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Freusburgermühle

Neue Variante verspricht Lösung für Siegwehr

Kirchen hat seit gestern einen großen Konflikt weniger: Der Streit um die beiden Siegwehre in Freusburgermühle dürfte nun beendet sein. Bei einem Treffen der Streitparteien im Rahmen eines „kleinen Runden Tisches" im Kirchener Rathaus, bei dem auch Vertreter der Fischereigenossenschaft und Turbinenbetreiber Friedhelm Schmidt anwesend waren, fand sich ein Kompromiss, der sowohl die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord als auch die Bürgerinitiative (BI) zufriedenstellt, die sich seit Jahren für den Erhalt des Unterwehrs in dem Kirchener Ortsteil einsetzt. Dies bestätigten beide Seiten gestern Abend auf RZ-Anfrage. Alle Beteiligten wollen die nun gefundene „mögliche Lösung" – so heißt es in einer Presseerklärung der SGD merkwürdig zurückhaltend – Ende April bei einer Bürgerversammlung in Freusburgermühle vorstellen.

Freusburgermühle – Kirchen hat seit gestern einen großen Konflikt weniger: Der Streit um die beiden Siegwehre in Freusburgermühle dürfte nun beendet sein. Bei einem Treffen der Streitparteien im Rahmen eines „kleinen Runden Tisches" im Kirchener Rathaus, bei dem auch Vertreter der Fischereigenossenschaft und Turbinenbetreiber Friedhelm Schmidt anwesend waren, fand sich ein Kompromiss, der sowohl die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord als auch die Bürgerinitiative (BI) zufriedenstellt, die sich seit Jahren für den Erhalt des Unterwehrs in dem Kirchener Ortsteil einsetzt. Dies bestätigten beide Seiten gestern Abend auf RZ-Anfrage. Alle Beteiligten wollen die nun gefundene „mögliche Lösung" – so heißt es in einer Presseerklärung der SGD merkwürdig zurückhaltend – Ende April bei einer Bürgerversammlung in Freusburgermühle vorstellen.

Zu dem unerwarteten Durchbruch hat eine neue Planungsvariante geführt, die SGD-Vertreter und Turbinenbetreiber Schmidt vor einigen Wochen bei einem wasserwirtschaftlichen Symposion in Aachen „entdeckt" hatten – weswegen in der SGD-Mitteilung auch von der „Aachener Variante" die Rede ist. Vorgestellt wurde in der Kaiserstadt eine neue „Schneckenturbine", die für Freusburgermühle die Lösung bedeuten dürfte, unter anderem, weil sie mit einer integrierten Fischaufstiegsanlage (FAA) kombiniert ist. Die Turbine könnte nun im Oberwehr der Freusburger Mühle eingebaut werden. Durch sie kann erstens der Betreiber eine höhere Energieausbeute erzielen, zweitens ermöglicht sie, mehr Wasser in die Ausleitungsstrecke der Sieg abgeben zu können. Aus dem höheren Abfluss in den Siegbogen ergeben sich laut Pressetext „Auswirkungen für das Unterwehr, welche eine deutlich geringere Absenkung von maximal 30 Zentimetern zur Folge hätte" – damit wären frühere Forderungen der SGD vom Tisch, bei denen es um eine Absenkung des Unterwehrs von mindestens einem Meter ging und die die Anwohner im Ort auf die Barrikaden gebracht hatten. Denn dadurch, so argumentiert die BI, wäre das einmalige Landschaftsbild am Siegwehr sowie der Anblick mit dem kleinen Stausee und der denkmalgeschützten Freusburger Mühle unwiederbringlich zerstört worden.Die Gespräche gestern Vormittag sollen dem Vernehmen nach in konstruktivem Ton stattgefunden haben. Professor Dr. Georg Wieber, Regionalstellenleiter der SGD in Montabaur, sagte der RZ: „Da durch die Schneckenturbine von oben genügend Wasser durch die Ausleitungsstrecke abfließt, ist nur noch eine geringe Absenkung des Unterwehrs erforderlich." Und BI-Sprecher Dr. Volker Thielmann bestätigt: „Die Aachener Variante kann eine Einigung bringen.  Wenn es bei einer Wehrabsenkung von maximal 30 Zentimetern bleibt, könnten wir damit leben. Dann hätten alle Seiten Abstriche gemacht."Doch nun, sagte Thielmann, müsse das Modell zunächst von einem Wasserbautechniker und einem Biologen „durchgerechnet" werden, um festzustellen, ob die Schneckenturbine den gewünschten Effekt auch tatsächlich sicherstellt. „Denn", so der BI-Sprecher, „wir wollen ja, dass so viel wie möglich Strom erzeugt und als ökologische Energieform genutzt wird. Durch die neue Variante vergeuden wir kein Wasser und können zugleich das Ortsbild erhalten und weiterhin touristisch nutzen. Und auch die Fische können wandern." Peter Seel

Altenkirchen Betzdorf
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