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Höhenangst in der Kreuzbachklamm: 31-Jähriger kam nicht weiter – Retter schwer verletzt

Obwohl die Kreuzbachklamm nach Unwettern seit längerem gesperrt ist, wagte sich ein Paar am Mittwoch auf das rutschig-gefährliche Gelände. Doch plötzlich ging es für den Mann nicht mehr weiter: Höhenangst.

Aus der Kreutzbachklamm im Binger Wald musste am Mittwochabend ein verirrter und erschöpfter Wanderer gerettet werden. Probleme bereitete den Feuerwehrkräften das sehr steile und unwegsame Gelände. Bei der Aktion stürzte ein Feuerwehrmann ab und musste von den Kollegen gerettet werden.
Aus der Kreutzbachklamm im Binger Wald musste am Mittwochabend ein verirrter und erschöpfter Wanderer gerettet werden. Probleme bereitete den Feuerwehrkräften das sehr steile und unwegsame Gelände. Bei der Aktion stürzte ein Feuerwehrmann ab und musste von den Kollegen gerettet werden.

Um 16.54 Uhr wurde der Polizei durch die Frau mitgeteilt, dass sie mit ihrem Freund durch die Kreuzbachklamm gewandert sei. Plötzlich habe der 31-Jährige Höhenangst bekommen, würde nun auf dem Weg sitzen und sich den Abstieg nicht mehr zutrauen.

Die Kreuzbachklamm ist aufgrund verschiedener Unwetter und Hangrutsche seit längerer Zeit gesperrt. Diese Sperrung wird mit Schildern und Flatterband angezeigt – was die Wanderer nicht aufgehalten hatte.

In ihrer misslichen Lage konnten die Retter schließlich zu dem Paar vordringen. Mit ihrer Hilfe wurde der Rückweg des verängstigen Mannes bewältigt; beide konnten unverletzt absteigen.

Da kann man schonmal Angst bekommen: Die Wege und Brücken in der auch sonst recht spektakulären Kreuzbachklamm sind von Unwettern schwer beeinträchtigt worden.
Da kann man schonmal Angst bekommen: Die Wege und Brücken in der auch sonst recht spektakulären Kreuzbachklamm sind von Unwettern schwer beeinträchtigt worden.
Foto: Josef Nürnberg

Wie gefährlich die Situation dort tatsächlich war, mussten zwei Feuerwehrleute am eigenen Leibe erfahren. Einer der Helfer sei auf dem felsigen Untergrund abgerutscht und habe sich den Fußknöchel gebrochen, sagte Kreisfeuerwehrinspektor Bernhard Kettelaer am Donnerstag. Er musste stationär in der Uni-Klink Mainz aufgenommen werden und wird nun operiert . Der andere Feuerwehrmann war unabhängig davon von einem Steinschlag getroffen und leicht verletzt worden.

Im Einsatz waren unter Führung des Kreisfeuerwehrinspekteurs die Feuerwehren Bingen-Stadt, Bingen-Bingerbrück, Rhein-Nahe, sowie Höhenretter der Wehren Ingelheim und Wiesbaden.

Die Bundesstraße 9 wurde für 90 Minuten voll gesperrt.
Die Bundesstraße 9 wurde für 90 Minuten voll gesperrt.

Aufgrund der Einsatzmaßnahmen musste die Bundesstraße 9 für 90 Minuten voll gesperrt werden. Es wird geprüft, ob der Verantwortliche für die entstandenen Kosten einstehen muss. to

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