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Bad Münster-Ebernburg

Machbarkeit prüfen: Brücke über die Nahe ins Huttental?

Josef Nürnberg

Der Ortsbeirat von Bad Münster am Stein-Ebernburg nimmt eine alte Idee wieder auf und wünscht sich einen Brückenschlag ins Huttental, um in Zeiten, wenn die Fähre nicht verkehrt, Wanderern die Querung an dieser Stelle der Nahe zu ermöglichen. Bei einer Gegenstimme stimmte das Gremium am Mittwochabend dafür, prüfen zu lassen, ob eine Brücke dort auch tatsächlich machbar ist.

Damit das Wandergebiet in Richtung Gans und Kuhberg ganzjährig von Bad Münster am Stein aus erreicht werden kann, erwägt der Ortsbeirat den Bau einer Brücke. Zunächst soll aber eine Machbarkeitsstudie erstellt werden.  Foto: Josef Nürnberg
Damit das Wandergebiet in Richtung Gans und Kuhberg ganzjährig von Bad Münster am Stein aus erreicht werden kann, erwägt der Ortsbeirat den Bau einer Brücke. Zunächst soll aber eine Machbarkeitsstudie erstellt werden.
Foto: Josef Nürnberg

CDU und SPD hatten den Antrag gemeinsam eingebracht, der von Erich Menger ausführlich begründet wurde. „Ich halte das für wichtig, weil der Wandertourismus künftig weiter zunehmen wird und eine große Rolle spielen dürfte“, sagte der Sozialdemokrat. Er erinnerte daran, dass Bad Kreuznach die Stadt der Brücken ist. Der Brückenschlag sei auch wichtig, weil bei dieser Gelegenheit die Versorgungsleitungen in Richtung Huttental im Brückenkörper verlegt werden könnten. „Das ist wichtig, damit das Huttental überhaupt attraktiv gestaltet werden kann“, sagte Menger.

Ratsfrau Helmtrud Reinhard-Kaiser wollte zunächst Pläne einer solchen Brücke sehen und warnte vor Hochwasser. Norbert Welschbach, der für die verhinderte Ortsvorsteherin Bettina Mackeprang die Sitzung leitete, erinnerte daran, dass es in diesem Beschluss nur um die Prüfung der Machbarkeit geht. Reinhard-Kaisers Sorge, eine Brücke wäre wegen Hochwassers nicht umsetzbar, teilte Menger unter Hinweis auf die Freibadbrücke in Bad Kreuznach nicht. Um die historische Fähre zu erhalten, soll zudem die Brücke nur in Zeiten geöffnet sein, in denen die Fähre nicht verkehrt.

Die Mehrheit im Ortsbeirat ist sicher, dass auch die Gastronomie wie das Kurhaus von einem ganzjährigen Wandertourismus profitieren würde. Bisher werden Wanderer außerhalb der Fährsaison an der Gastronomie in Bad Münster vorbeigeführt. Einzige Alternative ist, so die Begründung des Ortsbeirats, derzeit ein unzureichend ausgeschilderter und in Teilen im Privatbesitz befindlicher Wirtschaftsweg oberhalb des Huttentals und des Campingplatzes, der in die Speckerbrücke mündet. Dieser Weg ist allerdings lang und weist starke Steigungen, Treppen und Engstellen auf. Ein Winterdienst oder regelmäßige Pflegearbeiten finden hier nicht statt. Auch das Problem der Verkehrssicherungspflicht ist nicht gelöst.

Manfred Rapp (CDU) wollte nicht nur den Bau einer Brücke auf dem Prüfstand wissen, sondern er möchte zusätzlich, dass die Stadt Bad Kreuznach nochmals den gesperrten Serpentinenweg hinauf zur Gans auf die Agenda setzt. Aus seiner Sicht – und viele Ratsmitglieder stimmten ihm zu – dürfe es nicht sein, dass einer der schönsten und attraktivsten Wege des gesamten Wanderwegenetzes einfach aufgegeben wird. „Auch in den Alpen gibt es Wege, die steinschlaggefährdet sind. Dennoch werden sie nicht aufgegeben“, sagte Rapp.

von unserem Reporter Josef Nürnberg
Bad Kreuznach
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