto zum Beispiel, oder im Kinderscooter selbst das Steuer in die Hand nehmen. Vielleicht noch mit Geschick einen neuen Teddy angeln oder sich am Boxautomaten beweisen. Der kleine Stand für Airbrush-Tatoos ist auch beliebt. Eine Vierjährige lässt sich ihre Cartoonheldin Elsa auf den Arm zeichnen. „Das ist nach einigen Tagen wieder weg“, versichert die Mama und erlaubt der kleineren Schwester, sich ein Kätzchen auf den Innenarm airbrushen zu lassen.

Entlang der Hauptstraße reihen sich die Imbissstände aneinander. Es duftet verführerisch. Vom „handgemachten Reibekuchen“ über Standards wie Fritten und Currywurst bis zum orientalischen Nudelgericht reicht das Angebot. Hier ist viel los. Schließlich bleibt in Bad Neuenahr die heimische Küche am Kirmeswochenende kalt.

Von unserer Mitarbeiterin Gabi Geller

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