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Betzdorf

In Betzdorf bei Merkel-Besuch lautstark für Atomausstieg getrommelt

So eine Demonstration hat Betzdorf schon lang nicht mehre gesehen. 800 bis 1000 Menschen, so die Veranstalter, beteiligten sich Montagabend am Montagsspaziergang zum Ausstieg aus der Atomenergie. Mit Trommeln und Trillerpfeifen wurde lautstark der sofortige Ausstieg aus dieser nicht verantwortbaren Energie gefordert. Grund für die große Teilnehmerzahl an der Demonstration war der Wahlkampfauftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Stadthalle.

Und auch vor der Stadthalle wurde der Bundeskanzlerin ein lautstarker Empfang bereitet und deutlich gemacht, dass der Ausstieg aus der Atomenergie ansteht – und zwar sofort. Dabei wurde ebenso klar gemacht, dass man der CDU in Sachen Atomausstieg, Moratorium etc. nicht über den Weg traut. Für die Demonstranten ist und bleibt die CDU eine Atompartei. Für die Bundeskanzlerin gab es auch eine eigens gebackene Vanillecremetorte mit dem Emblem „Atomkraft Nein Danke“. Doch es war nicht möglich, diese der Bundeskanzlerin beim Einzug in die Stadthalle zu überreichen.
Aufgerufen zu der Demonstration hatte das Aktionsbündnis gegen Atomkraft. Seit Monaten wird regelmäßig für den Ausstieg aus der Atomkraft demonstriert. Unterstützung gab es gestern von dem Aktionsbündnis aus Hachenburg.
Mehrere Redner, darunter Marion Pfeiffer vom Aktionsbündnis und den Bündnisgrünen Betzdorf/Kirchen, der Landtagsabgeordnete Dr. Matthias Krell (SPD), Harry Neumann vom Aktionsbündnis Hachenburg und BUND Westerwald, Eveline Lemke als Landesvorsitzende der Bündnisgrünen sowie Joachim Scheer, der gemeinsam mit anderen Mitstreitern das Atomkraftwerk Mülheim-Kärlich zu Fall brachte, verdeutlichten alle, dass Kernenergie eine Energie sei, die nicht verantwortbar sei. Das einzige Sichere an der Atomenergie sei, dass sie todsicher sei. Auch im Angesicht der Ereignisse in Japan, hier gab es auch eine Schweigeminute, um der Opfer in Japan zu gedenken, wollte bei der Demonstration niemand mehr etwas von Restrisiko hören. Atomenergie sei nicht beherrschbar und verantwortbar. Sie müsse weg. Am besten sofort. Die Wendepolitik in Sachen Atomkraft wurde der CDU nicht abgenommen.
Sehr klar wurde auch verdeutlicht, dass eine andere Energiepolitik (Wind, Wasser, Solar) möglich sei. Das könnte zügig umgesetzt werden. Da würden auch nirgends die Lichter ausgehen.
Ebenso klar machten die Demonstranten auch, dass sie weiter jeden Montag auf die Straße gehen werden, bis die Atomkraftwerke abgeschaltet sind.

"Hui, hui, hui – Atomkraft pfui!" – ein Video mit Szenen der Demonstration von den Atomkraftgegnern:

Altenkirchen Betzdorf
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