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    Lahnstein

    Kultursommer zaubert südliches Flair in die Stadt Lahnstein

    Drei Tage Kultur, das braucht Kondition. Es ist ein Hin und Her zwischen heiter und ernst, Kabarett und Kirchenkonzert, Bratwurst und rotem Bordeaux, vier Bühnen und noch mehr Aktions- und Spielflächen. Da kommen schon Kilometer zusammen, um das komplette Angebot aus Theater, Kabarett, Komödianten, Walkacts und Musik verschiedenster Stile auch nur halbwegs auf- und mitzunehmen. Auf der Zielgeraden nach drei Tagen Kulturmarathon sind die Veranstalter mit geschätzt 25.000 Besuchern matt, aber zufrieden: Schön war's.

    Spektakel im historischen Stadtkern von Oberlahnstein: Vor allem am Samstag und Sonntag kamen Tausende zur Kultursommereröffnung und erlebten gut gelaunt, interessiert und manchmal auch staunend Hunderte Künstler und Artisten wie hier den Akrobaten Noah Chorny.
    Spektakel im historischen Stadtkern von Oberlahnstein: Vor allem am Samstag und Sonntag kamen Tausende zur Kultursommereröffnung und erlebten gut gelaunt, interessiert und manchmal auch staunend Hunderte Künstler und Artisten wie hier den Akrobaten Noah Chorny.
    Foto: Colja Ibron

    Was die Kultur angeht, ist Lahnstein gut im Training: Lahneck Live, Bluesfestival, Burgspiele, Rockbuster - reichlich Show-how also. Da konnte die Kultursommereröffnung mit rund 300 Künstlern kommen. Und es kam nicht nur Kultur, sondern auch der Sommer. Fast schon südliches Flair verströmte die Stadt mit all den Ständen, dem bunten Gewusel, den Bühnen vor dem mittelalterlichen Hexenturm, am historischen Rathaus, auf dem Kulturschiff am Rheinufer mit einem erleuchteten Schloss Stolzenfels im Hintergrund - was für ein Ambiente!

    Am Freitagabend war's noch Trainingslauf. Comedian Roberto Capitoni, halb Italiener, halb Deutscher und wohnhaft in Lahnstein, startete das Fest quasi als personifiziertes Kultursommermotto: "Eurovisionen". Sehens- und Hörenswertes folgte, als der Samstag zum Volkslauf wurde und die Besucher strömten: etwa die Schweizer Performancekünstler Da Motus, junge Literatur beim Poetry Slam, der hintergründige Humor des Kabarettisten Lars Reichow, die österreichische Band DelaDap mit einem waghalsigen Mix aus Popmusik und Folklore.Und am Sonntag platzte die Stadt fast aus allen Nähten.

    Wenig Hochkultur, stattdessen kultureller Breitensport. Spektakel, Häppchenkultur, Masse und Klasse möglichst komprimiert. Und doch war auch Stilles und Nachhaltiges, das Kleine und Feine zu finden, als Lesung im Oldiebus ebenso wie bei Installationen und Filmvorführungen.

    Europa ist Käse. Holländischer. Dazu englische Toffees, französischer Wein, polnisches und deutsches Bier. Europa geht durch den Magen und schlägt einigen auf denselben. Von der aktuellen Wirtschafts- und Sinnkrise war in Lahnstein nur am Rande die Rede, sie hat man hier einfach weggelacht. Warum auch nicht. Eurovisionen als buntes Fest der Vielfalt - klingt allemal attraktiver als graue Depression. Der Meinung war auch eine gut gelaunte Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die mit den Lahnsteinern feierte.

    Von unserem Redaktionsleiter Michael Stoll

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