Limburg

Schutzstreifen werden erweitert: Stadt Limburg schafft mehr Platz für Radler

Die ersten Schutzstreifen für Radfahrer in Limburg sind in der Ste.-Foy-Straße schon vor vielen Jahren aufgebracht worden. Doch diese Streifen weisen inzwischen Mängel auf und entsprechen nicht mehr den aktuellen Vorschriften. Sie sollen daher geändert und den aktuellen Richtlinien angepasst werden. Das hat der Magistrat jetzt mitgeteilt.

Ganz schön eng für diejenigen, die den Schutzstreifen für Radler nutzen. Der Streifen entspricht nicht mehr den Vorschriften, die Mindestbreite von 1,50 Meter wird nicht eingehalten, der Abstand zu den parkenden Fahrzeugen ist zu gering. Das soll sich ändern.
Ganz schön eng für diejenigen, die den Schutzstreifen für Radler nutzen. Der Streifen entspricht nicht mehr den Vorschriften, die Mindestbreite von 1,50 Meter wird nicht eingehalten, der Abstand zu den parkenden Fahrzeugen ist zu gering. Das soll sich ändern.
Foto: Stadt Limburg

Auf der Ste.-Foy-Straße als einer wichtigen Verkehrsachse gibt es zwischen der Bundesstraße 54 und dem Bahnübergang im Übergang zum Limburger Weg in (Neu-)Staffel einen Fahrradschutzstreifen, der nach dem heutigen Stand jedoch erhebliche Mängel aufweist.

Die Mindestbreite von 1,50 Meter wird nicht eingehalten, darüber hinaus stellen die Stellplätze am Straßenrand zusätzliche Gefahrenpunkte für den Radverkehr dar. Konkret sind vom Amt für Verkehrs- und Landschaftsplanung folgende Anpassungen vorgesehen:

Die Breite der Fahrradschutzstreifen wird durchgehend mit 1,50 Metern markiert. Als Rahmenbedingung ist festgelegt, dass die restliche Fahrbahn zwischen den Schutzstreifen eine Mindestbreite von 4,50 Metern vorweisen muss, was durchgehend erreicht wird. Dennoch verringert sich die Fahrbahnbreite durch die verbreiterten Schutzstreifen. Allgemein gültig ist die Regelung, dass im Bedarfsfall der Schutzstreifen überfahren werden darf. Dies kann zum Beispiel beim Begegnungsfall Bus/Bus vorkommen.

Ein Sicherheitstrennstreifen zum ruhenden Verkehr wird bei angrenzenden Längsparkstreifen mit einer Breite von 0,50 Metern markiert (bei Schrägparken 0,75 Meter). Vergleichbare Markierungen wurden Ende 2020 in der Konrad-Kurzbold-Straße angebracht, um die Gefahr von sogenannten „Dooring“-Unfällen zu verringern.

Der ruhende Verkehr soll durch die Markierung der einzelnen Parkstände, gemäß dem Mindestmaß der Richtlinien für Anlagen von Stadtstraßen, geordnet werden. In Kombination mit dem vorgesehenen Sicherheitstrennstreifen kann so ein ausreichender Abstand zur Fahrbahn gewährleistet werden. An der Anzahl oder Aufstellung der Stellplätze ändert sich nichts.

Am Bahnübergang ist eine rote Aufstellfläche vorgesehen, um die Sicherheit der abbiegenden Radfahrer in Richtung Schafsberg zu verbessern. Bei einem geschlossenen Bahnübergang können Radfahrer die Aufstellfläche nutzen, um sich vor dem Kfz aufzustellen. Dadurch kann ein gefährliches Überholen auf dem Bahnübergang durch Kfz vermieden werden. Gleichzeitig ermöglicht es das gefahrenlose Linksabbiegen in Richtung Grenzweg.

Als langfristige Perspektive ist nach Einschätzung des Fachamts eine baulich getrennte Führung für den Radverkehr zu favorisieren, was entsprechende bauliche Eingriffe in den Straßenraum und eine Umverteilung der Verkehrsflächen zur Folge hat. Unter Umständen ist dabei auf eine Reihe an Straßenrandstellplätzen zu verzichten. Mit der nun vorgesehenen Ummarkierung der Schutzstreifen kann jedoch kurzfristig ein erheblicher Mangel im Radverkehrsnetz beseitigt werden. Die Maßnahme ist mit dem Regionalen Verkehrsdienst der Polizei abgestimmt.

Der Magistrat hat diese verkehrsbehördliche Maßnahme zur Anpassung der Fahrradschutzstreifen in der Ste.-Foy-Straße zur Kenntnis genommen und leitet diese an den Ortsbeirat Innenstadt und an den Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Verkehr zur Kenntnisnahme weiter.