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Bingen

Modellbauernhof bleibt auf der Wunschliste

Um Landbau und Umweltschutz in Rheinland-Pfalz sowie die Aktivitäten und die Zukunft der Technischen Hochschule (TH) Bingen ging es beim Besuch von Wirtschaftsminister Volker Wissing (Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz). In einem Fachgespräch mit der Hochschulleitung und Vertretern der Studienrichtung Agrarwirtschaft ging es um die Zukunft der Landwirtschaft im Bundesland. Wissing plädierte dabei für eine stärkere Zusammenarbeit mit der TH und auch mit dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR).

Den Landbau einträglich und umweltgerecht zu gestalten, daran forscht auch die Technische Hochschule Bingen.  Fotos: TH Bingen
Den Landbau einträglich und umweltgerecht zu gestalten, daran forscht auch die Technische Hochschule Bingen. Fotos: TH Bingen

Gemeinsam wollen sich die Beteiligten für einen ökonomischen und umweltgerechten Landbau einsetzen. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu stärken und gleichzeitig Maßnahmen für den Klimaschutz und die Klimaanpassung weiter zu entwickeln. Im Gespräch signalisierten beide Seiten großes Interesse an einer zukünftigen Zusammenarbeit.

Neubau würde Standort stärken

Gesprächsrunde an der TH Bingen: Prof. Dr. Thore Toews (von links), Prof. Dr. Oliver Türk, Agnes Pohlmann (Ministerium), Minister Dr. Volker Wissing und Prof. Dr. Clemens Wollny diskutierten über moderne Landwirtschaft.
Gesprächsrunde an der TH Bingen: Prof. Dr. Thore Toews (von links), Prof. Dr. Oliver Türk, Agnes Pohlmann (Ministerium), Minister Dr. Volker Wissing und Prof. Dr. Clemens Wollny diskutierten über moderne Landwirtschaft.

Man war sich einig: Maßgeblich für einen erfolgreichen und umweltschonenden Landbau ist eine fundierte und praxisorientierte Ausbildung der Landwirte. Volker Wissing sagte: „Mich beeindruckt hier an der TH Bingen, dass mit viel Kompetenz und Engagement gelehrt wird. Ich freue mich daher auf eine stärkere Zusammenarbeit, auch mit den Dienstleistungszentren Ländlicher Raum (DLR), damit wir gemeinsam die Zukunft der Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz gestalten können.“

Agrarwirtschaft nur hier gelehrt

Studierende an der TH Bingen nutzen unter anderem den Lehrbetrieb der Hochschule, den St. Wendelinhof mit Sitz auf dem Binger Rochusberg, für ihre Ausbildung. Der 88 Hektar große Betrieb gibt den zukünftigen Agrarwirtschaftlern die Möglichkeit, Tierhaltung und Pflanzenzucht ganz praktisch zu erlernen. Im Zentrum eines Studiums an der TH Bingen steht immer der Anwendungsbezug. Daher würde die Hochschule ihr Angebot gerne weiter ausbauen und setzt einen neuen Modellbauernhof ganz oben auf ihre Wunschliste.

Prof. Dr. Clemens Wollny, Dekan des Fachbereichs „Life Sciences and Engineering“ an der TH Bingen, erklärt: „Bislang können wir einen Neubau schlichtweg nicht finanzieren. Das Studium der Agrarwirtschaft ist aber ein Aushängeschild der Hochschule und auch überregional stark nachgefragt. Wir würden dieses einzigartige Angebot in Rheinland-Pfalz gerne ausbauen und modernisieren.“

Neben dem Bachelor in Agrarwirtschaft bietet die TH den Master Landwirtschaft und Umwelt an und zeigt so deutlich den Schwerpunkt der Hochschule, beide Seiten miteinander in Einklang zu bringen. In Rheinland-Pfalz bietet die TH Bingen als einzige Hochschule Agrarwirtschaft an, und auch überregional ist der Studiengang sehr beliebt.

Professur ökologischer Landbau

Ökologischer Landbau ist an der Technischen Hochschule Bingen bereits Teil des Studienangebots und wird zum kommenden Semester durch eine neu zu besetzende Professur in ökologischem Pflanzenbau unterstützt. Das Besetzungsverfahren hierzu ist angelaufen. Als konkreter Schritt wurde zwischen dem Ministerium und der Hochschule vereinbart, Fachgespräche mit den Entscheidungsträgern aus der Agrarwirtschaft, zum Beispiel den Dienststellenleitern der DLR, zu koordinieren, um gemeinsam weitere Innovationen anzustoßen.

Mehr Infos zur Hochschule unter www.th-bingen.de

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