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    Rettershain will Sportplatz zum Leben erwecken: Arbeitseinsatz geplant

    Verwildert sieht das Grundstück am Rettershainer Waldrand aus. Aber die Fußballtore lassen noch immer erkennen, dass es ein Sportplatz ist – genauso wie das große Schild, das Besuchern von der L 337 aus den Weg weist. „Früher haben wir Feste gemacht oder Fußballspiele zwischen Vereinen“, erzählt Heinz Kloos, Vorsitzender des Sportvereins Rettershain.

    Etwas verwildert sieht er aus, der Sportplatz in Rettershain. Doch Sportverein und Gemeinderat wollen sich etwas einfallen lassen, um das Gelände wieder zu beleben. Ein erster Schritt in diese Richtung wird ein Arbeitseinsatz mit freiwilligen Helfern sein, um den Platz auf Vordermann zu bringen.​
    Etwas verwildert sieht er aus, der Sportplatz in Rettershain. Doch Sportverein und Gemeinderat wollen sich etwas einfallen lassen, um das Gelände wieder zu beleben. Ein erster Schritt in diese Richtung wird ein Arbeitseinsatz mit freiwilligen Helfern sein, um den Platz auf Vordermann zu bringen.​
    Foto: Cordula Sailer

    Auch Bundesjugendspiele oder Zeltlager hätten bereits dort stattgefunden. Heute werde das Gelände aber kaum noch genutzt. Das möchten der Sportverein und die Gemeinde aber gern ändern. Da waren sich Kloos und der Gemeinderat bei der jüngsten Sitzung des Rates einig. Die Debatte um den Platz war bereits im vergangenen Jahr ins Rollen bekommen, erklärt Ortsbürgermeister Uwe Jannaschk.

    Damals hatte es eine Anfrage gegeben, ob das gemeindeeigene Grundstück zur Viehhaltung verpachtet werden könne. Aber: „Es besteht ein Nutzungsvertrag mit dem Sportverein“, sagt Jannaschk und fügt hinzu: „Und es ist der Wille da, das nutzen zu wollen.“ Nun macht man sich in Rettershain Gedanken, wie das Gelände wiederbelebt werden kann. Für einen richtigen Fußballplatz ist die Fläche zu klein, erklärt Kloos. „Wir haben auch keine aktive Fußballmannschaft, nur eine Hobbygruppe“, sagt der Sportvereinsvorsitzende.

    Aber genau in diese Richtung könnte es gehen: Kicken zum Spaß. So wie früher, als auf dem Sportplatz zum Beispiel schon Spiele zwischen dem Sportverein und der Feuerwehr ausgetragen wurden. „So etwas wollen wir zurückholen“, sagt Kloos.

    Außerdem kann die überdachte Grillstelle des Sportplatzes angemietet werden. Vor etwa zwei Jahren hat die Ortsgemeinde zwei massive Holzbankgarnituren für den Platz angeschafft. „Man hat da schon Geld in die Hand genommen“, sagt Uwe Jannaschk.

    Vermietet war die Grillstelle im vergangenen Jahr allerdings nur drei Mal – eine Gruppe musste zudem wegen schlechten Wetters absagen. Dabei habe der Sportplatz durchaus Potenzial: „Das ist ein wunderschöner Platz“, sagt Jannaschk. „Man kann hier herumtollen, und er ist mit dem Auto erreichbar.“

    Das einzige Manko: Einen Strom- und Wasseranschluss gibt es nicht. Das rechne sich schlicht nicht, so der Bürgermeister. Aber: „Für eine Veranstaltung würden wir auch ein Dixi-Klo anmieten“, meint Jannaschk. Für solche Fälle stehe die Gemeinde in Kontakt mit den Verbandsgemeindewerken. Die Tagesmiete für den Grillplatz beträgt derzeit 25 Euro. Allerdings sei der Preis seit etwa zehn Jahren nicht mehr angehoben worden. „Aber da sind wir jetzt erst mal am Zug, dass man das wieder gut nutzen kann“, sagt Jannaschk.

    Um den Sportplatz wieder instand zu setzen, ist ein Arbeitseinsatz mit Freiwilligen geplant. Angedacht sei ein Termin nach dem großen Rettershainer Lindenblütenfest am Vatertag, 25. Mai. Unter anderem soll das Grün auf dem Sportplatz wieder gestutzt werden. „Wir haben jemanden, der mit dem Traktor drübermäht“, erklärt Heinz Kloos. Damit das Gefährt übers Gelände fahren kann, müsse aber zuerst der Pfosten an der Einfahrt abmontiert werden.

    Ebenfalls auf der To-do-Liste: das Gestrüpp zum Wald hin. Es soll entfernt werden, da sich dort auch Dornenbüsche breit gemacht haben, die das Herausfischen hineingefallener Bälle erschweren. „Außerdem wollen wir die Löcher zumachen, die die Wildschweine gemacht haben“, sagt Kloos. Denn die Tiere haben sich durch ein Loch im Zaun Zugang zum Sportplatz verschafft. Es gibt also einiges zu tun. Aber Uwe Jannaschk ist zuversichtlich: „Bei uns sind schon immer 30, 40 Leute da, die mit anpacken und etwas bewegen“, lobt der Bürgermeister seine Mitbürger mit Blick auf vergangene Aktionen. Das sei keine schlechte Bilanz für eine Gemeinde mit gerade einmal 338 Einwohnern.

    Wer den Platz gern sportlich oder zum Grillen nutzen möchte, kann sich an Ortsbürgermeister Uwe Jannaschk unter info@rettershain.de wenden.

    Von unserer Redakteurin Cordula Sailer
     
    Der Sportverein Rettershain
    Der Sportverein (SV) Rettershain hat derzeit etwas mehr als 180 Mitglieder, erklärt dessen Erster Vorsitzender Heinz Kloos. Der Verein bietet Kinderturnen an sowie zwei Gymnastikgruppen für Frauen. Daneben gibt es eine Badminton- und eine Tischtennisabteilung. Die Tischtennisspieler haben zwei Mannschaften: Eine spielt in der Kreisliga, die andere in der 2. Kreisklasse. Platz zum sporteln und trainieren haben die Mitglieder des SV Rettershain im örtlichen Gemeindehaus. csa

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