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    Bad Kreuznach

    Paukenschlag in Diskussion um Nahebrücke: LBM-Chef rät von Neubau ab

    Paukenschlag in der Diskussion um den Neubau der Alten Nahebrücke: Norbert Olk, Leiter des Landesbetriebs für Mobilität (LBM) Bad Kreuznach, rät davon ab und schlägt vor, sie instand zu setzen sowie die jetzige Brücke durch einen Mittelpfeiler zu ergänzen. Dieser könne bis zu zwei Meter breit sein.

    Wird die Alte Nahebrücke nun doch nicht neu gebaut? LBM-Chef Norbert Olk rät davon ab. Eine Entscheidung fällt im Stadtrat am 30. August.
    Wird die Alte Nahebrücke nun doch nicht neu gebaut? LBM-Chef Norbert Olk rät davon ab. Eine Entscheidung fällt im Stadtrat am 30. August.
    Foto: Benjamin Stoess

    Die reinen Baukosten, die zuletzt für den Neubau der Nahebrücke und die Sanierung der Historischen Mühlenteichbrücke auf 7,2 Millionen Euro geschätzt worden waren, würden sich dadurch auf 3,4 Millionen Euro reduzieren – also um mehr als die Hälfte. Das ist das Ergebnis einer baufachlichen Prüfung, die Olk im Auftrag des Ministeriums und der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) durchgeführt hat (wir berichteten).

    Die Oberbürgermeisterin eröffnete das Pressegespräch gestern Abend mit markigen Worten. „Wir haben uns gedacht, wir lassen die Bombe jetzt mal vor dem Jahrmarkt hochgehen“, erklärte Heike Kaster-Meurer. Für sie gibt es einige Gründe, sich von den so lange diskutierten Neubauplänen zu verabschieden. Das gewichtigste Argument ist sicher die Nachricht aus dem Ministerium, dass der Antrag auf Fördergelder – insgesamt 1,5 Millionen Euro – bei der ursprünglich vom Architekturbüro Schäpertöns aus München geplanten Variante abgelehnt wird. Die hätte mit allen Neben- und Planungskosten am Ende mehr als 9 Millionen Euro verschlungen, ist sich die OB sicher. „Und ein Neubau ohne Fördergelder des Landes können wir in keinem Fall stemmen“, betont Kaster-Meurer. Klar ist: Fördergelder fließen nur, wenn der Vorschlag von Olk zum Tragen kommt.

    Der LBM-Chef sieht den Kostentreiber vor allem bei den geplanten Sanierungsmaßnahmen der Mühlenteichbrücke. Schäpertöns hatte als Sieger des Architektenwettbewerbs eine komplette Fahrbahnerneuerung vorgesehen. „Nicht notwendig“, sagt Olk. „Dadurch sind erst die vielen Probleme und der entsprechende Anstieg der Kosten entstanden.“ Es sei ausreichend, nur die chloridverseuchte Schicht abzutragen und fachgerecht instand zu setzen. Dadurch würde die Behelfsbrücke entfallen. Und: Keiner der Geschäftsleute auf der Brücke müsste in Container auf den Kornmarkt ziehen, da die Brücke während der Bauarbeiten von Fußgängern begehbar sei. Ein weiterer, großer Vorteil sei, dass die Hauptversorgungsleitungen für Gas und Wasser nicht aufwendig verlegt werden müssten. An dem Konzept, dass die Bürgersteige auf beiden Brücken wegfallen, soll sich aber nichts ändern. Der Brückenschlag in die Altstadt soll sich einheitlich präsentieren.

    Am Montagabend wurden Olks Pläne bereits dem Hauptausschuss präsentiert. Als Nächstes wird sich der Planungsausschuss am 23. August mit ihnen befassen, ehe der Stadtrat am 30. August „einen Grundsatzbeschluss für die Kehrtwende treffen muss“, erklärt die Oberbürgermeisterin. In diesem Jahr wird nicht mehr gebaut. Kaster-Meurer rechnet damit, dass erst im Sommer 2013 begonnen werden kann, da vorher noch eine umfangreiche und europaweite Ausschreibung erfolgen muss.

    350 000 Euro sind weg
    Wenn der Neubau der Alten Nahebrücke gestoppt wird, was passiert dann mit dem Architekturbüro Schäpertöns aus München? „Wir haben Regressforderungen juristisch prüfen lassen“, sagt OB Heike Kaster-Meurer. Alles, was bei Schäpertöns bereits in Auftrag gegeben worden sei, müsse bezahlt werden – gut 350 000 Euro. „Das tut natürlich weh“, gibt Kaster-Meurer zu. Mehr könne aber nicht gefordert werden.

    Stephan Brust

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