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    MittelrheinZweiter Workshop zur Buga 2031: Bürger geben den Planern viele Hausaufgaben mit

    Jede Menge Hausaufgaben haben die Bürger aus dem Welterbe Oberes Mittelrheintal den professionellen Planern der Buga 2031 mit auf den Weg gegeben. „Mein Dorf im Buga-Sommer 2031“ lautete das Thema des zweiten Bürger-Workshops im Kulturhaus Oberwesel. Hunderte Ideen für größere und kleinere Ausstellungsflächen, Veranstaltungen und Inszenierungen, Kulinarik sowie Park-and-ride-Flächen waren in kurzer Zeit zusammengetragen.

    Dass alle 50 Gastgeberorte im Welterbe zumindest für einen Tag auch Gastgeber der Buga sind, ist ein ehrgeiziges Ziel der Machbarkeitsstudie, die bis November erarbeitet wird und als offizielle Bewerbung bei der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft (DBG) dient. Etwa 50 Teilnehmer waren dann auch zum Workshop gekommen, zwar nicht tatsächlich aus jedem Ort einer, aber zumindest aus vielen von Rüdesheim bis Koblenz.

    Gastgeber-Bewusstsein entwickeln

    Dass die Entwicklung eines gemeinsamen Gastgeber-Bewusstseins als zentrales Ziel einer Buga gilt, hatte DBG-Geschäftsführer Jochen Sandner zuvor in seinem Impulsvortrag erläutert. Außerdem machte Sandner deutlich, dass eine Buga neben den gärtnerischen, landschaftlichen und städtebaulichen Highlights mit ihren Konzerten und Veranstaltungen einen Festivalcharakter entwickelt, der bleibende Erinnerungen bei den Besuchern auslösen kann, sodass diese gern wiederkommen. Grundsätzlich entwickelten sich die Schauen derzeit von integralen Stadtentwicklungskonzepten hin zu regionalen Konzepten. Vor diesem Hintergrund sei die Buga im Mittelrheintal auch eine interessante Herausforderung für die DBG und ein wichtiger Baustein für deren langfristige Entwicklung.

    Hunderte Tipps für Frühjahr, Sommer und Herbst

    Nach einem kurzen Imbiss ging es für die Teilnehmer dann direkt in die drei Arbeitsgruppen – aufgeteilt in die geplante nördliche Frühjahrssaison der Buga 2031 von Koblenz bis Boppard, die Sommersaison rund um die Loreley von Kestert bis Oberwesel und die südliche Herbstsaison von Kaub bis Bingen/Rüdesheim. Etwa alle 20 bis 25 Minuten wechselten die Teilnehmer die Diskussionsrunden, sodass jeder sich mit allen drei Bereichen befasst hatte. Das Ergebnis: Alle Tafeln waren voll mit Hunderten von Tipps, Vorschlägen und auch Kritikpunkten am Status quo.

    Auswertung steht bevor

    Den Planern steht nun also einiges an Arbeit bevor, um diese auszuwerten. Auch wenn Clas Scheele vom Büro RMP, das die Machbarkeitsstudie federführend betreut, in seinem Fazit die vielen Vorschläge spontan kaum zusammenfassen konnte, so freute er sich doch, dass auch schon Bilder und Atmosphäre zur Buga 2031 in den Köpfen entstanden waren. Losgelöst von einzelnen Vorschlägen wie die Vereinigung aller Weinfeste im Tal entlang einer langen Tafel am Rhein spielte im Hintergrund auch immer wieder die Entwicklung einer Marke Mittelrhein eine Rolle, unter deren Dach Landschaft, Denkmäler und regionale Produkte zusammengefasst und vermarktet werden könnten.

    Junge Generation beteiligen

    Christian Rast von der ift Tourismusberatung ist positiv aufgefallen, „dass man immer wieder versucht hat, zu sagen, wir sind zwar ein kleinteiliges Tal, aber wenn man zusammenarbeitet, kann dies auch eine Stärke sein“. Man müsse eben die entsprechende Vernetzung hinbekommen. Woran es noch fehle, das sind Angebote für Kinder und Jugendliche: „Das nehme ich mir als Hausaufgabe mit, im weiteren Prozess auch die jüngere Generation zu beteiligen.“

    Dritter Workshop: Was bleibt 2032 und danach?

    Im Jahr nach der Buga 2031 wird das Welterbe Oberes Mittelrheintal sein 30-jähriges Bestehen feiern können. Um 2032 und die weiteren 25 Jahre nach der Buga geht es beim dritten Bürger-Workshop am kommenden Samstag, 20. Mai, von 11 bis 15 Uhr in der Stadthalle Boppard. Es geht um langfristige Infrastruktur- und Begleitprojekte, die über die Buga hinaus Bestand haben und in die Machbarkeitsstudie integriert werden. Mit einem Impulsvortrag wird Thomas Metz von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz einen Einblick in die Planungen zum Erhalt des kulturellen Erbes geben.

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

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