Archivierter Artikel vom 19.01.2020, 18:50 Uhr
Balduinstein

Gegen das Vergessen: Juden in Balduinstein

„Versöhnung kann nur zustande kommen, wenn die Vergangenheit nicht verschwiegen wird.“ So steht es auf einer Gedenktafel, die schon seit einigen Jahren auf dem Balduinsteiner Judenfriedhof steht. Eine Mahnung, welche sich Heimatforscher Willi Bode zu Herzen genommen hat – seit rund zwei Jahren forscht der ehemalige Polizeibeamte über die jüdischen Einwohner seiner Balduinsteiner Heimat. Das ausschlaggebende Erlebnis war ein gemeinsamer Spaziergang mit seinem inzwischen verstorbenen Bruder im Herbst 2017. Der Weg führte sie nach Hausen hoch auf die Lahnhöhe und an dem jüdischen Friedhof vorbei. „Dieser wurde erstmals 1721 urkundlich erwähnt. Alle elf Grabmale sind erhalten und werden von der Gemeinde vorbildlich gepflegt“, erklärt Bode.

Johannes Koenig Lesezeit: 2 Minuten
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