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Daaden/Weitefeld

Arbeitskreis: Für Weitefeld gibt's nun keine Schilder

Daniel Weber

Wer nicht will, der hat schon – frei nach diesem Motto hat der Arbeitskreis Heimatgeschichte Daadener Land nun höchstselbst das Projekt „Straßenzusatzschilder“ in Weitefeld für beendet erklärt. Hintergrund sind die kritischen Anmerkungen, die zu diesem Thema in der jüngsten Sitzung des Weitefelder Ortsgemeinderates gefallen waren (die RZ berichtete). Diese, schreibt der Vorsitzende des Arbeitskreises, Ulrich Meyer, verlangten eine Klarstellung. Wörtlich teilt er in einer Presseverlautbarung mit:

Infotafeln wie diese hier im Daadener Schützenhof wollte der Arbeitskreis Heimatgeschichte auch an Weitefelder Straßen anbringen – doch daraus wird nun wohl nichts.  Foto: Weber
Infotafeln wie diese hier im Daadener Schützenhof wollte der Arbeitskreis Heimatgeschichte auch an Weitefelder Straßen anbringen – doch daraus wird nun wohl nichts.
Foto: Weber

„Der Arbeitskreis Heimatgeschichte Daadener Land hat im vorigen Jahr allen Ortsgemeinden in der Verbandsgemeinde (außer Herdorf) angeboten, Straßen mit Namen, deren Bedeutung nicht ohne Weiteres verständlich sind, mit einem erläuternden Zusatzschild zu versehen. Der Ortsgemeinderat Weitefeld beschloss am 12. September 2017, dass zunächst ein Vertreter aus Weitefeld gefunden werden sollte, der sich mit der Angelegenheit beschäftigt und Vorschläge für die Beschilderung erarbeitet, bevor eine Zustimmung zu dem Projekt erfolgt. Alle anderen Ortsgemeinden stimmten ohne Weiteres zu. Der Arbeitskreis ist bei allen Ortschaften, aus denen niemand im Arbeitskreis mitarbeitet, auf die Mithilfe von sachkundigen Mitbürgern aus diesen Orten angewiesen, da ihm die Hintergrundinformationen zu den Straßennamen nur zum Teil bekannt sind. Das wurde allen betroffenen Gemeinden im Vorfeld mitgeteilt und hat dort auch problemlos funktioniert.“

Zwischenzeitlich seien die Schilder in Daaden, Biersdorf, Emmerzhausen, Mauden und zum Teil in Friedewald angebracht worden. Für Weitefeld habe die Sache nach dem Ratsbeschluss für den Arbeitskreis jedoch vorerst „auf Eis“ gelegen. Wie Meyer weiter erklärt, möchte man nun aber in einem zweiten Schwung alle weiteren Schilder in Auftrag geben und das Projekt damit abschließen. Deshalb habe er bei Ortsbürgermeister Karl-Heinz Keßler nach dem Sachstand in Weitefeld gefragt und auf dessen Wunsch hin Textentwürfe für sechs Straßennamen übermittelt – auf Basis von Informationen, die Klaus Weinbrenner dem Arbeitskreis mitgeteilt hat. Weinbrenner sei offenbar der einzige Weitefelder gewesen, der mit seinem Wissen etwas dazu beitragen konnte und wollte.

In der jüngsten Ratssitzung, ärgert sich Meyer, hätten aber nun einige Ratsmitglieder „den Spieß plötzlich umgedreht“. Er stößt sich vor allem an einer Aussage von Klaus Kirchhöfer (WfW-Fraktion). Dieser hatte verlauten lassen, der Arbeitskreis habe die Sache angestoßen – „da sollte man meinen, dass sie auch was dafür tun!“

Für Meyer ist diese Haltung nicht nachvollziehbar, schließlich seien dem Arbeitskreis durch den Beschluss des Gemeinderats die Hände gebunden gewesen. Offenbar habe die dank der Mithilfe Weinbrenners (und gegen den ausdrücklichen Beschluss des Rates) entgegenkommender Weise erfolgte „Teillieferung“ manchen Ratsmitgliedern nicht gefallen. Völlig unverständlich ist aus Meyers Sicht auch die Kritik von Dirk Langenbach (FWG), der in der Sitzung erklärt hatte, man vermisse ein Muster – und dass, so Meyer, „obwohl bereits seit einigen Wochen etwa 30 Schilder in anderen Gemeinden angebracht wurden, die man sich hätte ansehen können – zumal hierüber ausführlich in der Lokalpresse berichtet wurde“.

Schlussendlich hatte sich der Gemeinderat dazu durchgerungen, zunächst ein einziges Schild („Im Schlosssteinchen“) anzuschaffen – und über weitere dann noch zu beraten. Doch daraus wird nun möglicherweise nichts, denn der Vorsitzende des Arbeitskreises Heimatgeschichte stellt abschließend klar: „Das Schilderprojekt ist ein Angebot des Arbeitskreises. Wenn eine Gemeinde das Angebot nicht annehmen will, dann nimmt sie es eben nicht an. Keinesfalls besteht ein Muss – was allerdings für beide Seiten gilt! Für den Arbeitskreis Heimatgeschichte jedenfalls ist das Projekt der Straßenzusatzschilder in Weitefeld nunmehr erledigt.“

Von unserem Redakteur Daniel Weber
Altenkirchen Betzdorf
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