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    Dorfmoderation motiviert die Einwohner: Selbacher wollen erkennbar was bewegen

    Dorfmoderation lebt von der Bürgerbeteiligung. In diesem Sinne steht den Selbachern ein sehr lebendiger Prozess bevor, denn schon zur Auftaktveranstaltung kamen viele Einwohner zusammen; brauchbare Vorschläge für mögliche Ansatzpunkte nicht minder.

    Nach dem Abriss der früheren Gaststätte Rosenbauer bietet der Dorfplatz einzigartige Chancen für die Selbacher Dorfentwicklung.
    Nach dem Abriss der früheren Gaststätte Rosenbauer bietet der Dorfplatz einzigartige Chancen für die Selbacher Dorfentwicklung.
    Foto: Elmar Hering

    Die von der Ortsgemeinde beauftragte Moderatorin Christiane Hicking (Altenahr) staunte über das große Interesse: „Das hätte ich gar nicht zu hoffen gewagt.“ Ohne lange Vorrede zeigte sie die Neuausrichtung der Dorfmoderation sowie deren Handlungsfelder und Chancen auf (zum Beispiel geförderte Privatinvestitionen).

    In der Folge demonstrierten die Bürger durch ihre intensive Teilnahme, wie sehr sie gewillt sind, das Instrument der Dorfmoderation zu nutzen, um die kleine Gemeinde zukunftsfit zu machen. Schon die Aufzählung der Stärken und Schwächen überzeugte sowohl quantitativ als auch qualitativ. Demnach umfasst das Kaleidoskop der Stärken zum Beispiel die fünf Bäche im Dorf, ebenso das schnelle Internet und die beachtliche Zahl junger Familien. Bei den Schwächen wurden unter anderem die Aufteilung in vier Ortsteile, der mangelhafte ÖPNV und der schlechte Straßenzustand genannt. Erfreut über das Potenzial fasste Christiane Hicking zusammen: „Ihnen ist mehr Positives als Negatives eingefallen.“

    Noch mehr Detailvorschläge lieferte die anschließende Ideensammlung in Kleingruppen. Sortiert nach verschiedenen Handlungsfeldern (von Gesundheit und Natur über Kinder und 65plus bis zu Ortsbild und Infrastruktur) lieferten die Anregungen eine grobe Orientierung, wo in Selbach der Schuh drückt. Deutlich erkennbar scheint es zum Beispiel ein Problem mit den Hundehaltern zu geben, denn mehrfach wurden Hundetoiletten gefordert.

    In großer Zahl nahmen die Selbacher an der Auftaktveranstaltung zur Dorfmoderation teil. Erster Lohn: Im Schützenhaus kam man ungezwungen miteinander ins Gespräch.  Fotos: Elmar Hering
    In großer Zahl nahmen die Selbacher an der Auftaktveranstaltung zur Dorfmoderation teil. Erster Lohn: Im Schützenhaus kam man ungezwungen miteinander ins Gespräch. Fotos: Elmar Hering
    Foto: Elmar Hering

    Manche der Vorschläge lassen sich relativ flott in die Tat umsetzen (Metallgeländer streichen, Mitfahrbank aufstellen), andere benötigen deutlich mehr Zeit: Ver-kehrsberuhigung, Vereine zusammenführen, Dialektschule, Markttag, Betreutes Wohnen, Ladestation für Elektro-autos, Homepage und vieles mehr. Christiane Hicking lobte die Perspektive, anstelle der reinen Seniorenfeier an ein generationenübergreifendes Fest zu denken.

    Wie nicht anders zu erwarten, gehört ein Hauptaugenmerk dem künftigen Dorfplatz. Nach dem Abriss der ehemaligen Dorfschenke steht der Ortsgemeinde mitten im Dorf eine große Freifläche zur Verfügung. Die Moderatorin sprach deshalb von einer „tollen Grundlage“ und einer „einmaligen Gelegenheit“. Ob alle diesbezüglichen Wünsche der Bürger in Erfüllung gehen, sei dahingestellt: Wasserlauf integrieren, Bauerngarten, Bänke, Grillpavillon und WLAN-Hotspot (Hicking: „Lachen Sie nicht, das ist die Zukunft.“).

    Der Prozess der Dorfmoderation wird die Selbacher bis mindestens 2019 beschäftigen, inklusive längerer Durststrecken wegen Antrags- und Bewilligungsformalitäten. Bei einem der nächsten Treffen werden Arbeitsgruppen gebildet. Jeder kann jederzeit zusteigen.

    Von unserem Redakteur Elmar Hering

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